Festakt zur Altarweihe

Altarweihe Festakt Waldsassenund zum Abschluss der Sanierung der Basilika

Nach dem festlichen Pontifikalgottesdienst hatte die Pfarrei zum Mittagessen und zu einem Festakt in den Großen Saal das Kath. Jugendheimes eingeladen.

Bischof Voderholzer meinte schon zum Ende des Gottesdienstes, "ein Mittagessen haben wir uns jetzt auch wirklich verdient".

Nach der Stärkung eröffneten die Waldsassener Blechbläser unter der Leitung von Arnim Scharnagl mit festlicher Bläsermusik und Kirchenpfleger Martin Rosner begrüßte alle Festgäste mit einem zum Schmunzeln anregenden Zitat von Walter Lubin: „Eine Kirchenrenovierung kann ein Heidengeld kosten.“

Abschließend meinte er aber auch noch: „Eine Kirchenrenovierung kann auch einen Heidenspaß machen.“
Ihm war es anzusehen.

Altarweihe mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer

Altarweihe Waldsassen 002Ein freudiger und großartiger Festtag für Waldsassen
Altarweihe in der Basilika und Abschluss der Sanierung

Bischof Rudolf Voderholzer weihte in einem bewegenden Pontifikalgottesdienst den neuen Altar für die Päpstliche Basilika und feierte dankbar mit der Pfarrei, mit Kloster und Stadt und vielen Gästen des öffentlichen Lebens, Behörden und den beteiligten Firmen den Abschluss der Sanierung der Basilika.

Schon am Vorabend stimmten sich zusammen mit den Schwestern der Abtei die Pfarrgemeinde bei der Verehrung der Reliquien des Hl. Wolfgang und des Hl. Bernhard von Clairvaux, die in den neuen Altar eingefügt wurden, geistlich auf den großen Festtag ein.

Kindermusical Abram und Sarah ein großer Erfolg

E7D18013Am Freitag und Samstag wurden die Zuschauer entführt in eine vollkommen andere Welt. 51 Mitwirkende zeigten Ausschnitte aus dem Leben des Stammvaters Abraham und seiner Frau Sarah. Mit einem bombastischen Bühhnenbild und bunten Kostümen zauberten sie einen Hauch vom Orient ins katholische Jugendheim Waldsassen. Kleine Bauchtänzerinnen, die mit drei orientalischen Tänzen das Musical bereicherten, zeigten schon gleich beim  Einmarsch am Anfang des Stücks, wohin die Reise jetzt geht.

Die Heiligen Leiber im Fernsehen

Video Heilige LeiberImmer wieder wecken sie Interesse, die Heiligen Leiber in unserer Basilika.

Der Sankt Michaelsbund hat im Rahmen einer Sendung mit dem Thema „Kirchliche Superlative in Bayern“ darüber berichtet.

Hier geht´s zum Bericht und zum Interview mit Stadtpfarrer Thomas Vogl:
Jetzt ansehen >>>


(Beitrag über die Heiligen Leiber ab 9:00 min.)

Eröffnung der Österlichen Bußzeit 2017

E7D17981Im Zeichen des Aschenkreuzes haben die Gläubigen der Pfarrei mit Gottesdiensten in der Klosterkirche und im Altenheim St. Martin die österliche Bußzeit begonnen. Stadtpfarrer Thomas Vogl nahm in seiner Predigt Bezug auf ein Wort der alttestamentlichen Lesung aus dem Buch Joel: „Da erwachte im Herrn die Leidenschaft für sein Land und er hatte Erbarmen mit seinem Volk.“ Das sollte auch umgekehrt für uns in der Beziehung zu Gott gelten in dieser Fastenzeit: In uns soll die Leidenschaft für Gott neu erwachen. Das ist Zweck und Ziel des Fastens, die Chance dieser heiligen 40 Tage.

