Spende für Basilikarenovierung

P1090255Mit einer Spende von 300 Euro überrascht wurde am letzten Tag des Jahres 2015 Stadtpfarrer Thomas Vogl. Andreas Grillmeier und Karlheinz Hoyer hatten bei der vorweihnachtlichen Andacht bei der Josefs-Kapelle im Oicherlwold um eine Spende für die Basilikarenovierung gebeten, die die beiden Initiatoren jetzt übergaben. Stadtpfarrer Thomas Vogl freute sich über die Spende und bedankt sich zusammen mit Karlheinz Hoyer und Andreas Grillmeier bei den Helfern und den vielen Besuchern.

Text & Bild: G. Koch

Sternsinger aus Waldsassen und Tirschenreuth gemeinsam unterwegs zur grenzüberschreitenden Eröffnungsfeier der Sternsingeraktion 2016 in Kladrau, Tschechien.

FB IMG 1451415424418Gemeinsam machten sich einige Sternsinger mit ihren Begleitern aus Tirschenreuth und Waldsassen mit einem Bus auf den Weg zur grenzüberschreitenden Eröffnungsfeier nach Kladrau, Tschechien. Siebenhundert junge Christen in Königsgewänder zogen durch die Straßen von Kladrau zur prächtigen Klosterkirche Kladruby. Hier feierten deutsche und tschechische Sternsinger gemeinsam mit den Bischöfen  Dr. Rudolf Voderholzer und František Radkovský die offizielle Eröffnungsfeier der Sternsingeraktion 2016.  Max Pecher und Jasmin Blei, zwei Sternsinger aus Tirschenreuth wurden ausgewählt, um den  Bischöfen zu assistieren. Beim Einzug in die Klosterkirche begrüßten beide Bischöfe jeden Einzelnen persönlich und dankten ihnen für ihren Einsatz.  

„Seid Segen für die Menschen!“

In ihrer gemeinsamen Predigt betonten die Bischöfe František und Rudolf die große Leistung, die die jungen Sternsinger in den nächsten Tagen erbringen werden und dankten auch allen helfenden Eltern und Ehrenamtlichen für ihr Engagement. „Gott hat ein Herz für alle Menschen, besonders für die Armen, Kleinen und Ausgestoßenen“, so die Bischöfe. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Christen hinaus auf die Straßen gehen, an die Ränder, so wie es auch Papst Franziskus immer wieder fordert. Für ihren Dienst wünschten die Bischöfe den Kindern „viel Freude. Bringt Segen und seid Segen für die Menschen!“, denn: „Weihnachten begründet eine Kultur der Liebe und des Lebens, das müssen wir immer neu verkünden.“

Es war eine rundherum gelungene und beeindruckende Veranstaltung, so Sabine Schiml, Gemeindereferentin. Begeistert von der Veranstaltung und der Gastfreundschaft als auch gestärkt für ihren Dienst als Botschafter der Liebe Gottes fuhren die Sternsinger der Pfarrgemeinden Waldsassen und Tirschenreuth wieder nach Hause, um in den nächsten Tagen von Haus zu Haus ziehen,  den Segen Gottes zu verkünden und um das Leid der Kinder in vielen Ländern dieser Erde zu lindern.

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Die Weihnachtsgottesdienste in der Basilika Waldsassen - Eine kleine Nachlese in Wort und Bild

E7D 4937Mit festlichen Gottesdiensten wurde das Hochfest der Geburt Christi gefeiert. Zahlreiche Gläubige aus der Pfarrei, sowie viele Gäste und Urlauber feierten in der weihnachtlich geschmückten Basilika mit und erfreuten sich vor allem auch an der festlichen Kirchenmusik mit den Pastoralmessen von Karl Kempter und Mozart und der Messe in B-Dur von Franz Schubert.

Mit der Kinderchristmette am Heiligabend nahmen die die Feierlichkeiten ihren Anfang. Alljährlicher Höhepunkt ist die Christmette um Mitternacht mit dem Martyrologium, der estankündigung und dem sog. „Königsamt“ am ersten Feiertag. Die feierliche Weihnachtsandacht mit Eucharistischem Segen und Chorsätzen aus dem Alpenländischen Weihnachtsoratorium des Basilikachores füllt die Basilika nochmals bis auf den letzten Platz.

Nach dem zweiten Weihnachtstag feiert die Pfarrei noch einen weihnachtlichen Festtag mit dem Patrozinium der Basilika zum Fest des Hl. Evangelisten Johannes. Mit der Segnung des Johannisweines und dem Umtrunk der Mitfeiernden des Gottesdienstes klangen schließlich diese festlichen Tage aus.

Lesen Sie hier die Predigten von Stadtpfarrer Thomas Vogl in der Christmette und zum Hochfest der Geburt Christi.

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Bilder: R.Ehrmann

Heiliger Besuch beim Familiengottesdienst

E7D 4415Vergangenem 2. Adventssonntag bekamen die Mädchen und Buben der Pfarrei beim Familiengottesdienst, der vom Kinderhaus St. Michael gestaltet wurde, heiligen Besuch.

