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Osternachtfeier in der Stiftsbasilika – „dass Finsternis abspringt“

E7D19739Das Gedicht „Ostern“ von Reiner Kunze zitierte Stadtpfarrer Thomas Vogl zum Glockengeläut vor dem Gloria, um es dann in der Predigt noch einmal aufzugreifen. Es endet mit den nüchternen Zeilen: „Doch obwohl die glocken / so heftig gegen die mitternacht hämmerten / nichts an finsternis sprang ab“

Gegen diese Finsternis wurde vom gesegneten Osterfeuer draußen auf dem Basilikaplatz die brennende Osterkerze in die finstere Basilika getragen. Mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ an alle Gläubigen, die dann im Schein der Kerzen das Exsultet hörten.

So wurde Nachtwache gehalten mit den Lesungen der Schöpfungsgeschichte, dem Auszug aus dem roten Meer und der Verheißung des Propheten Ezechiel, dass Gott uns allen ein Herz aus Fleisch gibt. Nach den Wochen der Fastenzeit wurde nach der neutestamentlichen Lesung das Halleluja erstmals wieder mit großer Freude gesungen, der Freude der Osterbotschaft, die im Evangelium verkündet wurde. „Christ ist erstanden“ – das  Osterlied der Gemeinde bekräftige noch einmal, was gerade verkündet wurde.

„Ob der Dichter nur feststellt, was wir selbst sehen?“ – dachte Stadtpfarrer Vogl in seiner Osterpredigt das Gedicht weiter. „Die Finsternis springt nicht einfach ab, wenn wir Glocken läuten und Halleluja singen, die Finsternis der Gewalt ob in Syrien, in Ägypten gegen koptische Christen, in Schweden, hierzulande gegen Fußballer. Es wäre längst nicht damit getan, wenn es keine Assagds, Erdogans, Kim Jong uns oder wie auch immer sie heißen mögen, gäbe. Es sind nicht nur die oder andere, ich selbst bin es auch immer wieder, wo keine Finsternis abspringt, weil ich mich einfach nicht ändern mag, auf mein Recht poche, mir das nicht mehr gefallen lasse, nicht bereit bin, etwas zu überdenken oder etwas zu bekennen. „nichts an finsternis“ der Härte und Unmenschlichkeit springt ab. Und was so das Leben formt, das auch den Glauben. Die Zeugen der Osterbotschaft, die Evangelisten wissen darum, verschweigen es nicht und benennen auch den Grund dafür: Angst. Die Wächter zittern und fallen wie tot zu Boden vor Angst. Die Frauen eilen voll Furcht und auch Freude zu den Jüngern, aber ich glaube, es ist vor allem die Angst. die ihnen Beine macht. Der Engel und der Auferstandene, so hörten wir im Evangelium versuchen zu beruhigen: Fürchtet euch nicht! Es ist wie ein Hämmern an ihre verängstigten, finster gewordenen Herzen.

Osterglocken läuteten damals nicht in Jerusalem, hämmerten nicht gegen die Mitternacht, aber Finsternis sprang ab, Licht brach sich durch. Die Frauen Maria Magdalena und die andere Maria, die Jünger, dann ein Paulus und immer mehr verkündeten wie Glocken, das Tröstliche, das gelang, dem Tod die Macht und dem Leben die Angst zu nehmen. ‚Etwas an die große Glocke hängen’ – sagen wir ja und meinen, dass soll gehört werden, das muss hinaus. Aber wie soll das heute gehen, wenn es zwar die großen Glocken der Kirchen gibt, dieser aber dann als Ruhestörung empfunden werden und wenn einmal Ruhe sein könnte wie an den stillen Tagen, diese dann partout zum „Heidenspaß“ werden muss? Bei allem Respekt vor dem Bundesverfassungsgericht, aber die Ausnahme vom Tanzverbot am Karfreitag damit zu begründen, weil eine solche Veranstaltung als weltanschauliche Abgrenzung gegen das Christentum zu sehen ist, ist für mich nicht nachvollziehbar. Doch gerade in solchen Situationen ist es gut, sich immer wieder das bewusst zu halten: Gott ist nicht von der Mehrheit der Meinung abhängig. Er handelt nicht nach Umfragetrends. Auferstehung geschieht nicht nach Abstimmung und Mehrheitsbeschluss. Ob es denn je dazu gekommen wäre?

