Ehejubiläumsfeier in der Basilika

IMG 4844Mit einem Zitat von Alfred Hitchkock begrüßte der Sprecher des Sachausschuss Ehe und Familie im Pfarrgemeindrat Markus Scharnagl die Ehejubilare.
Bereits zur festen Tradition gehört die Feier der Ehejubiläen am Kirchweihsonntag in der Basilika.
In seiner Predigt während des Dankgottesdienst hat Pfarrer Thomas Vogl erläutert, was sich hinter dem Geheimniss eines langjährigen Ehelebens verbirgt.
Vogl zog den Vergleich mit einem Pfarrhaus. Er zitiert den Lyriker Reiner Kunze, in dessen Gedicht Pfarrhaus es heißt: "Wer bedrängt ist findet ein Dach und Mauern. Und muss nicht beten".
Ähnlich sei die Ehe, so Pfarrer Vogl. Sie gibt Geborgenheit und Sicherheit, man läßt sich gegenseitig Raum und stellt keine Bedingungen.
Nach der Segnung der Paare fand im Jugendheim ein Stehempfang statt.  Markus Scharnagl konnte dort 15 Ehepaare begrüßen.
Unter ihnen die Ehepaare Rudolf und Anna Ulrich, Adolf und Marianne Hart, Kurt und Marianne Heinzl sowie Josef und Irmgard Weber die allesamt ihr 60-jähriges Ehejubiläum feiern konnten.
Tiefster Respekt und höchste Anerkennung gebührt den Jubilaren. Jeder hat sicherlich ein anderes Erfolgsrezept für eine langanhaltende funktionierende Ehe für sich gefunden erklärte Scharnagl.
Die Worte von Alfred Hitchkock geben das etwas humorvoller wieder. Er sagte: "Richtig verheiratet ist ein Mann erst dann, wenn er jedes Wort versteht, das seine Frau nicht gesagt hat."
Mit Blick in die Runde und einem Augenzwickern merkte Scharnagl an, das dieses Rezept vielleicht beim ein oder anderen Paar Anwendung findet.
Zum Abschluss konnten sich die Jubelpaare als Erinngerungsgeschenk noch eine Kerze aussuchen, die von den Damen des Sachausschuss Ehe und Familie gestaltet wurden.

IMG 4821   IMG 4825  IMG 4837
     
IMG 4846  IMG 4851  IMG 4856
     
IMG 4857    

Beitrag & Bilder: M.Scharnagl

Eva Pöllinger für Freiwilligendienst in Tansania entsandt

E7D14642Beim Festgottesdienst am Erntedanksonntag hat Stadtpfarrer Thomas Vogl Eva Pöllinger mit einem Segensgebet für ihren beginnenden Freiwilligendienst in Tansania entsandt. Bis Juli 2017 wird sie im Rahmen dieses Dienstes der Diözese Hildesheim gemeinsam mit anderen jungen Menschen verschiedenste Tätigkeiten im sozialen und caritativen Bereich übernehmen. Pfarrer Vogl dankte Eva Pöllinger herzlich für ihr Beispiel und wünschte ihr viele gute Erfahrungen, aber auch viel Kraft für alle Aufgaben. Als langjährige und stets zuverlässige Ministrantin wird sie daher nicht nur ihrer Familie, sondern auch der Pfarrei in dieser Zeit sehr fehlen, aber ihre Entscheidung verdient höchsten Respekt. Mit einem kleinen Präsent und einer Erinnerung an die Basilika verabschiedete sich Pfarrer Vogl mit den besten Wünschen für ihren Dienst und eine gesunde Heimkehr nach Waldsassen.

Eröffnung des Rosenkranzmonats in der Pfarrei

E7D14634Mit einer feierlichen Rosenkranzandacht vor dem ausgesetzten Allerheiligsten in der Basilika wurde am Samstag vor der Vorabendmesse der Rosenkranzmonat feierlich eröffnet.

Jeden Tag wird der Rosenkranz in der Basilika bzw. den weiteren Kirchen und Kapellen der Pfarrei gebetet. Eine Besonderheit ist auch die Rosenkranzprozession am zweiten Sonntag im Oktober, die entlang des Stationsweges, der alle Geheimnisse des freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzes in Bildstöcken aus der Barockzeit zeigt, hinauf zur Kapplkirche gebetet.

Pater Romanos Werner OSB neuer Pfarrvikar in der Pfarrei Waldsassen

IMG 0219Pater Romanos Werner ist seit dem vergangenen Wochenende als weiterer Pfarrvikar in der Pfarrei St. Johannes in Waldsassen. Beim Sonntagsgottesdiensten stellte Stadtpfarrer Thomas Vogl ihn den Pfarrangehörigen vor. Pater Romanos wird vorerst für ein Jahr neben dem bisherigen Pfarrvikar Pater Marianus Kerketta Stadtpfarrer Thomas Vogl in seiner Seelsorgearbeit unterstützen. Vogl wünschte dem Neuen einen guten Start und eine schöne Zeit in Waldsassen. Stadtpfarrer Thomas Vogl freut sich, dass nachdem Pater Romanos künftig im Altenheim St. Maria wohnt, die Heimbewohner wie gewohnt am Dienstag um 18 Uhr wieder Heilige Messe feiern können. Wie Pater Romanos sagte, freue er sich hier in der Pfarrei Waldsassen Stadtpfarrer Thomas Vogl mit unterstützen zu dürfen.