Einbringung von Altar und Ambo in die Basilika

Altareinbringung-06Von Essing bei Kelheim kamen am vergangenen Samstag der neue Altar und Ambo für die Basilika nach Waldsassen. Der Künstler Herbert Lankl organisierte mit einem Team den Transport und die Einbringung. Die entsprechende Technik, aber auch viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl brachten die beiden neuen liturgischen Orte in aller Ruhe und auf den Millimeter genau an Ort und Stelle. Für alle Beteiligten war es ein „bewegender“ Moment im tatsächlichen und übertragenen Sinne.

In den kommenden Tagen werden nun noch die restlichen Platten auf der Altarinsel gesetzt und alle notwendigen technischen Arbeiten entsprechend ausgeführt. Nach dem restlichen Gerüstabbau in der Vierung und am Oratorium im Westwerk, können die Endreinigung und alle letzten Vorbereitungen für den Pontifikalgottesdienst mit Bischof Rudolf Voderholzer zur Altarweihe beginnen.

 

8 neue Ministrantinnen und Ministranten

E7D16501Am Sonntag, den 29. Januar 2017 wurden 8 neue Ministrantinnen und Ministranten in die Minigruppe der Pfarrei aufgenommen. Im Predigtteil wurden sie namentlich der Pfarrei vorgestellt. In der Ansprache verglichen Lea Bachofner, Felix Döllinger, Florens Hertel, Dominik Katsikis, Jan Malzer, Julia Michalski, Benedikt Scharnagl und Vanessa ihren Dienst und die Gruppe mit dem Volk der Bienen: in den Gruppenstunden geht’s manchmal zu wie in einem Bienenschwarm; wie bei den Bienen muss jede und jeder zur Gemeinschaft beitragen und zuverlässig sein, um sich gegen die „Feinde“ Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit und viele Freizeitangebote durchsetzen zu können. Die Gemeinschaft der Minis ist etwas sehr Kostbares, so wie eine Bienenwabe und die 8 Neuen möchten mit ihrem Dienst Licht und Wärme verbreiten, so wie eine Honigwachskerze und tröstend und heilend wirken für ihre Mitmenschen, so wie der Honig. Die Gemeindereferentin Gertrud Hankl wünschte den Neuen, dass ihnen das Wort Gottes in den Lesungen, wie “süßer Honig schmeckt“ (aus dem Buch Ezechiel) und sie zu aufrechten, engagierten Christen werden, die sich einsetzen für das Wohl der Menschen. Nachdem die Plaketten gesegnet worden waren, wurden die Neuen, per Handschlag, von Domink Boll und Christian Döllinger, den Oberministranten, und der Gemeindereferentin herzlich in die Gruppe aufgenommen.

Vorausschau: Kindermusical "Abraham und Sarah"

klein waDie Firmkinder unserer Pfarrei laden alle recht herzlich zum Musical "Abraham und Sarah" ein. Mit fetziger Musik, tollen orientalischen Kostümen und einem außergewöhnlichen Bühnenbild machen wir eine Zeitreise in die Zeit  um 1500 vor Christus. Die kleinen Waldsassener Bauchtänzerinnen werden eine Tanzeinlage zum Besten geben. Musikalisch wird das Stück durch Lukas Fröhlich sowie Pater Romanos und einem Chor aus Eltern begleitet. Die Gesamtleitung liegt in den bewährten Händen von Gemeindereferentin Gertrud Hankl.

Aufführungstermine sind Freitag, 17. März um 19.30 Uhr sowie Samstag, 18. März um 15.00 Uhr im katholischen Jugendheim. Einlass jeweils 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung. Der Eintritt ist frei. Spenden werden sehr gerne entgegengenommen für die Renovierung unserer Basilika.

Vor und nach dem Musical gibt es wieder orientalische Köstlichkeiten zum Verkosten. 