Liebe Schwestern und Brüder, hängen wir die Osterbotschaft an die große Glocke und nicht an das Glöckchen des Lindt-Goldhasen mit ihrem Gebimmel, die zwar Kassen, aber keine Herzen klingen lässt!

Lass doch dich Osterbotschaft an deine Mitternacht hämmern, wo du müde und lustlos geworden bist, du verlegen wirst, wenn es darum geht, zu Christus und seinem Evangelium zu stehen. Und Finsternis springt ab, jedes Jahr aufs Neue, wenn du Ostern feierst, wenn Eltern ihre Kinder zur Taufe bringen und mit den Paten Vorbild im Glauben sein wollen, wenn du dich zur Beichte durchringst, am Sonntag zur Kirche kommst, Gott den Vorzug gibst, über deinen Schatten springst und zur Versöhnung bereit bist.

Und hämmern wir an die Mitternacht der Herzen der Menschen unserer Tage, damit Finsternis abspringt. Wie es gehen kann, hat Gott uns vorgemacht am 1. Tag der Schöpfung: „Die Erde war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut.“ – Ist das nicht ein Bild für unsere Welt heute? „Gott sprach: Es werde Licht!“ – Es werde! Nicht unser: ja mei, es ist halt so, da kann man nichts machen, nichts ändern. Nein, ein „Es werde!“ sollen wir leben, schöpferisch, mutig, mit der Lust, etwas auszuprobieren, etwas zu wagen, auch wenn wir scheitern, es wenigstens zu versuchen und nicht bleiben zu lassen. Ostern ist doch Anfang, Hoffnung, Leben und Licht. Finsternis springt ab. So etwas Tröstliches gelingt auch heute und weiterhin und das Staunen hört nicht auf.“

Dieses österliche Staunen wird immer wieder auch in der Geburt von Kindern wahr, so Stadtpfarrer Thomas Vogl überleitend zur Tauffeier. Er begrüßte die beiden Familien, die Amelie und Xaver zur Taufe brachten und in dieser Osternacht in die Gemeinschaft der Kirche und der Pfarregemeinde aufgenommen. Pfarrgemeinderatssprecher Andreas Grillmeier gratulierte im Namen der Pfarrei und überreichte ein Präsent. Dann erneuerten alle Gläubigen ihr Taufversprechen, zu dem dann das Osterwasser über die Gläubigen in der Basilika verteilt wurde.

Nach der Eucharistiefeier und Segnung der Osterspeisen wünschten die Mitarbeiter der Pfarrei allen Mitfeiernden frohe und gesegnete Ostern und verteilten auf dem Basilikaplatz, wo das Osterfeuer noch brannte und wie jedes Jahr von der Jugendfeuerwehr Waldsassen vorbereitet und während der Liturgie beaufsichtigt wurde, kleine gesegnete Osterbrote an alle Mitfeiernden. Die Glocken der Basilika läuteten festlich beim Hinausgehen, damit die letzte Finsternis abspringt und der Wunsch „Frohe Ostern!“ wahr ist und bleibt.

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Die heiligsten Tage unseres Glaubens, das österliche Triduum

E7D19571„Still leuchtet die Liebe Jesu in dieser finsteren Nacht.“

„Wir gehen hinein die heiligsten Tage unseres Glaubens, das österliche Triduum vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn. Wir gehen hinein in eine Nacht, die nicht nur finster, sondern bitter und traurig wird. Trotzdem leuchtet still ein Licht: die Liebe und Hingabe Jesu. Wenn wir uns jetzt daran dankbar erinnern, diese Liebe feiern und im Dienst an den Menschen weitertragen, können wir diese und jede bittere Nacht durchschreiten hinein in das Licht von Ostern.“

Feierliche Palmprozessionen zur Eröffnung der Heiligen Woche

P1120496Bei herrlichem Frühlingswetter wurden der Pfarrgottesdienst um 9.30 Uhr und der Familiengottesdienst um 11.00 Uhr jeweils im Klosterhof eröffnet und dabei die mitgebrachten Palmzweige gesegnet. Frauen des Katholischen Frauenbundes hatten wieder viele Palmbuschen gebunden und weiteren Osterschmuck gebastelt.