Pater Romanos Werner stammt aus Brand in der Oberpfalz und ist Mönch der Benediktinerabtei Niederaltaich in Niederbayern und war dort 21 Jahre tätig. Nach seiner Ausbildung in Theologie an den Universitäten in Regensburg und Würzburg und in Kirchenmusik an der Kirchenmusikschule Regensburg, war Pater Romanos Werner in Niederaltaich Lehrer am Gymnasium der Abtei. Er ist Mönch im Byzantinischen Ritus. Dies ist eine Besonderheit der Abtei, denn ein Teil der Mönche lebt nach den Traditionen des ostkirchlichen Mönchtums. In diesem Ritus hat Pater Romanos Werner 1999 die Mönchsweihe empfangen und wurde 2001 vom Bischof von Passau zum  Priester geweiht. Wie Pater Romanos Werner bereits vor seiner offiziellen Vorstellung im Pfarrbrief schon schreibt, freue er sich nach Jahren im Kloster auf die Arbeit in der Pfarrseelsorge.

Bild & Textbeitrag: Georg Koch

Mensch, Meier!“ – „Wir sind doch alle aus dem gleichen Holz geschnitzt.“

Abt Markus Eller, Abtei Scheyern, feiert den 10. Wallfahrtstag zum Geschändeten Heiland

E7D14584Die katholischen Verbände der Pfarrei waren wieder von drei Stellen aus mit ihren Bannern und vielen Pfarrangehörigen in einer Sternwallfahrt zur Basilika gezogen, um dann mit den Schwestern der Abtei, Äbtissinnen und Äbten der Mehrerauer Kongregation und Abt Markus Eller OSB von der Abtei Scheyern als Hauptzelebranten und Prediger in die Basilika zum festlichen Gottesdienst anlässlich des 10. Wallfahrtstages in die Basilika einzuziehen. Mitgetragen wurde dabei das Gnadenbild des „Geschändeten Heilands“ wie in der Christuskorpus ohne Arme in Waldsassen genannt und verehrt wird.

Abt Markus betonte in seiner Predigt, wie sehr in die Geschichte und das Schicksal dieses Kreuzes berührt hat und ihm dieses gängige Wort auf der Zunge lag „Mensch, Meier! Was tut der Mensch alles, warum gibt es so viel Gewalt in der Welt, damals und auch heute noch?“ Abt Markus deutete dieses Wort „Mensch, Meier!“ auch als Appell, das Menschsein nicht zu vergessen, einander menschlich zu begegnen, und verwies auf den Christushymnus des Apostels Paulus, der als zweite Lesung im Gottesdienst verkündet wurde, und in dem der Apostel Christus als den bekennt, der Gott nicht gleich blieb, sondern Mensch wurde, in allem dem Menschen gleich, außer der Sünde. Aus diesem Grund schauen Christen beim Gekreuzigten nicht nur auf ein Stück Holz, sondern sehen in ihm den Menschen schlechthin und es stimmt das Wort auf ganz tiefe Weise, dass wir doch alles „aus dem gleichen Holz geschnitzt sind“ und so Jesus Christus in seinem Menschsein für die Menschen nachfolgen sollen. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hingab.“ verkündet das Johannesevangelium.

Mit dem Gebet der Vereinten Nationen, dass über alle Völker und Religionen hinweg ein verantwortungsbewusstes Menschsein für die Menschen und die ganze Schöpfung erbittet, beschloss Abt Markus seine beeindruckende und bewegende Predigt, die lange über diesen Wallfahrtstag hinaus in Erinnerung bleiben wird.

In den Anliegen für Kirche und Welt, das Nachbarland Tschechien und Europa, für die Kranken und Notleidenden wurden vor dem Gnadenbild die Fürbitten gesprochen und so das Vertrauen auf den, der für die Welt und zu ihrem Heil Mensch geworden ist, zum Ausdruck gebracht.

Nach dem festlichen Gottesdienst, der vom Basilikachor, den Solisten, Orchester und Organistin unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter mit der Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart gestaltet wurde, segneten Abt Markus und Abt Johannes von der Abtei Himmerod die Gläubigen einzeln mit den Kreuzreliquiaren der Pfarrei und Abtei.

E7D14590  E7D14595   E7D14602
     
 E7D14606  E7D14610  E7D14611
     
E7D14618 E7D14621 E7D14627

Zeltlager der Ministranten

IMG 0922Gleich in der ersten Ferienwoche machten sich die Minis auf ins Zeltlager.  Diesmal gings zum Zeitlerweiher in der Nähe von Rothenbürg. Über 30 Kinder und Jugendliche verbrachten dort spannende und interessante Tage mit Spiel, Olympiade, Nachtwanderung und dem Besuch der Rettungshundestaffel Schwarzhofen. Natürlich wollten auch wieder andere Gruppen den Wimpel klauen und überfielen des Nachts das Lager. Aber er konnte erfolgreich verteidigt werden. Alle waren sich einig: nächstes Jahr fahren wir wieder.

Heilige-Leiber-Fest mit Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner, Regensburg

E7D 9170In der seit über 250 Jahren bestehenden Tradition feierte am ersten Sonntag im August die Pfarrgemeinde zusammen mit der Abtei das „Heilige-Leiber-Fest“ in der Basilika. Zum Festgottesdienst begrüßte Stadtpfarrer Thomas Vogl Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner aus Regensburg.

