Kirchenaustritte: Offene Leitung des Bistums

Das Bistum Regensburg richtet anlässlich der bekanntgegebenen Austrittszahlen einen Telefondienst für Verärgerte oder Ausgetretene ein. Unter den Telefonnummern 0151/57818237  und 01573/4878428 ist mindestens einer der beiden Priester des Bistums, Johann Ammer oder Manfred Strigl, im Juli und August zwischen 9:00 und 20:00 Uhr fast durchgängig zu erreichen. Dekan Johann Ammer ist Pfarrer in Pilsting und Sekretär des Priesterrats der Diözese: „Ich veröffentlichte bereits im vergangenen Jahr meine Mobilnummer, einfach, um die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch zu öffnen. 120 Menschen meldeten sich mit ganz unterschiedlichen Themen. Manche wollten sich Luft machen, erzählen, was sie an der Kirche geärgert hat. Andere waren enttäuscht, andere waren nicht einverstanden mit der Kirchturmpolitik oder kircheninternen Vorgängen. Ich bin noch heute für jedes Gespräch dankbar.“

Manfred Strigl ist Regionaldekan von Weiden und leitet das Exerzitienhaus Johannisthal: „Die Kirchenaustritte sind eine bittere Wirklichkeit, die wir sehen und annehmen müssen. Um zuzuhören, um ein Gesicht zu zeigen, um Rede und Antwort zu stehen und um nicht einfach zur Tagesordnung zurückzukehren: Deshalb bitte ich um das Gespräch und deshalb veröffentliche ich hier meine Handynummer.

„Ich bin gehalten“ Firmung in der Basilika Waldsassen

E7D 8570Am Freitag, 15. Juli 2016, feierte Domkapitular Msgr. Thomas Pinzer zusammen mit Stadtpfarrer Thomas Vogl, Pfarrvikar P. Marianus und Gemeindereferentin Gertrud Hankl den Firmgottesdienst in der Basilika, bei dem 63 jungen Christen der Pfarrei Waldsassen das Sakrament der Firmung gespendet wurde.

Die Predigt leiteten zwei Firmlinge mit einem kleinen Anspiel ein und unterhielten sich zu den Dingen, die vor dem Altar lagen: Kletterseil, Karabinerhaken, Helm. Was denn das bedeuten solle, fragten sie dann Gemeindereferentin Gertrud Hankl, die ihnen auch auf die Sprünge half. Diese Dinge sind beim Klettern eine wichtige Hilfe, geben Sicherheit und Halt. Man kann sich damit schützen und wenn man in der Gruppe geht, kann einer dem anderen damit helfen. Dazu braucht es aber auch das gegenseitige Vertrauen und dass man sich auf den anderen verlassen kann.

Und was das alles mit der Firmung zu tun hat, das erläuterte dann Domkapitular Tom Pinzer in ganz anschaulicher und lockerer Weise mit einem kleinen Geschenk für jeden Firmling, einem kleine Karabinerhaken und der darauf angebrachten Aufschrift „Ich bin gehalten.“ Firmung bedeutet ja Stärkung, - meinte der Firmspender weiter,  Stärkung und Vergewisserung des Glaubens, dass ich von Gott gehalten bin, dass ich ihm ganz und gar vertrauen kann. Was auch immer ich als Mensch tue, ja selbst wenn ich Gott vergesse, so bleibt er mit seinem Versprechen immer da, dass er mich hält und für mich da ist. Daran soll euch dieser kleiner Haken weiter über den Tag der Firmung hinaus erinnern und so sollt ihr heute durch die Gabe des Heiligen Geistes euch gehalten und getragen wissen von Gott.

Nach Absage und Glaubensbekenntnis erbat Domkapitular Pinzer die Gaben des Heiligen Geistes für die Firmlinge, bevor er jedem einzeln durch Handauflegung und Salbung mit Chrisam das Sakrament der Firmung spendete und sie dadurch zu „Vollblutchristen“, wie er meinte, wurden.

Am Ende des Firmgottesdienstes dankten zwei Neugefirmte dem Firmspender für sein Kommen und überreichten eine Zoiglbrotzeit kleines Präsent. Stadtpfarrer Thomas Vogl schloss sich dem Dank an und sagte vor allem Gemeindereferentin Gertrud Hankl für die gesamte Firmvorbereitung und die Gestaltung des Gottesdienstes ein herzliches Vergelt’s Gott, ebenso allen Tischmüttern, Projektleiterinnen, Lektoren und Lektorinnen aus den Reihen der Firmlinge und Herrn KMD Andreas Sagstetter für die musikalische Gestaltung.

Nach dem Auszug stellten sich alle mit dem Firmspender zum gemeinsamen Gruppenbild vor dem Hochaltar und erhielten aus seiner Hand das Erinnerungsgeschenk sowie die Firmzeitung über die Vorbereitungszeit. Am Samstag gestalteten die Firmlinge den Vorabendgottesdienst als Dankmesse für die Firmung.