Bischof Nikolaus zog feierlich in die Basilika ein, nachdem der von Stadtpfarrer Vogl mitgebrachte „Coca-Cola-Weihnachtsmann“ von den Kindern mit folgenden Worten als „Werbe-Hampelmann“ abgelehnt wurde.

Das soll der heilige Nikolaus sein???

            Nein, liebe Leut´- darauf fall ich nicht herein.

            Sankt Nikolaus war doch kein Hampelmann,

            den man ins Kaufhaus hängen kann!

            Ein Heiliger, der schaut anders aus!

            Der sagt nicht: Kauft, und gebt viel aus!

            Der sagt: helft anderen Menschen in der Not!

            Helft ihnen, wieder zu glauben an Gott!

            Dient eurem Nächsten und seid zu ihm gut,

            sucht Traurige auf und macht ihnen Mut!

Die Kinder des Kinderhauses begrüßten mit Liedern und Versen den heiligen Mann und unterstrichen hierbei, die Unterschiede zwischen dem Werbe-Weihnachtsmann und dem Heiligen Bischof, dessen Ziel es immer war, anderen Menschen in der Not zu helfen und Jesus nachzufolgen.

In der Predigt, erzählte Nikolaus den Kindern eindrucksvoll vom Kornwunder in der Stadt Myra und wie Gott hier am Werk war.

Stadtpfarrer Vogl ergänzte noch, dass Bischof Nikolaus deshalb zum Heiligen wurde, weil er sich für die Menschen eingesetzt hat. „Er hat ihre Not gesehen und nicht weggeschaut. Es ist wichtig, dass es Vorbilder wie den Heiligen Nikolaus gerade in unserer Zeit gibt!“

Zum Abschluss des Gottesdienstes gab Bischof Nikolaus den Kindern und den Erwachsenen noch folgende Worte mit auf den Weg, bevor er, wie es der Brauch ist, an alle Kinder Lebkuchen und Mandarinen, als Dank für die schönen Lieder, Gedichte und Gebete.

„Nun fragt ihr: Wie soll´s weitergehen?

– Versucht, das Gute mehr zu sehen!

Advent ist eine gute Zeit!

Macht euch für´s Weihnachtsfest bereit!

Am Abend euch zusammenfindet,

wenn der Adventskranz angezündet,

und singet Lieder froh und gern,

vom Kommen unseres Gott und Herrn.

Was ich gesagt, sollt ihr bedenken,

dann will zum Schluss ich euch beschenken!

So folget, wenn ihr geht nach Haus,

dem Beispiel von Sankt Nikolaus!

Doch nicht nur für die Kinder gab es eine kleine Überraschung zum Abschluss des Gottesdienstes, auch Stadtpfarrer Thomas Vogl wurde überrascht.

Gemeindereferentin Gertrud Hankl und die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Christian Mittereder und Andreas Grillmeier, gratulierten Stadtpfarrer Vogl im Namen des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung, für sein 10-jähriges Wirken in Waldsassen und überreichten einen kleinen Geschenkkorb mit Spezialitäten aus der Region. Zusätzlich wurde eine Karte, unterschrieben von vielen Pfarrangehörigen überreicht. Mittereder würdigte das segensreiche Tun des Stadtpfarrers und lobte sein Engagement, seine seelsorgerische Tätigkeit und sein stets offenes Ohr, für alle Belange der Pfarrei.

Auch die Kinder gratulierten mit einem Gedicht und Blumen und sprachen aus, was sich viele in der Pfarrei wünschen: „das ist doch klar, bleib in Waldsassen noch viele Jahr.“