Abschlussgottesdienst ökumenische Bibelwoche

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Mit einem Gottesdienst in der evangelischen Friedenskirche wurde am Donnerstag die Ökumenische Bibelwoche 2017 mit dem Thema „Bist du es?“ mit Geschichten vom Suchen und Finden – Zugängen zum Matthäusevangelium beendet. Diakon Fritz Lieb freute sich in seiner Begrüßung, dass sich trotz des frostigen Wetters viele Gläubige beider Kirchen sich nochmals auf den Weg gemacht haben um gemeinsam Gottesdienst zu feiern.
Wie Stadtpfarrer Thomas Vogl seine Predigt einleitend sagte, sei es noch keine drei Wochen her wo man sich „Ein gutes, gesundes und friedvolles neues Jahr!“ gewünscht habe und doch habe jede und jeder von den Anwesenden zu erzählen oder zu beklagen, dass es leider ebenso nicht ist. Theorie und Praxis – Wunsch und Realität würden oft weit auseinander liegen.

Auftakt der ökumenischen Bibelwoche

P1110969Zum Auftakt der diesjährigen Ökumenischen Bibelwoche konnte Diakon Fritz Lieb einen stattlichen Personenkreis im Evangelischen Gemeindesaal begrüßen. Das Matthäus-Evangelium mit der Frage des Johannes aus dem Gefängnis heraus „Bist du es - ?“ stand dabei im Mittelpunkt. Sinnbildlich dazu hatte Diakon Fritz Lieb in die Mitte des Teilnehmerkreises eine Kerze umgeben mit von Stacheldraht (symbolisiert die Gefängnismauer) platziert. Johannes hatte im Gefängnis von den Werken Christi gehört und seine Jünger ausgesandt ihn zu fragen „Bist du es der da kommen soll…?“. Im  laufe des Abend wurden dann Fragen erörtert, „ in welcher Situation befindet sich Johannes der Täufer – wann habe ich persönlich schon einmal eine Situation erlebt, in der ich ganz und gar gefangen war?“ oder „welche Frage stellt der Täufer? – welche Fragen stelle ich an Jesus, wenn ich mich in einer schwierigen Situation befinde?“. Ähnlich weiter geht es weiter geht es am heutigen Abend mit Stadtpfarrer Thomas Vogl um 19.45 Uhr im kleinen Saal des Katholischen Jugendheimes mit dem Thema „Im Zweifel gehalten“ aus dem Matthäus-Evangelium 14,22-33. Abgerundet wird die Bibelwoche am morgigen Donnerstag in der evangelischen Friedenskirche um 19 Uhr mit Diakon Fritz Lieb und Stadtpfarrer Thomas Vogl. Dazu ist nicht nur der Teilnehmerkreis der beiden vorausgegangenen Abende, sondern auch weitere Pfarrangehörige beider Kirchen eingeladen.

Bild & Text: Georg Koch

Einholung Sternsinger - Dankgottesdienst

Die 57 ausgesandten Sternsinger feierten zum Abschluss der diesjährigen Sternsingeraktion einen Dankgottesdienst in der Basilika. Am 04. und 05.01. sind sie durch die Strassen von Waldsassen gezogen und brachten Gottes Segen in die Geschäfte und Wohnungen. Dabei sammelten Sie auch fleissig Spendengelder ein. Knapp 10.900 EUR kamen dabei zusammen. Diese kommen der deutschlandweit statt findenden Sternsingeraktion zu Gute, die in diesem Jahr unter dem Motto "Gemeinsam für Gottes Schöpfung - für Kenia und weltweit" stand. Die Spendengelder kommen Entwicklungsländern wie Kenia zu Gute, die besonders unter den von den Industrienationen verursachten Klimawandel zu leiden haben.

Beim Predigtspiel kamen nochmals die 3 Sterndeuter Kaspar, Melchior und Balthasar zu Wort. Sie erzählten ihre Geschichte, warum Sie dem Stern gefolgt sind und welche Bedeutung ihre Namen haben und warum sie dem neugeborenen Kind Gold, Weihrauch und Myrrhe als Geschenke mitgebracht haben.

Zum Abschluss des Gottesdienstes zeichnete Gemeindereferentin Frau Gertrud Hankl u.a. Dominik Mark für 6 Jahre und Christina Plötz für 10 Jahre Sternsingerdienst mit jeweils einer Urkunde aus.