Dieser verwies in seiner Predigt auf das bekannte Heiligen-Lied „Ihr Freunde Gottes allzu gleich, verherrlicht hoch im Himmelreich“, das in bedrängter Zeit zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstand. „In der Folge“ – so Dompropst Dr. Gegenfurtner weiter, - „wurden auch in der Kunst des Barock, in Kirchen wie der prächtigen Barockkirche Waldsassen, die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass der Himmel unser Ziel und unsere Heimat ist. Die Heiligen, besonders auch die in der Basilika verehrten Heiligen Leiber, haben dieses Ziel erreicht und sind uns von dort her Fürsprecher und weiterhin Vorbilder im Glauben. Sie haben in ihrem Leben das erfüllt, wovon auch die Texte der Schrift sprechen: ‚Glaube ist: feststehen in dem, was man erhofft.’ – so der Hebräerbrief. In dieser Haltung ist der Auftrag Jesu zu erfüllen: ‚Legt euren Gürtel nicht ab und lasst eure Lampen brennen!’ Diese Wachsamkeit für Gott und die Mitmenschen hatten die Heiligen. Sie zu ehren, heißt diese Wachsamkeit auch im eigenen Leben als Christen zu erfüllen und damit der Kirche und der Welt zu dienen.“

Den Festgottesdienst gestaltete der Basilikachor mit der „Missa pro pace“ für Chor und Bläser, eine Komposition des Eichstätter Domkapellmeister Christian Matthias Heiß.

Zur Reliquienandacht am Nachmittag konnte Stadtpfarrer Thomas Vogl neben den Gläubigen besonders den Neupriester Thomas Fischer aus Prackendorf/Dieterskircken begrüßen, der zum Abschluss den Primizsegen durch Handauflegung erteilte. 

E7D 9147   E7D 9154  E7D 9156 E7D 9168 

Kapiteljahrtag des Dekanates Tirschenreuth

E7D 8948

Der alljährliche Kapiteltag des Dekanates Tirschenreuth wurde mit einem feierlichen Gottesdienst in der Basilika begangen. Hauptzelebrant und Prediger war Dekan Thomas Vogl, der mit Regionaldekan Georg Flierl und Prodekan Martin Besold, sowie den Priestern des Dekanates und allen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Gläubigen des Dekanates herzliche begrüßte und eingangs darauf hinwies, dass so das Dekanat nicht nur als Organisationsstruktur, sondern vor allem als Gemeinschaft der Glaubenden, als Kirche erfahrbar wird.

Ausgehend von den Texten des Tages, in denen vom Sehen, Hören und Verkündigen die Rede war, merkte Dekan Vogl an, wie wichtig es sei, die Sinne beisammen zu haben. „Um jedoch mit seinen

Sinnen achtsam zu sein für sich selbst, für Gott und für die Menschen, braucht es ein Herz, das nicht hart wird, wie es Jesus den Menschen seiner Zeit mit den Worten des Propheten Jesaja im Evangelium kritisch veranschaulicht. Maria Magdelena, deren Gedenktag vom Papst zum liturgischen Fest erhoben wurde, war eine Frau, die mit ihrem Herzen achtsam für Christus blieb und gerade deshalb auch erste Zeugin der Auferstehung sein konnte.“ Am Vorabend ihres Festes verwies deshalb Dekan Thomas Vogl  auf sie als Frau, die ihre Sinne für den Herrn beisammen hatte und ihn so erkennen und bezeugen konnte.

Am Ende des Gottesdienstes dankte Dekan Vol im Namen aller Mitbrüder und Mitarbeitern den Priestern, die das Dekanat an einen anderen Wirkungsort verlassen, und ebenso allen Gläubigen, die sich in den einzelnen Gemeinden mit Herz und Wort und Tat für die Weitergabe des Glaubens einsetzen.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand noch die Dekanatsversammlung aller Pfarrgemeindesprecherinnen und –sprecher statt, bei der die Orientierungspunkte zur Bildung von Pfarreiengemeinschaften besprochen wurden.

E7D 8931   E7D 8932  E7D 8935
     
 E7D 8937  E7D 8951 E7D 8941
     
E7D 8955 E7D 8956 E7D 8967
     

Bilder: R.Ehrmann

Kirchenaustritte: Offene Leitung des Bistums

Das Bistum Regensburg richtet anlässlich der bekanntgegebenen Austrittszahlen einen Telefondienst für Verärgerte oder Ausgetretene ein. Unter den Telefonnummern 0151/57818237  und 01573/4878428 ist mindestens einer der beiden Priester des Bistums, Johann Ammer oder Manfred Strigl, im Juli und August zwischen 9:00 und 20:00 Uhr fast durchgängig zu erreichen. Dekan Johann Ammer ist Pfarrer in Pilsting und Sekretär des Priesterrats der Diözese: „Ich veröffentlichte bereits im vergangenen Jahr meine Mobilnummer, einfach, um die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch zu öffnen. 120 Menschen meldeten sich mit ganz unterschiedlichen Themen. Manche wollten sich Luft machen, erzählen, was sie an der Kirche geärgert hat. Andere waren enttäuscht, andere waren nicht einverstanden mit der Kirchturmpolitik oder kircheninternen Vorgängen. Ich bin noch heute für jedes Gespräch dankbar.“

Manfred Strigl ist Regionaldekan von Weiden und leitet das Exerzitienhaus Johannisthal: „Die Kirchenaustritte sind eine bittere Wirklichkeit, die wir sehen und annehmen müssen. Um zuzuhören, um ein Gesicht zu zeigen, um Rede und Antwort zu stehen und um nicht einfach zur Tagesordnung zurückzukehren: Deshalb bitte ich um das Gespräch und deshalb veröffentliche ich hier meine Handynummer.