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Bilder: R.Ehrmann

"Menschenfischer-News" - Firmlinge gestalten Firmzeitung

firmzeitungZum Abschluss der Firmvorbereitung gestalteten 5 Firmkinder unter der Leitung von Robert Ehrmann eine Firmzeitung. Auf insgesamt 6 Seiten werden in kurzen Artikeln die einzelnen Firmprojekte vorgestellt. Ferner kommen der Firmspender Domkapitular Thomas Pinzer, Stadtpfarrer Thomas Vogl und Gemeindereferentin Gertrud Hankl zu Wort. Ein umfangreicher Bildteil wurde ebenfalls mit integriert.

Die "Menschenfischer-News" werden morgen während des Firmgottesdienstes an die Firmlinge und deren Paten kostenlos verteilt.

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Pfarrfest und Sommerfest des Kath. Kinderhauses im Pfarrgarten

E7D 8000Zum traditionellen Pfarrfest hatte am vergangenen Sonntag der Sachausschuss "Feste feiern" des Pfarrgemeinderates in den Pfarrgarten eingeladen. Bei idealem Sommerwetter sind dieser Einladung sehr viele Pfarrangehörige mit deren Familien sowie Gäste aus nah und fern gefolgt.

Zum Festauftakt gab es wie in den Jahren zuvor erneut ein leckeres Mittagessen, das von der Metzgerei Friedl zubereitet wurde. Ferner gab es Bratwürste und Grillfleisch vom Grill. In den Nachmittagstunden liesen sich die Gäste Kaffee und selbstgemachte Kuchen vom reichenhaltigen Kuchenbuffett schmecken.

Auch das Kath. Kinderhaus war wieder mit von der Partie. Unter dem Titel "Mit dem Hasen Felix die Welt entdecken" luden die Kinder zu einer bunten Weltreise ein. Die Zuschauer reisten mit ihnen und dem kleinen Hasen Felix in die verschiedensten Länder, lernten deren Kultur und Sehenswürdigkeiten kennen und freuten sich über viele lustige und rhythmische Auftritte. Am Ende der knapp einstündigen Aufführung ernteten die kleinen Darsteller sehr viel Applaus.

Ferner standen für die Kinder eine Hüpfburg bereit. Auch Zauberer Wobby kam auf einen Besuch vorbei und erfreute mit seinen lustigen Modellier-Luftballons die kleinen Besucher. Wer wollte, konnte sich bei den angebotenen Baustellenführungen über den Fortschritt der Innensanierung informieren und das Baugerüst besteigen. 

Ein großes und herzliches Dankeschön gilt dem Pfarrgemeiderat, den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie dem Elternbeirat, den Kindern und dem Team des Kinderhauses, die alle zu diesem gelungenen Festtag beigetragen haben.

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Motorradfahrergottesdienst in der Basilika mit P. Otto Grillmeier

20160605- DS78332 Kopie 1Am Sonntag, 5. Juni 2016, konnte Stadtpfarrer Thomas Vogl als Hauptzelebranten und Prediger zum Motorradfahrergottesdienst den aus Kondrau stammenden und nun in der Benediktiner-Abtei Muri-Gries in Bozen/Südtirol lebenden P. Otto Grillmeier begrüßen. „Er ist einer von euch und einer von uns aus der Pfarrei.“ – so verwies Pfarrer Vogl gleich zu Beginn des Gottesdienstes auf die Besonderheit, dass P. Otto selbst Biker ist und somit aus wirklicher Erfahrung sprechen kann. Weiter begrüßte Pfarrer Vogl die Mitglieder des Motorradclubs Waldsassen, die das Treffen wieder organisiert hatten, die Band „exit“ aus Neustadt an der Waldnaab, die mit rockiger Kirchenmusik den Gottesdienst gestalteten und die vielen Biker und Freunde dieses Gottesdienstes, so dass auch heuer wieder Basilika bis auf den letzten Platz gefüllt war und noch manche gleichsam als „Zaungäste“ auf dem Basilikaplatz draußen waren.  

In seiner Predigt erzählte P. Otto, dass er beim Eintritt ins Kloster das Motorrad einfach mal mitnahm – „für alle Fälle, man weiß ja nie, wann es Zeit ist aufzubrechen und loszuziehen. Jedenfalls war es wohl auch ein Festhalten an einer gewissen Freiheit: ich könnte ja, wenn ich wollte, einfach mal los, einfach auf und davon fahren.“ P. Otto schlug damit die Brücke zu einem Leitthema des Glaubens, denn wenn der Mensch sich auf Gott einlässt, dann kommt das Leben in Bewegung, kommt es in Fahrt. Im Evangelium des Sonntags mit der Auferweckung des Jünglings von Naïn kommt das ja auch zum Ausdruck, weniger in der Auferweckung des Toten, als in der Begegnung Jesu mit seiner Mutter, einer Witwe. Die Gegensätze dieser Begegnung, Leben und Tod, Trauer und Freude, fordern heraus, schaffen aber auch neues Leben. Auch in vielen alltäglichen Begegnungen ist das so und doch tragen sie immer die Chance zu Neuem in sich, erst recht wenn sie mit Jesus und seinem Wort verbunden werden, wenn wir Begegnung mit ihm im Gottesdienst feiern. „Bezaubernd kann das sein. Vielleicht heißt deshalb die Stadt, in der sich das Wunder des neu geschenkten Lebens zugetragen hat, Naïn. Denn „Naïn“ ist das arabische Wort für bezaubernd.“ – so P. Otto zum Abschluss seiner Predigt.