"Gemeinsam für Gottes Schöpfung" - Eröffnung der Sternsingeraktion 2017

Wie schon in den vergangenen Jahren standen auch heuer wieder die Sternsinger im Mittelpunkt vom ersten Pfarrgottesdienst des neuen Jahres. 57 Buben und Mädchen - aufgeteilt in 15 Gruppen - werden zusammen mit ihren erwachsenen Begleitern am 04. und 05. Januar die Waldsassener Geschäfte und Wohnungen besuchen.

Gemäß dem Motto der diesjährigen Sternsingeraktion "Gemeinsam für Gottes Schöpfung - in Kenia und weltweit" richtet sich der diesjährige Blick ganz besonders auf die Schöpfung. Am Beispielland Kenia zeigten die Sternsinger auf, wie sich der Klimawandel in den Entwicklungsländern auswirkt. Die Industrie der reichen Welt brummt. Tagtäglich entstehen neue Fabriken und die Städte werden immer größer und größer. Dafür braucht man immer mehr Strom und durch das Wachstum und den damit verbundenen Wohlstand wachsen auch die Mullprobleme. Wohin damit? In den Flüssen und Meeren entsorgen, in andere Teile der Welt bringen. Man kann den Giftmüll doch in die Wüste schaffen.
Mutter Erde quammert und stöhnt immer mehr und den Lasten der reichen Welt, die sie zu tragen hat. Der ganze Qualm, die Hitze der Fabriken, das Gewicht der Städte, das immer mehr zunimmt. Die Hitze, die immer unerträglicher wird, steigt ihr zu Kopf. Mutter Erde ist so, als hätte sie Fieber.
Auch dem Kind aus Kenia macht die Hitze zu schaffen. Es hat schon jahrelang nicht mehr geregnet. Es gibt nicht mehr genug Wasser, die Pflanzen und Tiere verdursten. Sie wisse bald nicht mehr wohin ....

Mit den Spenden der diesjährigen Sternsingeraktion kann diesen Menschen geholfen werden. Es werden u.a. Brunnen gebohrt, Wassersammelbecken angelegt, die den Regen auffangen sollen, wenn er mal kommt. Desweiteren werden Schuhlen und Medizinstationen aufgebaut sowie Ärzte & Krankenschwestern ausgebildet und geschult.

Zum Schluß des Gottesdienstes segnete Pfarradministrator Pater Marianus den Stern der Sternsinger, den Weihrauch und die Kreide sowie die Sternsinger.

 

Jahresschluß-Gottesdienst mit Eucharistischem Segen

001Beim Jahresschluß-Gottesdienst am Silvesterabend wurde Rückschau auf das vergangene Jahr 2016 gehalten. Vor dem ausgesetzen Allerheiligsten wurde nochmals an viele Ereignisse erinnert, die sich während des Jahres ereigneten hatten. Pfarradministrator Pater Romanos hatte diese in  mehrere Aufzählungsblöcke unterteilt und mit dazu passenden Fürbitten verbunden. Mit dem abschließenden Eucharistischen Segen wurde die Hoffnung verknüpft, dass das Neue Jahr 2017 ein friedvolleres und segensreicheres Jahr werden möge als 2016.

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Weihnachtskonzert des MGV Waldsassen in der Basilika

E7D16136Auch in diesem Jahr veranstaltete der Männergesangverein 1865 e.V. Waldsassen ein Weihnachtskonzert als Benefizveranstaltung für die Innenrenovierung der Basilika. Fast schon eine kleine Tradition ist es mittlerweile und lockt Besucher aus nah und fern, so dass die Basilika bis aus den letzten Platz gefüllt war.

Die Leitung lag in Händen von Herrn Josef Schwägerl, der für den erkrankten Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter einsprang. Am E-Piano begleitete der junge Organist Lars Amann aus Windischeschenbach.