Stadtpfarrer Thomas Vogl ging in seinen einleitenden Worten zur Palmweihe auf den Namen „Heilige Woche“ ein. „Wir feiern das Heiligste unsere Glaubens, Tod und Auferstehung Jesu. Da können wir nicht am Rande bleiben als Zuschauer, sondern müssen mitgehen, auch den Kreuzweg, damit wir so selbst geheiligt werden und dankbar Ostern feiern können.“

Bildbeitrag: Georg Koch

Spende für Basilikarenovierung überreicht

P1120486Über eine Spende von 1.400 Euro für die Renovierung der Basilika freut sich Stadtpfarrer Thomas Vogl. Wie bereits berichtet hatte Gemeindereferentin Gertrud Hankl am 17. und 18. März mit den Firmkindern im großen Saal des Katholischen Jugendheimes das Kindermusical „Abraham und Sarah“ aufgeführt. Bei beiden Aufführungen durfte man sich jeweils über „ein volle Haus“ freuen. An Stelle eines Eintrittgeldes wurde um eine Spende für die Basilikarenovierung gebeten und dabei rund 1.400 Euro erzielt.
Stadtpfarrer Thomas Vogl freut sich über diese großartige Spende und dankt hier allen Mitwirkenden, sei es bei den Vorbereitungen und bei den Aufführungen auf , hinter und neben der Bühne sowie auch jenen die für die Pause wieder kulinarischen Köstlichkeiten vorbereitet hatten. Vergelt´s Gott sagt Stadtpfarrers Gemeindereferentin Gertrud Hankl unter deren Organisation und Leitung zum wiederholten mal mit den Firmkindern als Hauptakteuren eine Zeitreise um 1500 vor Christus unternommen hat und beim Publikum auch große Anerkennung gefunden hat. Den obligatorischen Spendenscheck durften die beiden Hauptakteure Abraham, gespielt von Christian Urbanek und Sarah, verkörpert von Christina Illmann zusammen mit der Gemeindereferentin an Stadtpfarrer Thomas Vogl übereichen.

Text & Bild: G. Koch

Festakt zur Altarweihe

Altarweihe Festakt Waldsassenund zum Abschluss der Sanierung der Basilika

Nach dem festlichen Pontifikalgottesdienst hatte die Pfarrei zum Mittagessen und zu einem Festakt in den Großen Saal das Kath. Jugendheimes eingeladen.

Bischof Voderholzer meinte schon zum Ende des Gottesdienstes, "ein Mittagessen haben wir uns jetzt auch wirklich verdient".

Nach der Stärkung eröffneten die Waldsassener Blechbläser unter der Leitung von Arnim Scharnagl mit festlicher Bläsermusik und Kirchenpfleger Martin Rosner begrüßte alle Festgäste mit einem zum Schmunzeln anregenden Zitat von Walter Lubin: „Eine Kirchenrenovierung kann ein Heidengeld kosten.“

Abschließend meinte er aber auch noch: „Eine Kirchenrenovierung kann auch einen Heidenspaß machen.“
Ihm war es anzusehen.

Altarweihe mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer

Altarweihe Waldsassen 002Ein freudiger und großartiger Festtag für Waldsassen
Altarweihe in der Basilika und Abschluss der Sanierung

Bischof Rudolf Voderholzer weihte in einem bewegenden Pontifikalgottesdienst den neuen Altar für die Päpstliche Basilika und feierte dankbar mit der Pfarrei, mit Kloster und Stadt und vielen Gästen des öffentlichen Lebens, Behörden und den beteiligten Firmen den Abschluss der Sanierung der Basilika.

Schon am Vorabend stimmten sich zusammen mit den Schwestern der Abtei die Pfarrgemeinde bei der Verehrung der Reliquien des Hl. Wolfgang und des Hl. Bernhard von Clairvaux, die in den neuen Altar eingefügt wurden, geistlich auf den großen Festtag ein.

Kindermusical Abram und Sarah ein großer Erfolg

E7D18013Am Freitag und Samstag wurden die Zuschauer entführt in eine vollkommen andere Welt. 51 Mitwirkende zeigten Ausschnitte aus dem Leben des Stammvaters Abraham und seiner Frau Sarah. Mit einem bombastischen Bühhnenbild und bunten Kostümen zauberten sie einen Hauch vom Orient ins katholische Jugendheim Waldsassen. Kleine Bauchtänzerinnen, die mit drei orientalischen Tänzen das Musical bereicherten, zeigten schon gleich beim  Einmarsch am Anfang des Stücks, wohin die Reise jetzt geht.