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Text: M.Demmer

Bilder: R.Ehrmann

Goldenes Rauchfass für langjährigen Altardienst

P1080061Die traditionelle Adventfeier der Basilika- Ministranten am Nachmittag des 1. Adventsonntag im großen Saal des Katholischen Jugendheimes bildete wiederum den Rahmen für die die Ehrung und Auszeichnung engagierter und langjähriger Altardiener. Rebecca Fuhrmann, Florian Ernstberger und Michael Schnurrer für zehnjährigen treuen Dienst ausgezeichnet.
Ministrantensprecher Dominik Boll freute sich viele Eltern und Geschwister, Omas und Opas im wieder vollbesetzten Jugendheim-Festsaal begrüßen zu dürfen. Mit Applaus begrüßt wurden Stadtpfarrer Thomas Vogl, Pater Marianus Kerketta und Pastorale Ministrantenbeauftragte Gertrud Hankl. Nach dem Auftritt der Gruppe Tobias mit „Wenn der Nikolaus im Himmel bleibt“ freute sich auch Stadtpfarrer Thomas Vogl über den guten Besuch der Adventfeier die für ihn immer ein besonderer Termin im Jahresablauf sei. Dies zeige auch welch guter Geist in der Gemeinschaft der Ministranten herrscht. Sein Dank gelte nicht allein den engagierten Ministrantinnen und Ministranten sonder gleichzeitig auch den Familien die hier mit dahinter stehe, sagte der Stadtpfarrer. Thomas Vogl gab das Kompliment weiter, dass er anlässlich der Fernsehübertragung Anfang des Jahres bekommen habe, wo beim Einzug und auch beim Gottesdienst die große Schar der Ministranten ein besonderes Augenmerk bekommen hätten. Ein Dankeschön galt auch allen die sich als Gruppenleiter und Gruppenleiterin, als Planschreiber und sonstige Aufgaben zusammen mit Gemeindereferentin Gertrud Hankl sorgen. Mit ein paar Gedanken zum Advent rundete Stadtpfarrer Thomas Vogl sein Grußwort ab.
Die Gemeindereferentin freute sich, dass es mit der neuen Leiterrunde um Dominik Boll alles so gut in der großen Ministrantenschar klappt und diese fast alles im Alleingang schon machen. Gertrud Hankl wies mit dem Plakat auf die Sternsinger- Aktion 2016 hin die unter dem Motto: „Segen bringen – Segen sein“ steht und der Erlös für Kinder in Bolivien bestimmt ist. Wir sammeln nur Geld für die Kinder in Bolivien, betonte Gertrud Hankl. Die Gemeindereferentin rief die Ministrantinnen und Ministranten sowie Eltern als Begeleitpersonen auf sich wieder recht zahlreich daran zu beteiligen. Mitmachen können auch daran interessierte Kinder ab der 3. Klasse. Ausgabe der Gewänder und gemeinsame Singprobe ist am 19. Dezember um 17 Uhr im Ministrantenheim.
Im Anschluss an zwei weitere Darbietungen mit „Verrückte Weihnachten“ und „Das Christkind beim Finanzamt“ freute sich Dominik Boll dann zusammen mit Stadtpfarrer und Gemeindereferentin eine Reihe der Altardienerinnen und Altardiener für deren Engagement als Panschreiber und Einteiler für Beerdigungen mit einem Geschenk ein Dankeschön zu sagen sowie für langjährigen Ministrantendienst mit Urkunde und Geschenk zu Ehren. Urkunde und einen Gutschein konnten für 5 Jahre entgegennehmen: Sebastian Boll, Corina Bönisch, Karl Heinrich, Jakobi Meyer, Jakob Rustler, Marika Rustler, Anja Schafleitner, Valentin Schmeller, Lea Sommer und Felix Sommer. Mit einem goldenen Mini-Rauchfass und Urkunde wurden für zehnjährigen treuen Dienst Rebecca Fuhrmann, Florian Ernstberger und Michael Schnurrer geehrt. Im Anschluss besuchten St. Nikolaus und Knecht Ruprecht die „Lausbuben Gottes“ und hatten neben Lob und Tadel, einige Kino-Gutscheine sowie Schokonikoläuse und den „Ministranten- Waldsassen-Bleistift“ für alle in seinem Sack dabei.

Bild & Text: G.Koch

Elfriede Rosner neue Kommunionhelferin

P1070425Elfriede Rosner hat die Bischöfliche Beauftragung als weitere Kommunionhelferin in der Pfarrei Waldsassen erhalten. Beim Sonntag-Vorabendgottesdienst überreichte Stadtpfarrer Thomas Vogl ihr die von Bischof Rudolf Voderholzer unterzeichnete Urkunde. Wie der Stadtpfarrer dabei sagte, wird Elfriede Rosner diesen Dienst vor allem in der Krankenhauskapelle und  auf den Stationen des Krankenhauses ausüben. Elfriede Rosner versieht seit vielen Jahren schon hier den Mesnerdienst und wird mit ihrer neuen Aufgabe für Ruhestandsgeistlichen Andreas Bock eine große Hilfe sein. Stadtpfarrer Thomas Vogl gratulierte namens der Pfarrei und sagte Elfriede Rosner ein Vergelts Gott für ihre Bereitschaft.

Bild & Text: G.Koch

Ökumenischer Kinderbibeltag

P1070422„Auserwählt – Weitererzählt“ unter diesem Leitgedanken stand der diesjährige Ökumenische
Kinderbibeltag am vergangenen Samstag im Katholischen Jugendheim, Basilika und evangelischen Kirche. Mit rund achtzig Kindern durfte sich das Team um Annette Spreitzer-Hochberger von der evangelischen und Monika Mittereder von der katholischen Seite her, unterstützt von vielen Helferinnen, über eine wieder gute Resonanz freuen. 