Stadtpfarrer Thomas Vogl sprach zwischen den einzelnen Abschnitten Gedanken zu Weihnachten und zum Jahreswechsel und dankte allen Mitwirkenden und ebenso allen Besuchern für ihre Spenden zugunsten der Renovierung. 

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Fest des Hl. Evangelisten Johannes - Patrozinium der Basilika

E7D16039Fast wie ein dritter Weihnachtsfeiertag ist für die Pfarrei das sich an die festlichen Tage anschließende Patrozinium der Basilika zum Fest des Hl. Evangelisten Johannes. Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde es von Stadtpfarrer Thomas Vogl in Konzelebration mit Pfarrvikar P. Marianus und Pfr. i.R. BGR Martin Neumeier am Abend zusammen mit den Schwestern der Abtei und vielen Gläubigen aus der Pfarrei und darüber hinaus gefeiert.

In seiner Predigt zitierte Stadtpfarrer Thomas Vogl ein Wort von Martin Buber: „Wer mit den Menschen reden will, ohne mit Gott zu reden, dessen Wort vollendet sich nicht; aber wer mit Gott reden will, ohne mit den Menschen zu reden, dessen Wort geht in die Irre. Die wahre Anrede Gottes weist den Menschen in den Raum der gelebten Sprache.“ Darauf Bezug nehmend meinte Pfr. Vogl, dass man die Evangelien als „Raum gelebter Sprache“ bezeichnen könnte und gerade der Evangelist mit dem Anfang seines Evangeliums, dem Prolog, der jedes Jahr das Weihnachtsgeheimnis auf tiefe Weise meditiert und verkündet, in diesen Raum gelebter Sprache hineinführe. Es ist der Raum der Kommunikation Gottes mit dem Menschen in seiner Menschwerdung und umgekehrt des Menschen mit Gott, die sein Leben heiligt. „Was sind Grundworte solch gelebter Sprache?“, fuhr Pfarrer Vogl in seiner Predigt fort. „Was sind Grundworte für einen Christen, die einen Lebensraum eröffnen? Drei scheinen mir wichtig: »Ich glaube dir, Gott.« Und das heißt immer auch »Ich glaube dir, Mensch.« Der Raum des Vertrauens öffnet sich mit und in diesem Wort. Das zweite ist »Ich bete für dich.« und das heißt immer auch zugleich »Ich bin für dich da, ich helfe dir.« Das Patrozinium mit dem Fest des Hl. Johannes führt in diesen Raum hinein. Die Heiligen als Fürsprecher erinnern uns an den Dienst des Gebetes und der Hilfe füreinander. Und schließlich als drittes Wort »Ich verzeihe dir.« und dieses braucht immer auch »Ich bitte um Verzeihung.« So findet man zur wahren Anrede Gottes und zur rechten Rede mit dem Menschen im »Raum der gelebten Sprache«.

Zum Abschluss des Gottesdienstes wurde traditionell der Johanniswein gesegnet, der dann beim anschließenden Umtrunk den Gläubigen gereicht wurde.

Festliche Kirchenmusik mit der Nicolai-Messe von Joseph Haydn boten auch bei diesem Gottesdienst wieder der Basilikachor, die Solisten und das Orchester mit Frau Siliva Gmeiner an der Orgel. Die Leitung hatte in Vertretung des erkrankten Kirchenmusikers Andreas Sagstetter, Pfarrvikar P. Romanos.

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Predigt Stadtpfarrer Thomas Vogl in der Hl. Nacht 2016

Heilige Nacht 24. Dezember 2016, Basilika Waldsassen

Liebe Schwestern und Brüder!