Nach dem Gottesdienst und der Segnung der Motorräder auf dem Basilikaplatz schloss sich traiditionell die Rundfahrt über Neualbenreuth an. Auf dem Neukauf-Parkplatz klang noch bei gutem Wetter das Treffen gemütlich aus

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Bilder: H. Setzer - MC Waldsassen

Die Feier des Fronleichnamsfestes in Waldsassen – Gott kommt entgegen!

047Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Basilika begann der Festtag, der mit der Prozession durch die Stadt und den vier Altären mit der Verkündigung des Evangeliums, Lobpreis, Bitte und Segen begangen wurde. Die Verbände gestalteten wieder die Altäre und Blumenteppiche, Kinder und Eltern des Kinderhauses St. Michael nahmen ebenso wie die Erstkommunionkinder und Firmlinge an der Prozession teil. Die ganze Vielfalt des kirchlichen und öffentlichen Lebens zeigte sich im Glauben an die Gegenwart Jesus im Sakrament des Altares verbunden.

In seiner Ansprache am 4. Altar vor der Basilika verwies Stadtpfarrer Thomas Vogl darauf, dass wegen der Fassadeneinrüstung manche Besucher nach dem Eingang in die Basilika fragen und danach suchen. „Empfinden das nicht auch manchmal Menschen im Kontakt mit der Kirche sowohl als Institution als auch als Gemeinschaft der Glaubenden. Bin ich da willkommen, passe ich dazu? – fragen manche. Das heutige Fronleichnamsfest antwortet darauf. Mit der Prozession will die Kirche ja nicht nur ihren Glauben an die Gegenwart Jesu im Sakrament des Altares zeigen und nach außen hin bekennen, sondern auch das Entgegenkommen Gottes zum Ausdruck bringen. Gott macht sie auf den Weg zu den Menschen. Er geht allen entgegen und geht mit. So zeigt und führt er auch den Weg zu ihm und der Gemeinschaft mit ihm im Gottesdienst.

In seinem Sohn hat er das auf besondere Weise gezeigt: er ist Mensch geworden und er ist für die Menschen da. Das heutige Evangelium erzählt davon. Leider lässt die Leseordnung für den Gottesdienst da etwas Wichtiges aus. Als die vielen Menschen zu ihm kommen, empfing er sie freundlich (Lk 9,11), heißt es da eigens. In dieser entgegenkommenden Haltung  redet er zu ihnen vom Reich Gottes und heilt alle, die seine Hilfe brauchen. Weil er immer den Menschen gesehen hat, wird das Wort des Pilatus bei der Verurteilung Jesu „Seht, da ist der Mensch!“ zutiefst wahr. Jeder Mensch ist im Menschgewordenen Sohn Gottes präsent und angenommen. Gottes Entgegenkommen ist darin am Größten.

Und das soll nicht verstellt oder klein gemacht werden. Als die Jünger so praktisch, aber auch bequem die Menschen wegschicken wollen – es ist auch heute noch so – nimmt Jesus sie in die Verantwortung: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Es ist gar nicht in erster Linie eine Aufgabe – so wichtig und notwendig sie ist -, ondern eine Haltung. Wie der Herr sollen auch wir den Menschen entgegenkommend begegnen und für sie da sein. Was wir heute rituell und feierlich begangen haben, muss existentiell und alltäglich weitergehen: menschenfreundlich und entgegenkommend wie der Herr selbst.

Das ist kein leichter Weg, er fordert, mehr als einem oft lieb ist. Doch wir brauchen ihn nicht alleine zu gehen und werden gestärkt durch ihn, dem Brot des Lebens und den Segen des Himmels.“

Nach der Bayernhymne auf dem Basilikaplatz wurde zum Te Deum und feierlichen Schlusssegen in die Basilika gezogen. Traditionell klang der festliche Vormittag mit dem Gartenfest der Stadtkapelle aus.

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Bilder: R.Ehrmann

Erstkommunion 2016 - Leuchtende Augen sehen mehr

E7D 647132 Kinder der Pfarrei feierten am Sonntag vor Christi Himmelfahrt ihre Erstkommunion in der Basilika. Gemeinsam mit ihren Eltern zogen durch das festliche Spalier auf dem Basilikaplatz zum Gottesdienst.