„Ich bin gehalten“ Firmung in der Basilika Waldsassen

E7D 8570Am Freitag, 15. Juli 2016, feierte Domkapitular Msgr. Thomas Pinzer zusammen mit Stadtpfarrer Thomas Vogl, Pfarrvikar P. Marianus und Gemeindereferentin Gertrud Hankl den Firmgottesdienst in der Basilika, bei dem 63 jungen Christen der Pfarrei Waldsassen das Sakrament der Firmung gespendet wurde.

Die Predigt leiteten zwei Firmlinge mit einem kleinen Anspiel ein und unterhielten sich zu den Dingen, die vor dem Altar lagen: Kletterseil, Karabinerhaken, Helm. Was denn das bedeuten solle, fragten sie dann Gemeindereferentin Gertrud Hankl, die ihnen auch auf die Sprünge half. Diese Dinge sind beim Klettern eine wichtige Hilfe, geben Sicherheit und Halt. Man kann sich damit schützen und wenn man in der Gruppe geht, kann einer dem anderen damit helfen. Dazu braucht es aber auch das gegenseitige Vertrauen und dass man sich auf den anderen verlassen kann.

Und was das alles mit der Firmung zu tun hat, das erläuterte dann Domkapitular Tom Pinzer in ganz anschaulicher und lockerer Weise mit einem kleinen Geschenk für jeden Firmling, einem kleine Karabinerhaken und der darauf angebrachten Aufschrift „Ich bin gehalten.“ Firmung bedeutet ja Stärkung, - meinte der Firmspender weiter,  Stärkung und Vergewisserung des Glaubens, dass ich von Gott gehalten bin, dass ich ihm ganz und gar vertrauen kann. Was auch immer ich als Mensch tue, ja selbst wenn ich Gott vergesse, so bleibt er mit seinem Versprechen immer da, dass er mich hält und für mich da ist. Daran soll euch dieser kleiner Haken weiter über den Tag der Firmung hinaus erinnern und so sollt ihr heute durch die Gabe des Heiligen Geistes euch gehalten und getragen wissen von Gott.

Nach Absage und Glaubensbekenntnis erbat Domkapitular Pinzer die Gaben des Heiligen Geistes für die Firmlinge, bevor er jedem einzeln durch Handauflegung und Salbung mit Chrisam das Sakrament der Firmung spendete und sie dadurch zu „Vollblutchristen“, wie er meinte, wurden.

Am Ende des Firmgottesdienstes dankten zwei Neugefirmte dem Firmspender für sein Kommen und überreichten eine Zoiglbrotzeit kleines Präsent. Stadtpfarrer Thomas Vogl schloss sich dem Dank an und sagte vor allem Gemeindereferentin Gertrud Hankl für die gesamte Firmvorbereitung und die Gestaltung des Gottesdienstes ein herzliches Vergelt’s Gott, ebenso allen Tischmüttern, Projektleiterinnen, Lektoren und Lektorinnen aus den Reihen der Firmlinge und Herrn KMD Andreas Sagstetter für die musikalische Gestaltung.

Nach dem Auszug stellten sich alle mit dem Firmspender zum gemeinsamen Gruppenbild vor dem Hochaltar und erhielten aus seiner Hand das Erinnerungsgeschenk sowie die Firmzeitung über die Vorbereitungszeit. Am Samstag gestalteten die Firmlinge den Vorabendgottesdienst als Dankmesse für die Firmung.

E7D 8582   E7D 8590 E7D 8598 
     
 E7D 8607  E7D 8639  E7D 8704
     
E7D 8724 E7D 8743 E7D 8752
     
  E7D 8759  

Bilder: R.Ehrmann

"Menschenfischer-News" - Firmlinge gestalten Firmzeitung

firmzeitungZum Abschluss der Firmvorbereitung gestalteten 5 Firmkinder unter der Leitung von Robert Ehrmann eine Firmzeitung. Auf insgesamt 6 Seiten werden in kurzen Artikeln die einzelnen Firmprojekte vorgestellt. Ferner kommen der Firmspender Domkapitular Thomas Pinzer, Stadtpfarrer Thomas Vogl und Gemeindereferentin Gertrud Hankl zu Wort. Ein umfangreicher Bildteil wurde ebenfalls mit integriert.

Die "Menschenfischer-News" werden morgen während des Firmgottesdienstes an die Firmlinge und deren Paten kostenlos verteilt.

 firmzeitung23  firmzeitung45 firmzeitung6 

Pfarrfest und Sommerfest des Kath. Kinderhauses im Pfarrgarten

E7D 8000Zum traditionellen Pfarrfest hatte am vergangenen Sonntag der Sachausschuss "Feste feiern" des Pfarrgemeinderates in den Pfarrgarten eingeladen. Bei idealem Sommerwetter sind dieser Einladung sehr viele Pfarrangehörige mit deren Familien sowie Gäste aus nah und fern gefolgt.