Die Heiligen Leiber im Fernsehen

Video Heilige LeiberImmer wieder wecken sie Interesse, die Heiligen Leiber in unserer Basilika.

Der Sankt Michaelsbund hat im Rahmen einer Sendung mit dem Thema „Kirchliche Superlative in Bayern“ darüber berichtet.

Hier geht´s zum Bericht und zum Interview mit Stadtpfarrer Thomas Vogl:
Jetzt ansehen >>>


(Beitrag über die Heiligen Leiber ab 9:00 min.)

Eröffnung der Österlichen Bußzeit 2017

E7D17981Im Zeichen des Aschenkreuzes haben die Gläubigen der Pfarrei mit Gottesdiensten in der Klosterkirche und im Altenheim St. Martin die österliche Bußzeit begonnen. Stadtpfarrer Thomas Vogl nahm in seiner Predigt Bezug auf ein Wort der alttestamentlichen Lesung aus dem Buch Joel: „Da erwachte im Herrn die Leidenschaft für sein Land und er hatte Erbarmen mit seinem Volk.“ Das sollte auch umgekehrt für uns in der Beziehung zu Gott gelten in dieser Fastenzeit: In uns soll die Leidenschaft für Gott neu erwachen. Das ist Zweck und Ziel des Fastens, die Chance dieser heiligen 40 Tage.

Einbringung von Altar und Ambo in die Basilika

Altareinbringung-06Von Essing bei Kelheim kamen am vergangenen Samstag der neue Altar und Ambo für die Basilika nach Waldsassen. Der Künstler Herbert Lankl organisierte mit einem Team den Transport und die Einbringung. Die entsprechende Technik, aber auch viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl brachten die beiden neuen liturgischen Orte in aller Ruhe und auf den Millimeter genau an Ort und Stelle. Für alle Beteiligten war es ein „bewegender“ Moment im tatsächlichen und übertragenen Sinne.

In den kommenden Tagen werden nun noch die restlichen Platten auf der Altarinsel gesetzt und alle notwendigen technischen Arbeiten entsprechend ausgeführt. Nach dem restlichen Gerüstabbau in der Vierung und am Oratorium im Westwerk, können die Endreinigung und alle letzten Vorbereitungen für den Pontifikalgottesdienst mit Bischof Rudolf Voderholzer zur Altarweihe beginnen.

 

8 neue Ministrantinnen und Ministranten

E7D16501Am Sonntag, den 29. Januar 2017 wurden 8 neue Ministrantinnen und Ministranten in die Minigruppe der Pfarrei aufgenommen. Im Predigtteil wurden sie namentlich der Pfarrei vorgestellt. In der Ansprache verglichen Lea Bachofner, Felix Döllinger, Florens Hertel, Dominik Katsikis, Jan Malzer, Julia Michalski, Benedikt Scharnagl und Vanessa ihren Dienst und die Gruppe mit dem Volk der Bienen: in den Gruppenstunden geht’s manchmal zu wie in einem Bienenschwarm; wie bei den Bienen muss jede und jeder zur Gemeinschaft beitragen und zuverlässig sein, um sich gegen die „Feinde“ Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit und viele Freizeitangebote durchsetzen zu können. Die Gemeinschaft der Minis ist etwas sehr Kostbares, so wie eine Bienenwabe und die 8 Neuen möchten mit ihrem Dienst Licht und Wärme verbreiten, so wie eine Honigwachskerze und tröstend und heilend wirken für ihre Mitmenschen, so wie der Honig. Die Gemeindereferentin Gertrud Hankl wünschte den Neuen, dass ihnen das Wort Gottes in den Lesungen, wie “süßer Honig schmeckt“ (aus dem Buch Ezechiel) und sie zu aufrechten, engagierten Christen werden, die sich einsetzen für das Wohl der Menschen. Nachdem die Plaketten gesegnet worden waren, wurden die Neuen, per Handschlag, von Domink Boll und Christian Döllinger, den Oberministranten, und der Gemeindereferentin herzlich in die Gruppe aufgenommen.