Stadtpfarrer Thomas Vogl meinte in seiner Predigt: „Wenn ihr euch heute sehen könntet! Nicht, weil ihr ein besonderes Gewand anhabt, sondern weil eure Augen heute anders. Sie sind offener und neugieriger als sonst. Eure Augen leuchten. Leuchtende Augen sehen mehr und zeigen, was im Herzen eines Menschen ist. Im Evangelium hörten wir, dass die Emmausjünger wie blind waren und Jesus, der mit ihnen ging, nicht erkannten. Aber Jesus öffnete ihnen die Augen, indem er ihnen die Schrift erklärte und besonders als er das Brot mit ihnen brach. Ihr seid auch den Weg der Erstkommunionvorbereitung gegangen und viele haben euch dabei begleitet und geholfen, Jesus besser kennenzulernen und zu erkennen. So sehen eure Augen nicht nur eine Kerze, sondern dass ihr Licht Jesus selbst für dich sein will. Ihr seht nicht nur ein Buch, aus dem vorgelesen wird, sondern dass Jesus selbst zu uns spricht, wenn sein Wort verkündet wird. Und eure leuchtenden Augen sehen auf dem Altar nicht nur Brot und Wein, sondern dass sie Leib und Blut Jesu sind, seine ganze Liebe, nicht nur Essen, sondern wirklich Lebens-Mittel, denn Jesus will uns Leben in Fülle schenken.“

Am Ende der Predigt wandte sich Stadtpfarrer Thomas Vogl auch eigens an die Eltern, dass sie ihre Kinder immer mit leuchtenden Augen anschauen sollen, mit Augen, die ihnen sagen, wie lieb und kostbar sie für sie sind und was auch immer sein, nie diese Liebe vergeht. „Bewahren uns wir gemeinsam leuchtende Augen, indem wir miteinander weitergehen auf dem Weg, auf dem Jesus mit uns geht, uns sein Wort sagt und das Brot bricht!“

Zur Erneuerung des Taufversprechens entzündeten die Kinder ihre Erstkommunionkerzen mit Licht der Osterkerze und bekannten ihren Glauben. Ebenso waren sie dann zum Kommunionempfang um den Altar versammelt, wo sie „mit leuchtenden Augen“ den Leib Christi empfingen.

Der Chor der Grundschule unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter gestalteten den Gottesdienst musikalisch,

Am Nachmittag versammelten sich die Kinder mit ihren Eltern und Angehörigen noch einmal in der Basilika zur Dankandacht und zum gemeinsamen Gruppenfoto. Die Tischmütter erhielten als kleines Zeichen der Dankbarkeit für ihren Einsatz von der Gemeindereferentin, Frau Gertrud Hankl, eine Rose. 

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Sanierungen der Basilika – einst und jetzt

E7D 6428Der sehr gut besuchte Vortrag am Donnerstag, 28. April,  im Großen Saal des Kath. Jugendheimes gliederte sich in zwei Teile. Zunächst referierte der Kunsthistoriker, Herr Adolf Mörtl, die Baugeschichte und die folgenden Sanierungenphasen, die in der Mitte des 18. Jh., über mehrere Jahrzehnte im 19. Jahrhundert und schließlich die vielen älteren Waldsassenern noch bekannte letzte Innenrenovierung 1956-1958. Obwohl vielfach bei der ehemaligen Klosterkirche von einer Dientzenhoferkirche gesprochen wird, kann diese Bezeichnung so nicht gelten, da nicht nur Umplanungen, sondern zusammen mit dem Stuckateur Giovannin Battista Carlone und dem Maler Johann Jakob Steinfels ein gänzlich anderer Charakter des Kirchenraumes entstand, den man in der Kunstgeschichte mit der Unterscheidung bzw. Entwicklung vom Architekturstuck zum Freskenstuck bezeichnet. Dekorative Ausstattung und Bildprogramme bilden eine Einheit und gaben so der Kirche das heutige Aussehen. Waldsassen ist ein erstes bedeutendes Beispiel, dass mit der Darstellung der Gründungslegende im Chorraum die Historie Einzug in den Kirchenraum hält. Dies war vorher so nicht der Fall und wird schließlich zu einem Kennzeichen des Barock. Bei allen Renovierungen hatte man sich das überkommene Farbkonzept aus der Erbauungszeit gehalten, aber bereits in der Barockzeit schon mit intensiveren Farbgebungen. Erst die letzte Innenrenovierung schuf mit der Weißfassung eine neue Situation.

Im zweiten Teil des Vortragabends stelle die restauratorische Fachbauleitung aus Bamberg die aktuelle Maßnahme vor.  Der Leiter des Büros, Herr Spitzner und dessen Mitarbeiter, Herr Kristen, zeigten anhand von Bilder die Schritte im Arbeitsprozess vor und zeigten dabei sowohl Befunduntersuchungen zu den verschiedenen Fassungen, als Vergleiche zwischen gereinigten Fresken und dem vorherigen Bestand. Beeindruckend waren die Darstellung eines größeren Schadens im Kuppelfresko und dessen restauratorische Behebung. Zum Verlauf der Maßnahme wurde verwiesen, dass die aktuellen Gewerke alle im Zeitplan sind und somit die Basilika an Ostern 2017 gerüstfrei sein wird. Lediglich die hinteren Seitenaltäre müssten vielleicht noch eingerüstet bleiben, da die Maßnahmen für die Ausstattung ein wenig in Verzug sind.