  In den dafür zur Verfügung stehenden sechs Stunden erfuhren die Kindergarten- und Grundschulkinder viel für sie Interessantes über die Aussendungsvollmacht  Jesu an seine Jünger auf der biblischen Grundlage des Matthäus-Evangeliums. Gestartet wurde im großen Jugendheimsaal wo alle Kinder von der Handpuppe „Christine“ mit Dagmar Selch und der rasenden Reporterin „Rosa“ Annette Spreitzer-Hochberger (bunt gekleidet und langen roten Haaren) mit dem Lied „Einfach spitze das du da bist“ begrüßt wurden. Anschließend starteten dann die Kindergartenkinder und Kinder im Grundschulalter in die getrennt laufende Gruppenphase wo alle Räume des Katholischen Jugendheimes in Beschlag genommen wurden. In beiden Altersschichten bildete ein kleines „Steck-Kreuz“ den Mittelpunkt der biblischen Erzählungen.
    Die Kindergarten-Kinder erfuhren beim bunt Bemalen ihrer beiden Kreuzbalken von ihren Betreuerinnen was mit dem Wort „Weitererzählen“ gemeint ist – die Jünger erhielten mit ihrer Aussendung von Jesus weiter zu erzählen. Anschließend machte man sich auf den Weg zur Basilika wo Maria Sagstetter bereits auf im Chorraum auf sie wartete. Hier erfuhren sie einiges über die auf dem Chorgestühl stehenden Apostel. Dabei kamen dann auch Stadtpfarrer Thomas Vogl und der evangelische Diakon Fritz Lieb hinzu und hielten mit ihnen eine kurze Andacht. Mit dem anschließenden gemeinsamen Mittagessen der kleinen und großen Kinder ging der Bibeltag für die Kindergartenkinder zu Ende. 
  Die grundschulaltrigen Mädchen und Buben gingen, aufgeteilt in mehreren Gruppen am Vormittag der Frage nach „Wie sieht meine Verbindung zu Gott aus ? und mit welchen Farben und Muster drücke ich meine Freude beim Bemalen des ersten Teilstückes meines Steckkreuzes dadurch aus? „. Zur Mittagszeit traf man zum gemeinsamen Essen mit den Kindergartenkindern zusammen. Am Nachmittag mussten dann noch drei Stationen besucht werden. Währen die einen in der Basilika zusammen mit Maria Sagstetter sich mit den Aposteln oberhalb des Chorgestühls sich befassten, ging eine andere Gruppe in die evangelische Kirche wo Annette Spreitzer-Hochberger die dort auf Bildern dargestellten vier Apostel erklärt bekamen.
In einem Klassenzimmer der Klosterschule befassten sich die Kinder zusammen mit Schwester Hanna-Maria mit dem „Weitererzählen“ über Jesus und Schwester Felicitas gestaltete mit den Kindern den zweiten Kreuzbalken. 
  Hernach trafen sich Kinder und Eltern zur abschließenden Andacht in der Basilika wo sie von Stadtpfarrer Thomas Vogl und dem evangelischen Diakon Fritz Lieb begrüßt wurden. Beide freuten sich, dass der Kinderbibeltag immer wieder großen Zuspruch findet und Bedankten sich bei den Organisatoren und Helfern. Jesus habe seine Jünger auserwählt damit sie weiter von ihm erzählen was sie selber erfahren haben. Diakon Fritz lieb erläuterten den Kindern mit einer Körpermeditation die Kreuzesform. Stadtpfarrer Thomas Vogl demonstrierte ihnen, was die beiden bunt angemalten kleinen Balken alles aussagen können und dann zusammengefügt als Kreuz von Jesus erzählen. Anschließend segnete der Stadtpfarrer die kleinen Kreuze die die Kinder an das gemeinsam Erlebte bei diesem ökumenischen Kinderbibeltag erinnern soll. 

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Text & Bilder: G.Koch

Pray for Paris - Zu den Terroranschlägen in Paris

candles-492171 1280Im stillen Gebet gedenken wir der Opfer der barbarischen Terroranschläge in Paris. Gott, der allein Herr ist über Leben und Tod, über diese Welt und ihre Menschen, schenke den Toten das ewige Leben.

In Trauer beten wir für die Angehörigen der Opfer, für die vielen Verletzten, für die Einsatzkräfte, die Regierenden und alle Menschen guten Willens, die sich um Frieden und Versöhnung mühen.

Für alle, die in blindem Haß und Fanatismus gefangen sind, erbitten wir Gottes Heiligen Geist, der zur Umkehr bewegt und erkennen lässt, was wahr und recht ist.

Bild: www.pixabay.com

Ergebnis des Künstlerwettbewerbes zur Neugestaltung des Altarraumes in der Basilika vorgestellt.

E7D 4365Bei der Jurysitzung am 23. Oktober war die Entscheidung bereits gefallen und nachdem diese in der Sitzung der Kommission für Kirchliche Kunst am 28. Oktober angenommen wurde, konnte Stadtpfarrer Thomas Vogl nun den Siegerentwurf von Herrn Herbert Lankl aus Thannhausen/Bärnau der Öffentlichkeit vorstellen, ebenso auch die Modelle der weiteren Wettbewerbsteilnehmer.