Vorausschau: Kindermusical "Abraham und Sarah"

klein waDie Firmkinder unserer Pfarrei laden alle recht herzlich zum Musical "Abraham und Sarah" ein. Mit fetziger Musik, tollen orientalischen Kostümen und einem außergewöhnlichen Bühnenbild machen wir eine Zeitreise in die Zeit  um 1500 vor Christus. Die kleinen Waldsassener Bauchtänzerinnen werden eine Tanzeinlage zum Besten geben. Musikalisch wird das Stück durch Lukas Fröhlich sowie Pater Romanos und einem Chor aus Eltern begleitet. Die Gesamtleitung liegt in den bewährten Händen von Gemeindereferentin Gertrud Hankl.

Aufführungstermine sind Freitag, 17. März um 19.30 Uhr sowie Samstag, 18. März um 15.00 Uhr im katholischen Jugendheim. Einlass jeweils 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung. Der Eintritt ist frei. Spenden werden sehr gerne entgegengenommen für die Renovierung unserer Basilika.

Vor und nach dem Musical gibt es wieder orientalische Köstlichkeiten zum Verkosten. 

Abschlussgottesdienst ökumenische Bibelwoche

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Mit einem Gottesdienst in der evangelischen Friedenskirche wurde am Donnerstag die Ökumenische Bibelwoche 2017 mit dem Thema „Bist du es?“ mit Geschichten vom Suchen und Finden – Zugängen zum Matthäusevangelium beendet. Diakon Fritz Lieb freute sich in seiner Begrüßung, dass sich trotz des frostigen Wetters viele Gläubige beider Kirchen sich nochmals auf den Weg gemacht haben um gemeinsam Gottesdienst zu feiern.
Wie Stadtpfarrer Thomas Vogl seine Predigt einleitend sagte, sei es noch keine drei Wochen her wo man sich „Ein gutes, gesundes und friedvolles neues Jahr!“ gewünscht habe und doch habe jede und jeder von den Anwesenden zu erzählen oder zu beklagen, dass es leider ebenso nicht ist. Theorie und Praxis – Wunsch und Realität würden oft weit auseinander liegen.

Auftakt der ökumenischen Bibelwoche

P1110969Zum Auftakt der diesjährigen Ökumenischen Bibelwoche konnte Diakon Fritz Lieb einen stattlichen Personenkreis im Evangelischen Gemeindesaal begrüßen. Das Matthäus-Evangelium mit der Frage des Johannes aus dem Gefängnis heraus „Bist du es - ?“ stand dabei im Mittelpunkt. Sinnbildlich dazu hatte Diakon Fritz Lieb in die Mitte des Teilnehmerkreises eine Kerze umgeben mit von Stacheldraht (symbolisiert die Gefängnismauer) platziert. Johannes hatte im Gefängnis von den Werken Christi gehört und seine Jünger ausgesandt ihn zu fragen „Bist du es der da kommen soll…?“. Im  laufe des Abend wurden dann Fragen erörtert, „ in welcher Situation befindet sich Johannes der Täufer – wann habe ich persönlich schon einmal eine Situation erlebt, in der ich ganz und gar gefangen war?“ oder „welche Frage stellt der Täufer? – welche Fragen stelle ich an Jesus, wenn ich mich in einer schwierigen Situation befinde?“. Ähnlich weiter geht es weiter geht es am heutigen Abend mit Stadtpfarrer Thomas Vogl um 19.45 Uhr im kleinen Saal des Katholischen Jugendheimes mit dem Thema „Im Zweifel gehalten“ aus dem Matthäus-Evangelium 14,22-33. Abgerundet wird die Bibelwoche am morgigen Donnerstag in der evangelischen Friedenskirche um 19 Uhr mit Diakon Fritz Lieb und Stadtpfarrer Thomas Vogl. Dazu ist nicht nur der Teilnehmerkreis der beiden vorausgegangenen Abende, sondern auch weitere Pfarrangehörige beider Kirchen eingeladen.

