Pfarrei Waldsassen

Päpstliche Basilika St. Johannes Evangelist

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Orgeln

Eine der großen Kirchenorgeln Europas

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Die Zisterzienserabtei Waldsassen wurde im Jahre 1133 gegründet. 1179 wurde die Weihe der dreischiffigen romanischen Basilika vorgenommen. Als im 15. Jahrhundert das Kircheninnere gotisiert wurde, ging damit wahrscheinlich eine Orgelanschaffung einher. Im Landshuter Erbfolgekrieg wurde die Klosterkirche im Jahre 1504 weitgehendst zerstört. 

Mit dem Wiederaufbau (1517) wurde auch eine neue Orgel angeschafft. 1565 wurde der Klosterkomplex durch pfälzische Bilderstürmer zerstört und das Ausüben der katholischen Religion verboten. Hier wurde auch die Renaissanceorgel verschleppt oder zerstört. Nachdem 1628 die Oberpfalz wieder Anschluss an Bayern fand, - unter Kurfürst Maximilian I.- wurde das Land wieder rekatholisiert.

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1649 wurde eine neue Orgel angeschafft, dieses mal aber für die bürgerliche Gemeinde. Schließlich wird 1669 das Kloster Waldsassen durch Zisterziensermönche aus Fürstenfeld wiederbesiedelt.

In den Jahren 1681 bis 1704 wurde dann das Kloster und die Kirche nach einem völligen Abbruch wieder neu aufgebaut. Zur selben Zeit wurde auch ein Neubau der Orgel durch Christoph II Egedacher (1641-1706) aus Salzburg vorgenommen. Es musste hierzu eine Summe von 1126 fl (ohne Kost und Material!) aufgebracht werden. Das Gehäuse und die Skulpturen stammen von Martin Hirsch aus Waldsassen. Aller Wahrscheinlichkeit nach hatte die damalige Orgel einen Flachprospekt, der nicht geteilt war. Eine vollständige Rekonstruktion der Disposition ist leider nicht mehr möglich. 

1738 wird nun der Prospekt der Hauptorgel geteilt. Die Hauptorgel bekommt ihre heutige Gestalt und ein neues Orgelwerk wird errichtet. Der dafür zuständige Orgelbauer war Johann Konrad Brandenstein (1695-1757) aus Stadtamhof, Regensburg. Die neue Orgel wurde mit 16 Registern im Hauptwerk, 10 Registern im Rückpositiv und 11 Registern im Pedal ausgestattet. Es wurden auch Register aus der Egedacher-Orgel übernommen. Bis 1863 blieb diese Orgel dann in der Waldsassener Basilika, bis auf kleine Renovierungsarbeiten, unverändert bestehen.

In den Jahren 1863/64 erfuhr die Orgel einen erneuten Umbau durch den Orgelbauer Augustin Bittner aus Nürnberg. Die Mehrzahl der alten Register aus der Egedacher-Orgel wurden wieder übernommen, die Windladen, Traktur, Spieltisch und Bälge wurden erneuert. Die Orgel hatte nun 2 Manuale mit 32 Registern. Schließlich wurde 1913/14 ein Neubau durch die Firma Binder & Siemann aus München vorgenommen. Das Resultat war eine eine 3-manualige Orgel mit 44 Registern, Kegelladen und pneumatischer Traktur. Zehn Jahre nach Beendigung der Innenrenovierung der Kirche wurde die Binder & Siemann-Orgel im Jahre 1967 durch Alfons Zeilhuber aus Altenstädten umgebaut und erweitert. Es wurde wieder ein Rückpositiv auf Schleifladen als 4. Manual eingebaut - das Rückpositiv war seit dem letzten Umbau nur mehr Attrappe - und mit 7 Registern bestückt. Das Kegelladensystem wurde hinsichtlich der elektropneumatischen Traktur verändert. Schließlich kam auch noch eine Chororgel mit 21 Registern, verteilt auf 2 Manuale und Pedal, hinzu. Diese ist über dem Eingang zur Sakristei zu finden.
In den Jahren 1975 und 1976 wird wiederum ein Neubau vdie_or1.jpgon Haupt- und Chororgel vorgenommen. Dieses mal ist es die Firma E. Pfaff aus Überlingen, welche den Zuschlag erhalten hatte. Nach Plänen von Prof. Rudolf Walter aus Heidelberg wird eine neue Orgel auf Schleifladenbasis gebaut. Der Spieltisch der Hauptorgel bekommt fünf Manuale und eine mechanische Spieltraktur. Ein zweiter, elektrischer Spieltisch wird in der Vierung aufgestellt. Beide Orgeln, Haupt- und Chororgel, sind über beide Spieltische spielbar
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1982 wird durch die Firma Jann aus Allkofen ein neues Schwellwerk in die Hauptorgel eingebaut, sowie die Windversorgung verbessert. Schließlich zur gleichen Zeit (1982/83) die Epistelorgel und das Chamadewerk neu gebaut. 1985 bekommt die Evangelienorgel ein Schwellwerk und 1987 kommt noch ein Fernwerk über dem Chamadewerk hinzu. Alle diese Arbeiten waren in der Hand der Orgelbaufirma Jann. Schließlich kommt als krönender Abschluß noch ein Neubau der Hauptorgel durch die Firma Jann in den Jahren 1988 und 1989 hinzu, sodass das heutige "Orgel-Trias" folgende Disposition besitzt:

Dispostion Orgel Dispostion Orgel

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