Zum Festauftakt gab es wie in den Jahren zuvor erneut ein leckeres Mittagessen, das von der Metzgerei Friedl zubereitet wurde. Ferner gab es Bratwürste und Grillfleisch vom Grill. In den Nachmittagstunden liesen sich die Gäste Kaffee und selbstgemachte Kuchen vom reichenhaltigen Kuchenbuffett schmecken.

Auch das Kath. Kinderhaus war wieder mit von der Partie. Unter dem Titel "Mit dem Hasen Felix die Welt entdecken" luden die Kinder zu einer bunten Weltreise ein. Die Zuschauer reisten mit ihnen und dem kleinen Hasen Felix in die verschiedensten Länder, lernten deren Kultur und Sehenswürdigkeiten kennen und freuten sich über viele lustige und rhythmische Auftritte. Am Ende der knapp einstündigen Aufführung ernteten die kleinen Darsteller sehr viel Applaus.

Ferner standen für die Kinder eine Hüpfburg bereit. Auch Zauberer Wobby kam auf einen Besuch vorbei und erfreute mit seinen lustigen Modellier-Luftballons die kleinen Besucher. Wer wollte, konnte sich bei den angebotenen Baustellenführungen über den Fortschritt der Innensanierung informieren und das Baugerüst besteigen. 

Ein großes und herzliches Dankeschön gilt dem Pfarrgemeiderat, den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie dem Elternbeirat, den Kindern und dem Team des Kinderhauses, die alle zu diesem gelungenen Festtag beigetragen haben.

E7D 7999   E7D 8004 E7D 8008 
     
   E7D 8009  

Motorradfahrergottesdienst in der Basilika mit P. Otto Grillmeier

20160605- DS78332 Kopie 1Am Sonntag, 5. Juni 2016, konnte Stadtpfarrer Thomas Vogl als Hauptzelebranten und Prediger zum Motorradfahrergottesdienst den aus Kondrau stammenden und nun in der Benediktiner-Abtei Muri-Gries in Bozen/Südtirol lebenden P. Otto Grillmeier begrüßen. „Er ist einer von euch und einer von uns aus der Pfarrei.“ – so verwies Pfarrer Vogl gleich zu Beginn des Gottesdienstes auf die Besonderheit, dass P. Otto selbst Biker ist und somit aus wirklicher Erfahrung sprechen kann. Weiter begrüßte Pfarrer Vogl die Mitglieder des Motorradclubs Waldsassen, die das Treffen wieder organisiert hatten, die Band „exit“ aus Neustadt an der Waldnaab, die mit rockiger Kirchenmusik den Gottesdienst gestalteten und die vielen Biker und Freunde dieses Gottesdienstes, so dass auch heuer wieder Basilika bis auf den letzten Platz gefüllt war und noch manche gleichsam als „Zaungäste“ auf dem Basilikaplatz draußen waren.  

In seiner Predigt erzählte P. Otto, dass er beim Eintritt ins Kloster das Motorrad einfach mal mitnahm – „für alle Fälle, man weiß ja nie, wann es Zeit ist aufzubrechen und loszuziehen. Jedenfalls war es wohl auch ein Festhalten an einer gewissen Freiheit: ich könnte ja, wenn ich wollte, einfach mal los, einfach auf und davon fahren.“ P. Otto schlug damit die Brücke zu einem Leitthema des Glaubens, denn wenn der Mensch sich auf Gott einlässt, dann kommt das Leben in Bewegung, kommt es in Fahrt. Im Evangelium des Sonntags mit der Auferweckung des Jünglings von Naïn kommt das ja auch zum Ausdruck, weniger in der Auferweckung des Toten, als in der Begegnung Jesu mit seiner Mutter, einer Witwe. Die Gegensätze dieser Begegnung, Leben und Tod, Trauer und Freude, fordern heraus, schaffen aber auch neues Leben. Auch in vielen alltäglichen Begegnungen ist das so und doch tragen sie immer die Chance zu Neuem in sich, erst recht wenn sie mit Jesus und seinem Wort verbunden werden, wenn wir Begegnung mit ihm im Gottesdienst feiern. „Bezaubernd kann das sein. Vielleicht heißt deshalb die Stadt, in der sich das Wunder des neu geschenkten Lebens zugetragen hat, Naïn. Denn „Naïn“ ist das arabische Wort für bezaubernd.“ – so P. Otto zum Abschluss seiner Predigt.

Nach dem Gottesdienst und der Segnung der Motorräder auf dem Basilikaplatz schloss sich traiditionell die Rundfahrt über Neualbenreuth an. Auf dem Neukauf-Parkplatz klang noch bei gutem Wetter das Treffen gemütlich aus

20160605- DS78252 Kopie   20160605- DS78316 Kopie  20160605- DS78331 Kopie
     
 20160605- DS78348 Kopie 1  20160605- DS78361 Kopie Bil

Bilder: H. Setzer - MC Waldsassen

Die Feier des Fronleichnamsfestes in Waldsassen – Gott kommt entgegen!

047Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Basilika begann der Festtag, der mit der Prozession durch die Stadt und den vier Altären mit der Verkündigung des Evangeliums, Lobpreis, Bitte und Segen begangen wurde. Die Verbände gestalteten wieder die Altäre und Blumenteppiche, Kinder und Eltern des Kinderhauses St. Michael nahmen ebenso wie die Erstkommunionkinder und Firmlinge an der Prozession teil. Die ganze Vielfalt des kirchlichen und öffentlichen Lebens zeigte sich im Glauben an die Gegenwart Jesus im Sakrament des Altares verbunden.

In seiner Ansprache am 4. Altar vor der Basilika verwies Stadtpfarrer Thomas Vogl darauf, dass wegen der Fassadeneinrüstung manche Besucher nach dem Eingang in die Basilika fragen und danach suchen. „Empfinden das nicht auch manchmal Menschen im Kontakt mit der Kirche sowohl als Institution als auch als Gemeinschaft der Glaubenden. Bin ich da willkommen, passe ich dazu? – fragen manche. Das heutige Fronleichnamsfest antwortet darauf. Mit der Prozession will die Kirche ja nicht nur ihren Glauben an die Gegenwart Jesu im Sakrament des Altares zeigen und nach außen hin bekennen, sondern auch das Entgegenkommen Gottes zum Ausdruck bringen. Gott macht sie auf den Weg zu den Menschen. Er geht allen entgegen und geht mit. So zeigt und führt er auch den Weg zu ihm und der Gemeinschaft mit ihm im Gottesdienst.

In seinem Sohn hat er das auf besondere Weise gezeigt: er ist Mensch geworden und er ist für die Menschen da. Das heutige Evangelium erzählt davon. Leider lässt die Leseordnung für den Gottesdienst da etwas Wichtiges aus. Als die vielen Menschen zu ihm kommen, empfing er sie freundlich (Lk 9,11), heißt es da eigens. In dieser entgegenkommenden Haltung  redet er zu ihnen vom Reich Gottes und heilt alle, die seine Hilfe brauchen. Weil er immer den Menschen gesehen hat, wird das Wort des Pilatus bei der Verurteilung Jesu „Seht, da ist der Mensch!“ zutiefst wahr. Jeder Mensch ist im Menschgewordenen Sohn Gottes präsent und angenommen. Gottes Entgegenkommen ist darin am Größten.

Und das soll nicht verstellt oder klein gemacht werden. Als die Jünger so praktisch, aber auch bequem die Menschen wegschicken wollen – es ist auch heute noch so – nimmt Jesus sie in die Verantwortung: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Es ist gar nicht in erster Linie eine Aufgabe – so wichtig und notwendig sie ist -, ondern eine Haltung. Wie der Herr sollen auch wir den Menschen entgegenkommend begegnen und für sie da sein. Was wir heute rituell und feierlich begangen haben, muss existentiell und alltäglich weitergehen: menschenfreundlich und entgegenkommend wie der Herr selbst.

Das ist kein leichter Weg, er fordert, mehr als einem oft lieb ist. Doch wir brauchen ihn nicht alleine zu gehen und werden gestärkt durch ihn, dem Brot des Lebens und den Segen des Himmels.“

Nach der Bayernhymne auf dem Basilikaplatz wurde zum Te Deum und feierlichen Schlusssegen in die Basilika gezogen. Traditionell klang der festliche Vormittag mit dem Gartenfest der Stadtkapelle aus.

 033 036   039 044 
       
 072  077  080  101
       
115 139    
052   074  108
     
143    151

Bilder: R.Ehrmann

Erstkommunion 2016 - Leuchtende Augen sehen mehr

E7D 647132 Kinder der Pfarrei feierten am Sonntag vor Christi Himmelfahrt ihre Erstkommunion in der Basilika. Gemeinsam mit ihren Eltern zogen durch das festliche Spalier auf dem Basilikaplatz zum Gottesdienst.

Stadtpfarrer Thomas Vogl meinte in seiner Predigt: „Wenn ihr euch heute sehen könntet! Nicht, weil ihr ein besonderes Gewand anhabt, sondern weil eure Augen heute anders. Sie sind offener und neugieriger als sonst. Eure Augen leuchten. Leuchtende Augen sehen mehr und zeigen, was im Herzen eines Menschen ist. Im Evangelium hörten wir, dass die Emmausjünger wie blind waren und Jesus, der mit ihnen ging, nicht erkannten. Aber Jesus öffnete ihnen die Augen, indem er ihnen die Schrift erklärte und besonders als er das Brot mit ihnen brach. Ihr seid auch den Weg der Erstkommunionvorbereitung gegangen und viele haben euch dabei begleitet und geholfen, Jesus besser kennenzulernen und zu erkennen. So sehen eure Augen nicht nur eine Kerze, sondern dass ihr Licht Jesus selbst für dich sein will. Ihr seht nicht nur ein Buch, aus dem vorgelesen wird, sondern dass Jesus selbst zu uns spricht, wenn sein Wort verkündet wird. Und eure leuchtenden Augen sehen auf dem Altar nicht nur Brot und Wein, sondern dass sie Leib und Blut Jesu sind, seine ganze Liebe, nicht nur Essen, sondern wirklich Lebens-Mittel, denn Jesus will uns Leben in Fülle schenken.“

Am Ende der Predigt wandte sich Stadtpfarrer Thomas Vogl auch eigens an die Eltern, dass sie ihre Kinder immer mit leuchtenden Augen anschauen sollen, mit Augen, die ihnen sagen, wie lieb und kostbar sie für sie sind und was auch immer sein, nie diese Liebe vergeht. „Bewahren uns wir gemeinsam leuchtende Augen, indem wir miteinander weitergehen auf dem Weg, auf dem Jesus mit uns geht, uns sein Wort sagt und das Brot bricht!“

Zur Erneuerung des Taufversprechens entzündeten die Kinder ihre Erstkommunionkerzen mit Licht der Osterkerze und bekannten ihren Glauben. Ebenso waren sie dann zum Kommunionempfang um den Altar versammelt, wo sie „mit leuchtenden Augen“ den Leib Christi empfingen.