Im Großen Saal des Kath. Jugendheimes wurde kurz das Verfahren bei der Jurysitzung geschildert und die Modelle im Einzelnen besprochen. Am Wettbewerb hatten teilgenommen: Erwin Otte (Reuth), Lutzenberger & Lutzenberger (Bad Wörishofen), Robert Weber (Grafing), Josef Sailsdorfer (Neufraunhofen), Atelier Arnold + Eichler, Heroldsberg.

Jury und Kunstkommission heben die gelungene Ausführung und Anordnung der liturgischen Ausstattung hervor. Altar, Ambo und Priestersitz befinden sich auf einer Ebene und bilden eine Diagonale, die den inneren Zusammenhang der liturgischen Orte und ihre Bedeutung herausstellen. Das gewählte Material (Auerkalk Klassik, in geschliffener Ausführung) fügt sich harmonisch in den Kirchenraum ein, besonders in der durch die Innenrenovierung gewählte Farbfassung aus der Erbauungszeit. In ihrer klaren Formsprache erhalten sie in der reich ausgestatteten Basilika Präsenz und Würde.

Der selbst anwesende Künstler Herbert Lankl erläuterte kurz sein Werk und die ihn dabei anregenden Gedanken. Er freut sich sehr, in dieser besonderen Kirche, die ihm ja von Kindheit auf vertraut ist, nun arbeiten zu dürfen.

Im Rahmen der Innenrenovierung von Langhaus und Vierung wird im Jahr 2017 zum Abschluss die Realisierung erfolgen und die Feier der Altarweihe stattfinden.

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Bilder: R.Ehrmann

"Wie Sankt Martin will ich werden ..."

E7D 4200Beim feierlichen Martinszug vom Kinderhaus – musikalisch begleitet von der Münchenreuther Bauernkapelle und mit Gedanken und Gebeten gesprochen von Markus Scharnagl – zogen die ganz Kleinen aus der Krippe bis hin zu den Schulkindern des Hortes, also die große „Familie“ des Kinderhauses St. Michael zur Basilika, um dort in der Andacht an das Leben und das große Beispiel des Hl. Martin zu erinnern.

Stadtpfarrer Thomas Vogl meinte in seiner Begrüßung: „Es ist schon viel, wenn die Erinnerung an den Heiligen Martin wach gehalten und das alte Brauchtum an seinem Festtag gepflegt wird. Es ist schon viel, wenn auch in unseren Tagen sein Beispiel nachgeahmt wird und den vielen Notleidenden hier in unserem Land und weltweit geholfen wird, weil wir bereit sind zu teilen. Es ist aber das Wichtigste, dass wir wie Martin erkennen für wen wir das letztlich tun und worin der Grund für unser Leben als Christen liegt, in Jesus Christus selbst, der uns in jedem Geringsten dieser Welt wirklich begegnet, aber auch herausfordert. Darum sind wir auch beim Martinszug hinter dem Kreuz her gegangen. Wie Martin folgen wir dem Herrn nach, wenn wir in Liebe füreinander da sind und teilen.

Die Kinder brachten dies im Spiel und ihren Liedern zum Ausdruck: „Viele Menschen gehen vorüber. Sie sehen den Bettler, doch seine Armut interessiert sie nicht. Martin hilft – er sieht nicht weg!  Er sieht die Not der Menschen. Sehen wir sie auch noch? Wie Sankt Martin will ich werden, wie Sankt Martin möchte’ ich sein. Andren Gutes tun auf Erden: Dafür bin ich nicht zu klein.“

Nach der Segnung und dem Verteilen der Martinshörnchen für die Kinder und einem kleinen Büchlein über das Leben des Heiligen und die Legenden um sein Wirken hatte der Elternbeirat noch zu Glühwein und Leberkässemmeln auf dem Basilikaplatz eingeladen.

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Bilder: R.Ehrmann

Neues Kunstwerk in unserer Basilika


E7D 4134 fusedDIESSEITS nennt sich das Werk von Raoul Kaufer, das seit einigen Tagen in unserer Basilika ausgestellt ist. Im Kern ist das Werk bloss ein weisses T-Shirt. Billigst hergestellt irgendwo im Armenhaus dieser Erde wurde es
zum alltäglichen Kleidungsstück nahezu auf der ganzen Welt, auch bei den Wohlhabenden. Ein schlichtes weisses Hemd: Symbol für die ganze Weltgemeinschaft der Menschen auf dem Globus, mit all ihren Problemen, aber dennoch in Gemeinschaft verbunden, hier sichtlich zusammengehalten in einer weiten Umarmung.

Raoul Kaufer wurde 1957 in Weidenau / Siegen geboren. 1983 Diplomabschluss des Studiums der Psycologie an der Universltät Regensburg. 1987 Staatlicher Förderpreis für junge Künstler des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, Wissenschaft und Forschung. Seit 1990 analoge und digitale Kunst(medien)/Aufträge aus Wirtschaft und Verwaltung.