Stadtpfarrer Thomas Vogl bedankte sich bei den Referenten mit „Basilika…“ und verwies die Zuhörer auf den sehr interessanten Band aus der Reihe der Regensburger Bistumsgeschichte, der zum 300-jährigen Weihejubiläum der Basilika im Jahr 2004 erschienen ist. Dieser kann für 10,00 Euro im Pfarrbüro erworben werden.

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Chorraum der Basilika erstrahlt in neuem Glanz

Basilika-Waldsassen - der sanierte ChorraumDie Aufnahmen des neu renovierten Chorraumes sollen zur „Halbzeit“ der aktuellen Maßnahme in Langhaus und Vierung ein wenig die Wartezeit verkürzen.

Die Bilder zeigen die neue Farbgestaltung, die das ursprüngliche Konzept aus der Erbauungszeit der Kirche entsprechend den Befunduntersuchungen wiedergibt. Ebenso werden jetzt die Raumschale des Langhauses und der Vierung bearbeitet.

>>> zu den Fotos

 

 

Jubelkommunion 2016

Die Pfarrgemeinde hatte am Weißen Sonntag wieder zur Jubelkommunionfeier in die Basilika eingeladen. Eine stattliche Zahl ehemaliger Erstkommunikanten der Pfarrei, die vor 60, 50 und 40 Jahren die erste Hl. Kommunion empfingen, waren zum Pfarrgottesdienst in die Basilika gekommen und stellten sich anschließend zu den Gruppenfotos vor dem Hochaltar auf.

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Osternachtfeier in der Stiftsbasilika

E7D 6138Im Dunkel der Basilika erwarteten die Gläubigen das Kommen des Osterlichtes. Vom gesegneten Osterfeuer aus brachte es die Osterkerze in die Basilika und verteilte sich nach dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi – Deo gratias!“ an alle Gläubigen, die im Schein der Kerzen das Exsultet hörten und mit einem gemeinsamen Lied dankbar begrüßten.

So wurde Nachtwache gehalten mit den Lesungen der Schöpfungsgeschichte, dem Auszug aus dem roten Meer und der Verheißung des Propheten Jesaja, wer mit Gott in Beziehung ist, auf sein Wort hört, leben wird. Nach den Wochen der Fastenzeit wurde nach der neutestamentlichen Lesung das Halleluja erstmals wieder mit großer Freude gesungen, der Freude der Osterbotschaft, die im Evangelium verkündet wurde. „Christ ist erstanden“ – das  Osterlied der Gemeinde bekräftige noch einmal, was gerade verkündet wurde.

E7D 6171„Wenn man auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird, dann ist das ernüchternd und enttäuschend.“ – Mit dieser Erfahrung, die früher und später jeder auf seine Weise machen muss, schlug Stadtpfarrer Thomas Vogl in seiner Predigt die Brücke zurück zum Karfreitag, der die Jünger auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Denn die Hohenpriester und Pilatus haben das Sagen und nicht Jesus. „Die Hoffnung der Jünger auf einen Messias, der Veränderung bringt, wurde zunichte gemacht. Der Tod Jesu hat sie nicht nur auf den Boden Tatsachen zurückgeholt, sondern den Boden unter den Füßen weggezogen. Auch die Botschaft der Frauen am Ostermorgen kann daran nicht wirklich etwas ändern. Nur voll Verwunderung über das, was geschehen war, geht Petrus vom Grab wieder nach Hause.

Die Osternacht holt uns jedes Jahr auf den Boden der Tatsachen zurück. Nicht derer, die wir oft so schrecklich vor Augen haben, sondern der Tatsachen Gottes, wie sie auch die Texte der Osternacht verkünden: Die Welt und die Menschen sind gut – so sagt es die Schöpfungsgeschichte. Gott rettet und befreit aus allem, was Menschen versklavt und unterdrückt – der Exodus des Volkes Israel einst, ist auch heute der Wille Gottes für den Menschen. Er soll frei sein. Die Botschaft der Propheten erinnert daran, dass der Mensch in der Beziehung mit Gott die Fülle des Lebens findet. So können wir als neue Menschen leben, sagt der Apostel Paulus, weil wir durch die Taufe mit Christus die Sünde begraben ist und der Mensch leben darf mit Gott. Ostern heißt darum, die Welt und die Menschen auf den Boden der Tatsachen Gottes zurückholen. Es beginnt mit der „Verwunderung“ des Petrus, dass eben die Osterbotschaft nicht als Geschwätz abgetan, sondern ihr nach und nach immer mehr vertraut und sie dann auch verkündet wird. Die Eltern des Täuflings der Osternacht schaffen für ihren Sohn Anton mit der Bitte um die Taufe die Tatsache, dass sein Leben sich mit der Ewigkeit Gottes untrennbar verbindet. Und gerade in diesem Heiligen Jahr der Barmherzigkeit gilt es, die größte und schönste Tatsache Gottes, sein reiches Erbarmen zu leben. Gott hat den Anfang gemacht, die Frauen und Jünger verkündeten die Osterbotschaft und uns ist sie anvertraut und aufgegeben, damit wir und diese Welt diesen guten Grund hat, auf dem wir stehen können für Zeit und Ewigkeit.“

In der Tauffeier wurde das Kind Anton Fortelny in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Ebenso erneuerten alle Gläubigen ihr Taufversprechen, zu dem dann das Osterwasser über die Gläubigen in der Basilika verteilt wurde.