Der Chor der Grundschule unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter gestalteten den Gottesdienst musikalisch,

Am Nachmittag versammelten sich die Kinder mit ihren Eltern und Angehörigen noch einmal in der Basilika zur Dankandacht und zum gemeinsamen Gruppenfoto. Die Tischmütter erhielten als kleines Zeichen der Dankbarkeit für ihren Einsatz von der Gemeindereferentin, Frau Gertrud Hankl, eine Rose. 

E7D 6467   E7D 6532  E7D 6538 E7D 6544
       
E7D 6579   E7D 6655  E7D 6717 E7D 6750
 E7D 6555  E7D 6615 E7D 6781 
     
E7D 6932    E7D 6948

Sanierungen der Basilika – einst und jetzt

E7D 6428Der sehr gut besuchte Vortrag am Donnerstag, 28. April,  im Großen Saal des Kath. Jugendheimes gliederte sich in zwei Teile. Zunächst referierte der Kunsthistoriker, Herr Adolf Mörtl, die Baugeschichte und die folgenden Sanierungenphasen, die in der Mitte des 18. Jh., über mehrere Jahrzehnte im 19. Jahrhundert und schließlich die vielen älteren Waldsassenern noch bekannte letzte Innenrenovierung 1956-1958. Obwohl vielfach bei der ehemaligen Klosterkirche von einer Dientzenhoferkirche gesprochen wird, kann diese Bezeichnung so nicht gelten, da nicht nur Umplanungen, sondern zusammen mit dem Stuckateur Giovannin Battista Carlone und dem Maler Johann Jakob Steinfels ein gänzlich anderer Charakter des Kirchenraumes entstand, den man in der Kunstgeschichte mit der Unterscheidung bzw. Entwicklung vom Architekturstuck zum Freskenstuck bezeichnet. Dekorative Ausstattung und Bildprogramme bilden eine Einheit und gaben so der Kirche das heutige Aussehen. Waldsassen ist ein erstes bedeutendes Beispiel, dass mit der Darstellung der Gründungslegende im Chorraum die Historie Einzug in den Kirchenraum hält. Dies war vorher so nicht der Fall und wird schließlich zu einem Kennzeichen des Barock. Bei allen Renovierungen hatte man sich das überkommene Farbkonzept aus der Erbauungszeit gehalten, aber bereits in der Barockzeit schon mit intensiveren Farbgebungen. Erst die letzte Innenrenovierung schuf mit der Weißfassung eine neue Situation.

Im zweiten Teil des Vortragabends stelle die restauratorische Fachbauleitung aus Bamberg die aktuelle Maßnahme vor.  Der Leiter des Büros, Herr Spitzner und dessen Mitarbeiter, Herr Kristen, zeigten anhand von Bilder die Schritte im Arbeitsprozess vor und zeigten dabei sowohl Befunduntersuchungen zu den verschiedenen Fassungen, als Vergleiche zwischen gereinigten Fresken und dem vorherigen Bestand. Beeindruckend waren die Darstellung eines größeren Schadens im Kuppelfresko und dessen restauratorische Behebung. Zum Verlauf der Maßnahme wurde verwiesen, dass die aktuellen Gewerke alle im Zeitplan sind und somit die Basilika an Ostern 2017 gerüstfrei sein wird. Lediglich die hinteren Seitenaltäre müssten vielleicht noch eingerüstet bleiben, da die Maßnahmen für die Ausstattung ein wenig in Verzug sind.

Stadtpfarrer Thomas Vogl bedankte sich bei den Referenten mit „Basilika…“ und verwies die Zuhörer auf den sehr interessanten Band aus der Reihe der Regensburger Bistumsgeschichte, der zum 300-jährigen Weihejubiläum der Basilika im Jahr 2004 erschienen ist. Dieser kann für 10,00 Euro im Pfarrbüro erworben werden.

E7D 6432  E7D 6437   E7D 6444
     
 E7D 6456    E7D 6458

 

Chorraum der Basilika erstrahlt in neuem Glanz

Basilika-Waldsassen - der sanierte ChorraumDie Aufnahmen des neu renovierten Chorraumes sollen zur „Halbzeit“ der aktuellen Maßnahme in Langhaus und Vierung ein wenig die Wartezeit verkürzen.

Die Bilder zeigen die neue Farbgestaltung, die das ursprüngliche Konzept aus der Erbauungszeit der Kirche entsprechend den Befunduntersuchungen wiedergibt. Ebenso werden jetzt die Raumschale des Langhauses und der Vierung bearbeitet.