 

Text: entnommen aus der Begleitbroschüre "Raoul Kaufer Diesseits"

Bild: R.Ehrmann

 

Ehejubiläumsfeier

Der Sachausschuss Ehe und Familie des Pfarrgemeinderat Waldsassen hat Paare, die 20, 25, 30, 40, 50 und mehr Jahre verheiratet sind zum 
Ehejubiläumsgottesdienst in die Basilika eingeladen.Viele Jubelpaare folgten der Einladung in Gottesdienst um diesen besonderen Anlass zu 
würdigen. Stadtpfarrer Vogl segnete im Anschluss an den Gottesdienst alle Paare einzeln. Nach dem gemeinsamen Erinnerungsfoto folgte ein Stehempfang im Jugendheim. Dort bekamen alle Jubelpaare eine kunstvoll verzierte Kerze als Erinnerung überreicht.
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Bilder: M.Scharnagl

1.900 EUR für Innenrenovierung übergeben

P10700641.900 EUR übergaben in diesen Tagen Gemeindereferentin Gertrud Hankl und Basilika-Organistin Silvia Gmeiner an Stadtpfarrer Thomas Vogl. Der Erlös stammte aus dem gemeinsamen Liederabend, den Getrud Hankl zusammen mit Silvia Gmeiner im September veranstaltete.

Bild: Georg Koch

Schülerinnen engagieren sich im Altenheim

P1070194Seit nunmehr 22 Jahren engagieren sich Schüler der Waldsassener Mittelschule in der „Sozial AG“. Insgesamt 17 Mädchen wollen auch in diese Schuljahr und wollen Stunden ihrer freien Zeit mit Senioren der beiden Alten- und Pflegeheime teilen und ihren Lebensabend etwas verschönern.
  Am Freitag stellten sich die Jugendlichen der Leiterin der sozialen Betreuung, Kathrin Dietz und Stadtpfarrer Thomas Vogl. Dazu mitgekommen waren auch Rektor Willi Prechtl und die Leiterin der Sozial-AG Lehrerin Sandy Wendt.
Rektor Willi Prechtl fand dies als eine tolle Sache, dass insgesamt 17 Mädchen aus den Klassen 8M sowie der 8. und 9. GTK sich im neuen Schuljahr zusammengefunden haben und diese schon große Tradition fortführen. Er persönlich sei erstaunt darüber, dass trotz rückläufiger Schülerzahl so eine große Anzahl an Schülerinnen zusammengekommen ist, die in sich eine soziale Ader verspüren und sich je nach Stundenplan eine und eineinhalb Stunden wöchentlich hier einbringen wollen. An die Mädchen gewandt sagte der Rektor, freue man sich seitens der Schule über dieses Engagement. Die Erfahrungen die ihr dabei sammelt, positiv wie auch vielleicht negativ, werden euch in späteren Leben etwas bringen, sagte Willi Prechtl und dankte dabei auch Lehrerin Sandy Wendt.
  Stadtpfarrer Thomas Vogl freute sich, dass diese Erfolgsgeschichte der Mittelschule weiter gut funktioniert und die gute Zusammenarbeit von Schule und Kirche dadurch zeigt. Diese Arbeit für den anderen Menschen, speziell in diesem Fall für die Seniorinnen und Senioren, sei so gesehen auch eine Art Religionsunterricht. Es werden dabei sicher verschiedene Erfahrungen gemacht, aber der Mensch lebe auch von Erfahrungen, sagte der Stadtpfarrer. Wenn man nur die Sonnenseite sehen würde, wäre dies nicht die Realität des Lebens die einen weiterbringe. Vogl dankte hier auch Kathrin Dietz hier als Bezugsperson die diese Sache betreut und das Ganze mit den Jugendlichen organisiert. Allein das positive das ich tun und erleben darf, habe schon allein Sinn für einen  persönlich. Gerade ältere Menschen freuen sich auf die Begegnung und Gespräch mit den Jungen, sagte der Stadtpfarrer und wünschte den Mädchen viel Positives bei ihrem Engagement.
  Kathrin Dietz zeigte sich zuversichtlich gegenüber den Mädchen, und meinte dass alles sicher wieder gut klappen wird und dies noch viele Jahre dieses soziale Engagement der Schülerinnen und Schüler noch anhalten möge. Auch Lehrerein Sandy Wendt freute sich über die großartige Teilnehmerzahl. Wie sie sagte wären auch einige Jungs bereit gewesen hier wieder mitzumachen, doch habe es hier mit dem Stundenplan heuer nicht geklappt.