Bild & Text: Georg Koch

Einholung Sternsinger - Dankgottesdienst

Die 57 ausgesandten Sternsinger feierten zum Abschluss der diesjährigen Sternsingeraktion einen Dankgottesdienst in der Basilika. Am 04. und 05.01. sind sie durch die Strassen von Waldsassen gezogen und brachten Gottes Segen in die Geschäfte und Wohnungen. Dabei sammelten Sie auch fleissig Spendengelder ein. Knapp 10.900 EUR kamen dabei zusammen. Diese kommen der deutschlandweit statt findenden Sternsingeraktion zu Gute, die in diesem Jahr unter dem Motto "Gemeinsam für Gottes Schöpfung - für Kenia und weltweit" stand. Die Spendengelder kommen Entwicklungsländern wie Kenia zu Gute, die besonders unter den von den Industrienationen verursachten Klimawandel zu leiden haben.

Beim Predigtspiel kamen nochmals die 3 Sterndeuter Kaspar, Melchior und Balthasar zu Wort. Sie erzählten ihre Geschichte, warum Sie dem Stern gefolgt sind und welche Bedeutung ihre Namen haben und warum sie dem neugeborenen Kind Gold, Weihrauch und Myrrhe als Geschenke mitgebracht haben.

Zum Abschluss des Gottesdienstes zeichnete Gemeindereferentin Frau Gertrud Hankl u.a. Dominik Mark für 6 Jahre und Christina Plötz für 10 Jahre Sternsingerdienst mit jeweils einer Urkunde aus.

"Gemeinsam für Gottes Schöpfung" - Eröffnung der Sternsingeraktion 2017

Wie schon in den vergangenen Jahren standen auch heuer wieder die Sternsinger im Mittelpunkt vom ersten Pfarrgottesdienst des neuen Jahres. 57 Buben und Mädchen - aufgeteilt in 15 Gruppen - werden zusammen mit ihren erwachsenen Begleitern am 04. und 05. Januar die Waldsassener Geschäfte und Wohnungen besuchen.

Gemäß dem Motto der diesjährigen Sternsingeraktion "Gemeinsam für Gottes Schöpfung - in Kenia und weltweit" richtet sich der diesjährige Blick ganz besonders auf die Schöpfung. Am Beispielland Kenia zeigten die Sternsinger auf, wie sich der Klimawandel in den Entwicklungsländern auswirkt. Die Industrie der reichen Welt brummt. Tagtäglich entstehen neue Fabriken und die Städte werden immer größer und größer. Dafür braucht man immer mehr Strom und durch das Wachstum und den damit verbundenen Wohlstand wachsen auch die Mullprobleme. Wohin damit? In den Flüssen und Meeren entsorgen, in andere Teile der Welt bringen. Man kann den Giftmüll doch in die Wüste schaffen.
Mutter Erde quammert und stöhnt immer mehr und den Lasten der reichen Welt, die sie zu tragen hat. Der ganze Qualm, die Hitze der Fabriken, das Gewicht der Städte, das immer mehr zunimmt. Die Hitze, die immer unerträglicher wird, steigt ihr zu Kopf. Mutter Erde ist so, als hätte sie Fieber.
Auch dem Kind aus Kenia macht die Hitze zu schaffen. Es hat schon jahrelang nicht mehr geregnet. Es gibt nicht mehr genug Wasser, die Pflanzen und Tiere verdursten. Sie wisse bald nicht mehr wohin ....

Mit den Spenden der diesjährigen Sternsingeraktion kann diesen Menschen geholfen werden. Es werden u.a. Brunnen gebohrt, Wassersammelbecken angelegt, die den Regen auffangen sollen, wenn er mal kommt. Desweiteren werden Schuhlen und Medizinstationen aufgebaut sowie Ärzte & Krankenschwestern ausgebildet und geschult.

Zum Schluß des Gottesdienstes segnete Pfarradministrator Pater Marianus den Stern der Sternsinger, den Weihrauch und die Kreide sowie die Sternsinger.

 

Jahresschluß-Gottesdienst mit Eucharistischem Segen

001Beim Jahresschluß-Gottesdienst am Silvesterabend wurde Rückschau auf das vergangene Jahr 2016 gehalten. Vor dem ausgesetzen Allerheiligsten wurde nochmals an viele Ereignisse erinnert, die sich während des Jahres ereigneten hatten. Pfarradministrator Pater Romanos hatte diese in  mehrere Aufzählungsblöcke unterteilt und mit dazu passenden Fürbitten verbunden. Mit dem abschließenden Eucharistischen Segen wurde die Hoffnung verknüpft, dass das Neue Jahr 2017 ein friedvolleres und segensreicheres Jahr werden möge als 2016.