>>> zu den Fotos

 

 

Jubelkommunion 2016

Die Pfarrgemeinde hatte am Weißen Sonntag wieder zur Jubelkommunionfeier in die Basilika eingeladen. Eine stattliche Zahl ehemaliger Erstkommunikanten der Pfarrei, die vor 60, 50 und 40 Jahren die erste Hl. Kommunion empfingen, waren zum Pfarrgottesdienst in die Basilika gekommen und stellten sich anschließend zu den Gruppenfotos vor dem Hochaltar auf.

E7D 6292  E7D 6306 

Osternachtfeier in der Stiftsbasilika

E7D 6138Im Dunkel der Basilika erwarteten die Gläubigen das Kommen des Osterlichtes. Vom gesegneten Osterfeuer aus brachte es die Osterkerze in die Basilika und verteilte sich nach dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi – Deo gratias!“ an alle Gläubigen, die im Schein der Kerzen das Exsultet hörten und mit einem gemeinsamen Lied dankbar begrüßten.

So wurde Nachtwache gehalten mit den Lesungen der Schöpfungsgeschichte, dem Auszug aus dem roten Meer und der Verheißung des Propheten Jesaja, wer mit Gott in Beziehung ist, auf sein Wort hört, leben wird. Nach den Wochen der Fastenzeit wurde nach der neutestamentlichen Lesung das Halleluja erstmals wieder mit großer Freude gesungen, der Freude der Osterbotschaft, die im Evangelium verkündet wurde. „Christ ist erstanden“ – das  Osterlied der Gemeinde bekräftige noch einmal, was gerade verkündet wurde.

E7D 6171„Wenn man auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird, dann ist das ernüchternd und enttäuschend.“ – Mit dieser Erfahrung, die früher und später jeder auf seine Weise machen muss, schlug Stadtpfarrer Thomas Vogl in seiner Predigt die Brücke zurück zum Karfreitag, der die Jünger auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Denn die Hohenpriester und Pilatus haben das Sagen und nicht Jesus. „Die Hoffnung der Jünger auf einen Messias, der Veränderung bringt, wurde zunichte gemacht. Der Tod Jesu hat sie nicht nur auf den Boden Tatsachen zurückgeholt, sondern den Boden unter den Füßen weggezogen. Auch die Botschaft der Frauen am Ostermorgen kann daran nicht wirklich etwas ändern. Nur voll Verwunderung über das, was geschehen war, geht Petrus vom Grab wieder nach Hause.

Die Osternacht holt uns jedes Jahr auf den Boden der Tatsachen zurück. Nicht derer, die wir oft so schrecklich vor Augen haben, sondern der Tatsachen Gottes, wie sie auch die Texte der Osternacht verkünden: Die Welt und die Menschen sind gut – so sagt es die Schöpfungsgeschichte. Gott rettet und befreit aus allem, was Menschen versklavt und unterdrückt – der Exodus des Volkes Israel einst, ist auch heute der Wille Gottes für den Menschen. Er soll frei sein. Die Botschaft der Propheten erinnert daran, dass der Mensch in der Beziehung mit Gott die Fülle des Lebens findet. So können wir als neue Menschen leben, sagt der Apostel Paulus, weil wir durch die Taufe mit Christus die Sünde begraben ist und der Mensch leben darf mit Gott. Ostern heißt darum, die Welt und die Menschen auf den Boden der Tatsachen Gottes zurückholen. Es beginnt mit der „Verwunderung“ des Petrus, dass eben die Osterbotschaft nicht als Geschwätz abgetan, sondern ihr nach und nach immer mehr vertraut und sie dann auch verkündet wird. Die Eltern des Täuflings der Osternacht schaffen für ihren Sohn Anton mit der Bitte um die Taufe die Tatsache, dass sein Leben sich mit der Ewigkeit Gottes untrennbar verbindet. Und gerade in diesem Heiligen Jahr der Barmherzigkeit gilt es, die größte und schönste Tatsache Gottes, sein reiches Erbarmen zu leben. Gott hat den Anfang gemacht, die Frauen und Jünger verkündeten die Osterbotschaft und uns ist sie anvertraut und aufgegeben, damit wir und diese Welt diesen guten Grund hat, auf dem wir stehen können für Zeit und Ewigkeit.“

In der Tauffeier wurde das Kind Anton Fortelny in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Ebenso erneuerten alle Gläubigen ihr Taufversprechen, zu dem dann das Osterwasser über die Gläubigen in der Basilika verteilt wurde.

Nach der Eucharistiefeier und Segnung der Osterspeisen wünschten die Mitarbeiter der Pfarrei allen Mitfeiernden frohe und gesegnete Ostern und verteilten auf dem Basilikaplatz, wo das Osterfeuer noch brannte und wie jedes Jahr von der Jugendfeuerwehr Waldsassen vorbereitet und während der Liturgie beaufsichtigt wurde, kleine gesegnete Osterbrote an alle Mitfeiernden. In den Gesichtern der Mitfeiernden war die Osterfreude sichtbar. Der Wunsch „Frohe Ostern!“ ist wahr geworden durch die Botschaft der Osternacht und die heiligen Zeichen der Osterliturgie.

E7D 6130   E7D 6141 E7D 6148 
     
E7D 6158  E7D 6165  E7D 6228
     
E7D 6248 E7D 6251 E7D 6277
     
  E7D 6282  

 

E7D 6135   E7D 6138  E7D 6176 E7D 6180 
       
E7D 6184  E7D 6186  E7D 6191  E7D 6254
       
E7D 6262 E7D 6267 E7D 6271