Text & Foto: Georg Koch

Gemeindereferentin und Basilika-Organistin gestalten Liederabend

DSC 0518Die Gemeindereferentin und die Basilika-Organistin verließen am Samstag gewohntes Terrain: Von der Basilika ging's in den Raiffeisensaal, wo Gertrud Hankl als Sängerin und Silvia Gmeiner als einfühlsame und virtuose Klavierbegleiterin und -solistin einen Liederabend gestalteten. Die Interpretinnen bekamen viel Beifall. Der Erlös des Abends ist für die Innenrenovierung bestimmt - weshalb Stadtpfarrer Thomas Vogl zu Beginn des Abends in launigen Worten darauf aufmerksam machte, dass dem Beispiel von Gertrud Hankl und Silvia Gmeiner Nachahmer folgen mögen - sei es auch mit außergewöhnlichen Ideen. "Da besteht noch das ganze Jahr die Möglichkeit sich den Kopf zu zerbrechen", sagte der Stadtpfarrer und meinte danach augenzwinkernd, es könnten freilich auch ganz einfach Geld-Umschläge im Pfarrbüro abgegeben werden. "Seit zwei Wochen sind die Kirchenmaler am Werkeln", informierte Pfarrer Vogl über den aktuellen Stand; Ende 2016 dürften die Arbeiten beendet sein, ehe das Gerüst und die Verkleidung des Gerüsts im Frühjahr 2017 wieder entfernt werden. 

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Textbeitrag: Paul Zrenner - Archiv Oberpfalznet.de - Netzcode: 4733563 

Bilder: Paul Zrenner

Die vier Elemente – Kunstprojekt in der Basilika

20151011-E7D 3669Die Urelemente der sichtbaren Welt: Wasser, Erde, Feuer und Luft – in Gestalt hoch aufge­schossener Menschenwesen. Wie mächtige Säulen stehen sie da, ihr Leib aus klobigen Trommelstücken übereinander getürmt, mit scharfgezackten Fugen und in der Außenhaut tief zerfurcht, wie die Rindenhaut wetter­gegerbter Bäume. So wie die vier Elemente in der Natur ineinander greifen, so tun es auch die Farben.
Blau steht nicht nur für das Wasser oder die Luft. Der antike Dichter Pindar schwärmt auch von der „Bläue der Erde“. Und auch wir Heu­tigen kennen die blaue Erde von Bildern aus dem Weltall. Rostrot steht naturgemäß für das Feuer.
Die vier Stelen sind aus Lehm geformt, dem Urstoff in der Schöpfungsgeschichte. Diese Menschengestalten stecken größtenteils noch in Formlosigkeit, doch scheint es, als würden sie gerade das Chaos der Urmaterie abstreifen, sich verfestigen und triumphal emporsteigen. Und oben bricht sich das Menschengestaltige Bahn. Kopf, Hals und Schultern sind frei und geglättet, nicht nur im Umriss. Das Innere jedoch bleibt verschattet, keine Augen, kein Mund, kein bestimmtes Gesicht. Menschen­bilder, in ihrer verknappten Form eigentlich wieder auf die Urformen zurückverdichtet. Es sind allgemeingültige Symbolgestalten für den Menschen als Kern der Schöpfung, in welchem sich die vier Urelemente vereinen.

Text: Dr. Friedrich Fuchs

Bild: Robert Ehrmann

Erntedankgottesdienst mit dem Kath. Kinderhaus St. Michael

20151004-E7D 3616Der Familiengottesdienst am Erntedanksonntag wurde gemeinsam mit Kindern und Erzieherinnen des Kinderhauses gefeiert und von diesen mit Liedern und Fürbitten gestaltet.

Die Geschichte vom „Brot der Hoffnung“, das in schweren Zeiten immer wieder weitergegeben wurde, um die Not anderer zu lindern, und so wieder zum ersten Geber zurück kehrte, wurde am Schluss des Gottesdienstes umgesetzt. Zwei syrischen Brüdern, die seit dem Sommer in Waldsassen leben, wurde von Kindern Brot als Zeichen des Willkommens und der Freundschaft geschenkt.

Auch mit der Minibrotaktion des Pfarrgemeinderates, bei der die Heimatpfarrei von Pfarrvikar P. Marianus in Indien unterstützt wurde, sollte ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden. Denn Danken und Denken gehören zusammen.

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Bilder: R.Ehrmann

Pfarrausflug nach Seligenthal

CIMG4602Der Pfarrausflug führte die kath. Pfarrgemeinde zum Kloster Seligenthal in Landshut. Vor 150 Jahren wurde von dort aus das Kloster in Waldsassen
wiederbesiedelt. Dort gab es zunächst ein herzliches Wiedersehen mit Sr. Anuntiata, die 40 Jahre lang in Waldsassen tätig war. Die Klosterführung mit Sr. Fidelis begann bei den Anfängen der Abtei in der Afra-Kapelle und zeigte über den Kreuzgang bis zur barocken Abteikirche die weitere Entwicklung bis zur heutigen Zeit. Die Bildung von Kindern und Jugendlichen ist eineHauptaufgabe der Abtei. Abschließend wurde mit Stadtpfarrer Thomas Vogl Gottesdienst in der Abteikirche gefeiert.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte ein kurzweiliger Stadtspaziergang durch Landshut, der neben der Geschichte der berühmte Landshuter Hochzeit natürlich auch eine Besichtigung der Basilika St. Martin mit dem höchsten Backsteinturm der Welt beinhaltet. Am Spätnachmittag kehrte die Gruppe in der Burgschänke auf der Burg Trausnitz zur Stärkung ein. Ein Teil der Gruppe nutzte das Angebot einer Burgbesichtigung, bevor es dann gemeinsam zurück nach Waldsassen ging.