Nach der Eucharistiefeier und Segnung der Osterspeisen wünschten die Mitarbeiter der Pfarrei allen Mitfeiernden frohe und gesegnete Ostern und verteilten auf dem Basilikaplatz, wo das Osterfeuer noch brannte und wie jedes Jahr von der Jugendfeuerwehr Waldsassen vorbereitet und während der Liturgie beaufsichtigt wurde, kleine gesegnete Osterbrote an alle Mitfeiernden. In den Gesichtern der Mitfeiernden war die Osterfreude sichtbar. Der Wunsch „Frohe Ostern!“ ist wahr geworden durch die Botschaft der Osternacht und die heiligen Zeichen der Osterliturgie.

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Karfreitag in der Basilika

IMG 2774Mit dem Kreuzweg am Vormittag und der Feier der Karfreitagsliturgie zur Todesstunde des Herrn feierte die Pfarrgemeinde das Geheimnis des Karfreitags. Nach dem Einzug und Gebet in Stille stand zunächst das Hören auf das Wort Gottes, besonders der Johannespassion im Mittelpunkt.

In seiner Predigt lenkte Stadtpfarrer Thomas Vogl den Blick auf die „14 Stationen“ des Künstlers Nikodemus Löffler, der aus einem Eichenstamm 14 Tafeln geschnitten und sie unter diesem Titel als zeitgenössischen Kreuzweg gestaltet hat. Schon das Material verweist auf das, was gerade am Karfreitag besungen wird: „Ecce lignum crucis – Seht das Holz des Kreuzes.“ Das Kreuz als Baum des Lebens ersetzt den Baum des Paradieses, an dem Adam und Eva die Konsequenz menschlicher Freiheit erfahren mussten. Christus, als der neue Adam macht das Kreuz zum Baum des Lebens und zeigt das Modell wahrer Freiheit: im Annehmen der eigenen Grenzen, im Annehmen des Todes ermöglicht und verwandelt sich Leben.

Besonders verwies Stadtpfarrer Vogl auf die 12. Station, deren Tafel der Künstler bewusst wählte. Entgegen der anderen ist sie fast ganz geschlossen, ohne die Risse, Sprünge und Kerben. Hier ist Kon-zentration im wahrsten Sinne des Wortes. Im Sterben Jesu findet alles zur Mitte und vollendet sich. „Es ist vollbracht.“- ist das Wort Jesu am Kreuz. Ist das nicht auch Hoffnung und Sehnsucht für unser Sterben?

„Am kostbarsten aber“, so Pfarrer Vogl zum Schluss, „ist für mich das, was auf den ersten Blick nicht zu sehen ist und nur bei genauem Betrachten auffällt: Die Jahresringe des Baumes. Nein, nicht des Baumes, sondern der beiden Bäume, die es ursprünglich waren und dann ineinander gewachsen sind. Theologisch kann man es als Bild Jesus sehen, der wahrer Mensch und wahrer Gott war und so als Hoherpriester, der wirklich mit unserer Schwäche mitfühlen konnte – wie es im Hebräerbrief heißt, uns vom Tod retten und erlösen konnte. Man konnte es aber auch auf uns selbst hin sehen, dass wir eins werden sollen mit dem Gekreuzigten, im Leben, im Vertrauen auf Gott, mit den Kreuzen, die auch wir zu tragen haben. Die Kraft des Kreuzes und der Segen des Gekreuzigten erwachsen aus diesem eins werden. Darum verehren wir das Kreuz und schauen auf, der alle Stationen unseres Lebens trägt und in die Freiheit führt. Eine Freiheit, die auch uns dann sagen lässt: Es ist vollbracht. Es ist gut. Es ist Frieden.“

Nach den großen Karfreitagsfürbitten wurde das Kreuz feierlich in die Mitte der Gemeinde getragen und dreimal enthüllt und erhoben. Die Priester, die große Zahl der Ministranten und alle Mitfeiernden der Liturgie verehrten das Kreuz und legten dazu auch Blumen vor dem Kreuz nieder.

Traditionell klingt der Karfreitag in Waldsassen am Abend mit der sog. „Grabmusik“ des Basilikachores aus. Motetten zur Passion und Meditationen gesprochen von Stadtpfarrer Thomas Vogl betrachten noch einmal das Geschehen des Karfreitags und führten in die Stille der Grabesruhe des Herrn.

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Bilder: M.Demmer

Gründonnerstag – Beginn des österlichen Triduums

E7D 6059Das österliche Triduum von Gründonnerstag, Karfreitag und der Osternacht wurde in der Pfarrei Waldsassen mit der Feier des Letzten Abendmahles in der Basilika eröffnet.