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Weihnachtskonzert des MGV Waldsassen in der Basilika

E7D16136Auch in diesem Jahr veranstaltete der Männergesangverein 1865 e.V. Waldsassen ein Weihnachtskonzert als Benefizveranstaltung für die Innenrenovierung der Basilika. Fast schon eine kleine Tradition ist es mittlerweile und lockt Besucher aus nah und fern, so dass die Basilika bis aus den letzten Platz gefüllt war.

Die Leitung lag in Händen von Herrn Josef Schwägerl, der für den erkrankten Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter einsprang. Am E-Piano begleitete der junge Organist Lars Amann aus Windischeschenbach.

Stadtpfarrer Thomas Vogl sprach zwischen den einzelnen Abschnitten Gedanken zu Weihnachten und zum Jahreswechsel und dankte allen Mitwirkenden und ebenso allen Besuchern für ihre Spenden zugunsten der Renovierung. 

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Fest des Hl. Evangelisten Johannes - Patrozinium der Basilika

E7D16039Fast wie ein dritter Weihnachtsfeiertag ist für die Pfarrei das sich an die festlichen Tage anschließende Patrozinium der Basilika zum Fest des Hl. Evangelisten Johannes. Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde es von Stadtpfarrer Thomas Vogl in Konzelebration mit Pfarrvikar P. Marianus und Pfr. i.R. BGR Martin Neumeier am Abend zusammen mit den Schwestern der Abtei und vielen Gläubigen aus der Pfarrei und darüber hinaus gefeiert.

In seiner Predigt zitierte Stadtpfarrer Thomas Vogl ein Wort von Martin Buber: „Wer mit den Menschen reden will, ohne mit Gott zu reden, dessen Wort vollendet sich nicht; aber wer mit Gott reden will, ohne mit den Menschen zu reden, dessen Wort geht in die Irre. Die wahre Anrede Gottes weist den Menschen in den Raum der gelebten Sprache.“ Darauf Bezug nehmend meinte Pfr. Vogl, dass man die Evangelien als „Raum gelebter Sprache“ bezeichnen könnte und gerade der Evangelist mit dem Anfang seines Evangeliums, dem Prolog, der jedes Jahr das Weihnachtsgeheimnis auf tiefe Weise meditiert und verkündet, in diesen Raum gelebter Sprache hineinführe. Es ist der Raum der Kommunikation Gottes mit dem Menschen in seiner Menschwerdung und umgekehrt des Menschen mit Gott, die sein Leben heiligt. „Was sind Grundworte solch gelebter Sprache?“, fuhr Pfarrer Vogl in seiner Predigt fort. „Was sind Grundworte für einen Christen, die einen Lebensraum eröffnen? Drei scheinen mir wichtig: »Ich glaube dir, Gott.« Und das heißt immer auch »Ich glaube dir, Mensch.« Der Raum des Vertrauens öffnet sich mit und in diesem Wort. Das zweite ist »Ich bete für dich.« und das heißt immer auch zugleich »Ich bin für dich da, ich helfe dir.« Das Patrozinium mit dem Fest des Hl. Johannes führt in diesen Raum hinein. Die Heiligen als Fürsprecher erinnern uns an den Dienst des Gebetes und der Hilfe füreinander. Und schließlich als drittes Wort »Ich verzeihe dir.« und dieses braucht immer auch »Ich bitte um Verzeihung.« So findet man zur wahren Anrede Gottes und zur rechten Rede mit dem Menschen im »Raum der gelebten Sprache«.

Zum Abschluss des Gottesdienstes wurde traditionell der Johanniswein gesegnet, der dann beim anschließenden Umtrunk den Gläubigen gereicht wurde.

Festliche Kirchenmusik mit der Nicolai-Messe von Joseph Haydn boten auch bei diesem Gottesdienst wieder der Basilikachor, die Solisten und das Orchester mit Frau Siliva Gmeiner an der Orgel. Die Leitung hatte in Vertretung des erkrankten Kirchenmusikers Andreas Sagstetter, Pfarrvikar P. Romanos.

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