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Bilder & Bericht: G.Koch

9. Wallfahrt zum Geschändeten Heiland

E7D 3288Seit über sechs Jahrzehnten wird der „Heiland ohne Arme “ als Gnadenbild in der Basilika verehrt. Das Fest „Kreuzerhöhung“ ist seit einigen Jahren ein gegebener Anlass für die Pfarrei den geschändeten Heiland mit einer innerörtlichen Sternwallfahrt und festlichem Gottesdienst in besonderer Weise zu verehren.
Stadtpfarrer Thomas Vogl freute sich dieser neunten Sternwallfahrt als Hauptzelebranten und Festprediger den ehemaligen Passauer Bischof em. Wilhelm Schraml aus dem Herzen Bayern Altötting im Herzen des Stiftlandes – in der Basilika Waldsassen begrüßen zu können. Bischof em Wilhelm Schraml bedankte sich seinerseits für die Einladung und sagte, dass ihm Waldsassen immer in guter Erinnerung sei, insbesondere denke er gerne zurück an die letzte Orgelweihe.
Bischof em Wilhelm Schraml stellte die Lesungsworte vom Schreiben des Heiligen Paulus über „Jesus Christus als den Gekreuzigten“ an die Christen von Korinth mit in den Mittelpunkt seiner Predigt. Die Botschaft vom Kreuz, sei genau das, was die Welt nicht hören will. Paulus muss vom gekreuzigten reden, weil das Christentum in seinem innersten Kern keine Weltanschauung ist, sondern die Person gewordene Liebe Gottes zu uns Menschen, sagte der Prediger. Diese unendliche Liebe Gottes hat sich im Leiden und Sterben des Gottessohnes am Kreuz offenbart. Dort am Kreuz hat der Herr den Schuldschein unserer Sünden mit seinem Blut durchgestrichen, blicken wir auf das „Haupt voll Wunden , voll Schmerz und voller Hohn“. Da ist ein Mensch – und alle Not von bitterer Einsamkeit, von Demütigung und Schändung, spricht uns aus ihm an, sagte Bischof em Wilhelm Schraml hinweisen auf das geschmückte Kreuz mit dem „geschändeten Heiland“. Schauen wir auf diesen, sagte Schraml, das ist sein Gesicht – und in seiner Not und Entstellung hat er längst das unsrige erfasst, das Gesicht eines jeden Menschen. Sind wir nicht all Ausgelieferte, preisgegeben an menschlicher Willkür und Bosheit, an Ohnmacht des Erleidens und den frivolen Hohn solcher, die mit dem Menschen ihr böses Spiel treiben, fragte der Bischof und sagte, dass sich immer und immer wieder sich der Vorgang des leidenden und sterbenden Jesu so wiederhole. Da lauf einem jemand über den Weg der einen reizt, vielleicht anders spricht als wir, als man selber zu denken gewohnt ist, eine andere Weltanschauung oder anderer gesellschaftliche und politischer Überzeugung ist, lebt als Asylant oder Flüchtling in unserer Nachbarschaft. Wie reagieren wir, wir schieben ihn ab in das Getto sogenannter Randgruppen der Gesellschaft, machen ihn zum Aussenseiter. Menschen werden maßlos böse, wenn sie die Liebe in sich nicht einlassen, sagte der Prediger. Der lieblose Mensch suche sich ein Gegenüber, dem er seine angebliche Überlegenheit zeigen und an dem erbarmungslos seinen Egoismus entfalten kann. Der gekreuzigte Herr, dem man die Arme abgeschlagen und an den Schlagbaum gehängt wurde, schaut uns an und sagt uns „Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein“, sagte Bischof em Wilhelm Schraml seine Predigt mit den Worten aus dem Matthäus-Evangelium abschließend.
Am Schluss des Festgottesdienst, musikalisch gestaltet vom Basilikachor, Solisten und Orchester mit der Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart unter Leitung von Kirchenmusiker Andreas Sagstetter, gratulierte Stadtpfarrer Thomas Vogl mit einem Blumenstrauß den Bischof Schraml noch nachträglich unter Applaus der Gottesdienstbesucher zu seinem 80. Geburtstag. Der Bischof bedankte sich seinerseits bei den zahlreichen Gläubigen für die würdevolle Mitfeier des Gottesdienstes und dem Chor wunderschöne musikalische Gestaltung.
In einer Sternwallfahrt zogen die Katholischen Verbände Kolping, KAB und Katholischer Frauenbund zum Festgottesdienst mit Bischof em Wilhelm Schraml zur Basilika

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Text: G.Koch

Bilder: R.Ehrmann, G.Koch