Stadtpfarrer Thomas Vogl begrüßte alle Gläubigen, besonders die Erstkommunionkinder, und verwies auf diese Nacht, die ihr Dunkel auch über den kommenden Tag mit dem Leiden und Sterben des Herrn breitet. Und doch sind dieses Dunkel und damit die vielen dunklen Stunden menschlichen Leides vom Licht der Liebe und Hingabe Jesu in den Zeichen von Brot und Wein her erhellt.

Pfarrvikar P. Marianus wies in seiner Predigt auf die grenzenlose Liebe Jesu hin, die sich sowohl im Mahl als auch in der Fußwaschung zeigt. Diese Liebe, die der Herr erweist, verlangt nach Konsequenzen. Aus der tiefen, geradezu intimen Begegnung mit Jesus, können wir seine Liebe weiterschenken.

Der Ritus der Fußwaschung, der in diesem Jahr durch die offizielle Zulassung von Frauen durch Papst Franziskus auch in den Medien besondere Aufmerksamkeit gefunden hat, ist ein ganz wesentlicher Teil der Feier. Neben verdienten Pfarrangehörigen, die seit vielen Jahren schon an diesem Ritus teilnehmen, waren es heuer Vertreter der Jugend, Lena Friedl (KLJB Kondrau) und Dominik Boll (Ministranten), Vertreter von Einsatzkräften, Dr.  Wolfgang Fortelny (Notarzt) und Ehrenkommandant der FFW Waldsassen Hermann Müller, außerdem der Integrationsbeauftragte der Stadt Waldsassen, Markus Scharnagl, sowie Frau Kathrin Dietz von den beiden Altenheimen und Frau Ingrid Vogl aus dem Kreis der Kirchenputzerinnen. Sie allen standen stellvertretend für die vielen engagierten Menschen im Dienst an Menschen, in Kirche und Gesellschaft.

Nach der Kommunionfeier, bei der die Gläubigen zum Empfang von Leib und Blut Christi eingeladen waren, wurde das Allerheiligste in die Anbetungskapelle übertragen. Bei der Ölbergwache im Chorraum der Basilika stand die Figur des am Ölberg betenden Herrn aus der Ölbergkapelle an der Karolinenstraße zur Betrachtung im Mittelpunkt. Mit den Worten des Liedes „Hört das Lied der finstern Nacht, Nacht voll Sünde und voll Not.“ aus dem Gotteslob lud Stadtpfarrer Thomas Vogl die Gläubigen zu den von den Verbänden gestalteten Beststunden bis Mitternacht ein: „Damit wir zuversichtlich die Nacht voll Licht und Leben erwarten.“

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Bilder: R.Ehrmann

Firmlinge besuchen die Bewohner in den Altenheimen

Spielerunde im St. Maria mit Frau HenrichDie Firmung ist eines der sieben Sakramente der römisch-katholischen Kirche. Sie ist die Vollendung der Taufe und bildet zusammen mit dieser und der Eucharistie die „drei Sakramente der christlichen Initiation." Die Firmung wird als Gabe der Kraft des Heiligen Geistes an den Gläubigen verstanden.

Im Rahmen eines Projektes zur Vorbereitung auf die Firmung haben fünfzehn Firm-Kinder an zwei Samstagen die Bewohner der Altenheime in Waldsassen besucht. Der Zusammenkunft mit den Bewohnern des Hauses St. Martin im Saal ging ein Besuch der Altenheimkirche voraus. Bei einem Gedankenaustausch mit den Seniorinnen und Senioren über die Firmung zu deren Zeit konnten die Kinder erfahren, dass es damals durchaus üblich war, vom Firmpaten eine Uhr als Geschenk zu bekommen - wobei eine Frau erzählte, dass sie mit einer Tüte Äpfel genauso zufrieden war. Aufmerksam lauschten die Firmlinge den Erzählungen und brachten auch ihre Wünsche vor. Bei einem Puzzlespiel und "Stadt-Land-Fluss" mit Fragen rund um die Kirche verging die Zeit wie im Flüge. Mit einem gemeinsam gesungenen Lied endete der von Rita Heinrich vom Pfarrgemeinderat und Kathrin Dietz vom Seniorenheim geleitete Nachmittag.

Textbeitrag & Foto: D. Kannenberg

Feier des Palmsonntags - Eröffnung der Heiligen Woche

E7D 5978Mit feierlichen Prozessionen zum Pfarrgottesdienst und zum Familiengottesdienst wurde jeweils vom Klosterhof zur Basilika gezogen und somit an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert.

Besonders beim Familiengottesdienst waren viele Kinder mit ihren bunten Plambuschen beim Gottesdienst in der Basilika, mit gestaltet von den Kindern des Kath. Kinderhauses St. Michael sowie den Erstkommunionkinder und Firmlingen gemeinsam mit dem Familiengottesdienstteam.

Traditionell fertigten die Damen des Frauenbundes und der VITA-Gruppe wieder Palmbuschen und Osterschmuck, die vor der Basilika zum Kauf angeboten wurden.

Einen besonderen Abschluss fand der diesjährige Palmsonntag mit dem Passionskonzert in der Basilika. „Stabat mater“ von Giovanni Battista Pergolesi für Sopran, Alt und Orchester und Betrachtungen von P. Eberhard von Gemmingen SJ ließen den Palmsonntag nach- und den Karfreitag anklingen

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Bilder: R.Ehrmann

Firmlinge gestalten Kreuzweg

E7D 5805Unsere Firmlinge gestalteten erstmals einen Kreuzweg mit verschiedenen Glasbildern. Diese wurden bei einem Projekttag mit Acrylfarben gestaltet. Die Jugendlichen wurden dabei von Tanja Scharnagl und Sabine Ernstberger unterstützt, die gemeinsam das Projekt erarbeiteten.

Dieser Kreuzweg besteht nicht wie üblich aus 14 sondern aus 15 Stationen - Jesus ist auferstanden. Denn am Schluss steht für uns Christen nicht der Tod sondern das Leben. Der Kreuweg, der Weg des Leidens wird zum Weg des Heiles. Jesus hat den Tod überwunden. Er ist für uns gestorben, um für uns und mit uns zu leben.

Die Firmlinge hatte die Bilder mit Hingabe gemalt. Auch bei der Gestaltung der Andacht waren sie mit viel Eifer mit dabei. "Als Belohnung" gab es nach dem Ende der Andacht Applaus von den zahlreichen Kreuzweg-Besuchern.

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Fastenpredigt mit Diakon Weissmann

P1090747„Herzlose Kirche? – Barmherzigkeit mit Geschiedenen- Wiederverheirateten“ war das Thema der ersten Fastenpredigt, der weitere drei in den nächsten Wochen bei den Abendgottesdiensten in der Basilika am Donnerstag folgen werden. Als ersten Prediger konnte Stadtpfarrer Thomas Vogl Diakon Michael Weißmann aus Regensburg, Leiter der Katholischen Beratungsstelle für Ehe-, Familie- und Lebensfragen begrüßen.
  Die Familiensynode im Herbst vergangenen Jahres war ein herausragendes Ereignis im bisherigen Pontifikat von Papst Franziskus: Es wurde diskutiert, geredet und teilweise auch hart miteinander gerungen. 270 Bischöfe haben sich schließlich auf 94 Aussagen zu Ehe und Familie geeinigt. Sie hatten dabei den Mut auf die Wirklichkeit zu sehen, dass es mittlerweile eine Vielzahl von Entwicklungen und Endwürfen des Lebens gibt an denen die Kirche nicht mehr vorbeigehen kann. Das Abschlussdokument lasse viel Raum für viel Nacharbeit, sagte Diakon Michael Weißmann einleiten seiner Predigt. 
  Viele erwachsene Menschen erfahren im Scheitern ihrer Paarbeziehung die erste und vielleicht einzig wirkliche Niederlage ihres Lebens, sagte Diakon Michael Weißmann, der von dieser Lebensqualität aus seinem Berufsalltag  weiß.  Trennung einer Ehe oder einer langjährigen Beziehung sei zu einem das Ende einer Liebesgeschichte und dies sei sich für sich schon allein sehr traurig. Zum anderen aber würden sich Ehen nicht im luftleeren Raum abspielen: es gibt Kinder, es gibt gemeinsamen Besitz, es gibt ein gemeinsames Zuhause oder andere Aufgaben für die man gemeinsam verantwortlich ist, sagte der Prediger.
Die Auflösung einer Paarbeziehung sei nicht immer dem bösen Willen oder Nachlässigkeit eines oder beider Partner zuzuschreiben. Es kann unverantwortlich sein, sich selbst, dem Partner und auch den Kindern gegenüber, Gemeinsamkeit äußerlich aufrechtzuerhalten, wenn sich innerlich nicht mehr mit Leben zu füllen ist, sagte der Diakon. 
  Mit seinem Anspruch von Barmherzigkeit hinterfrage Papst Franziskus auch das Handeln der Kirche selbst. Dies mache Mut, selbst denen, die von ihren Bischöfen bei dieser Synode eigentlich ein wenig mehr erwartet hätten, sagte der Prediger. Im Blick auf die eine solche Lebensqualität wäre ein erstes Handeln der Kirche, in deren Gemeinschaft man lebe, Menschen, die sich trennen und später eine neue Partnerschaft eingehen, nicht gleich moralisch zu bewerten, sondern wenigstens für möglich zu halten, dass sie eventuell etwas tun, was notwendig, vielleicht sogar sinnvoll war. Hier gehe es um Menschen, hier helfe nicht allein theologische Korrektheit, sondern um Zuwendung zu Menschen die sich gegenseitig das Leben rauben und aus dieser Falle gemeinsam nicht mehr rauskommen, betonte Diakon Michael Weißmann.

Bild & Textbeitrag: G.Koch