Ich bleibe einfach immer wieder daran hängen und es hat sich eingehakt in meinem Denken und Fühlen. Es tröstet mich und lässt mich gleichzeitig zweifeln. Ich möchte es gerne weitersagen und habe Angst, dass es nicht gehört oder als zynisch empfunden wird. Das Wort der Engel an die Hirten: „Fürchtet euch nicht!“

„Sie fürchteten sich sehr.“, heißt es von den Hirten. Dabei sind sie doch einiges gewohnt, sie kennen die Nacht und ihre Bedrohungen von außen wie von innen. Doch was in dieser Nacht vor sich geht, ist etwas völlig Neues und Anderes, fremd und daher beängstigend. „Sie fürchteten sich sehr.“

Wir kennen auch die „Nacht“, wir wissen um die globalen Bedrohungen, die erschreckenden Ereignisse, aktuell und immer wieder von Neuem. Es gibt viele berechtigte Sorgen und Fragen, aber auch viele diffuse Ängste, leider geschürt und provoziert. Wir werden nicht von einer geheimnisvollen Himmelserscheinung oder Engeln aufgeschreckt, sondern von den immer neuen Schrecken, die die Erde und vor allem Menschen anderen Menschen zumuten und antun, in Berlin, München, Zürich, Belgien, Aleppo, Istanbul, der Ukraine, … wie fürchterlich, dass die Liste noch viel länger aufzuzählen wäre.

Dennoch und gerade deswegen: „Fürchtet euch nicht!“ – Die Botschaft des Weihnachtsevangeliums ist kein Appell und keine Parole, sie beschwichtigt auch nicht einfach oder redet etwas schön, sondern nennt ein Grund, einen, der tragen und ermutigen kann: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren.“ – Diese Botschaft darf nicht verstummen, auch wenn sie scheinbar immer weniger hören und jene, die sie hören oder einmal gehört haben, können oder wollen sie oft nicht mehr recht glauben. Lieber hört man sich tausendmal die immer hilfloser werdenden Erklärungsversuche an, warum unsere Welt so fürchterlich geworden ist, und verfällt zu leicht denen, die am lautesten und einfachsten alles erklären wollen. Bekommt aber dabei nur noch mehr Angst und Wut, Zorn, vielleicht sogar Hass. Die einen wollen die Freiheit schützen und die anderen mit Gewalt diese ständig vernichten und man muss fürchten, dass es auf beiden Seiten kein Maß und Korrektiv mehr gibt. Jenes Maß, das Gott in seiner Menschwerdung schenkt, Leben statt Leid, Freude statt Furcht, Menschlichkeit einfach.

„Fürchtet euch nicht! - Heute ist euch der Retter geboren.“ – das ist kein Argument für politische Diskussionen, keine Erklärung oder Resolution der Vereinten Nationen, sondern eine Einladung zum Glauben und zum Vertrauen. Es sind Worte, die von weit her kommen, vom Himmel zur Erde. Auch deswegen die Furcht der Hirten, denn in der Bibel ist immer dann davon die Rede, wenn Gott auf den Plan tritt, wenn sein Erscheinen erkannt und seine Macht anerkannt wird. Die Botschaft der Engel kommt von weit her und das Herz weit machen. Ein Zeichen steht dafür: ein Kind in Windeln, in einer Krippe – hilflos, heimatlos. Eigenartig, wenig vertrauenswürdig oder ermutigend. Aber meiner Ohnmacht angesichts der Probleme, Nöte und Konflikte unserer Welt und auch des eigenen Lebens (sie bleiben ja auch, trotz der großen Not in der Welt), kommt Gott selbst ohnmächtig entgegen. Er will und muss sich nicht beweisen, sondern will mit uns sein, nahe, solidarisch und sagt: Es geht mir wie dir, Mensch. Ich kenne deine Not. Ich nehme sie ernst und werde sie tragen. Ich will dich retten.

In den Hirten erwacht dieses Vertrauen, so dass sie aufbrechen und nach Betlehem gehen, dass sie nach dem suchen, was aus der Angst zum Leben befreit, was bedrängtes Leben rettet. Angst lähmt oder macht aggressiv, Vertrauen bewegt und versöhnt.

Die Hoffnungszeichen dürfen nicht übersehen werden. Das Gute darf nicht verschwiegen werden. Das gilt zu allererst für die Weihnachtsbotschaft selbst. Ob sie nun in einer Schule in Istanbul in Form von Liedern und Bräuchen auf dem Lehrplan stehen soll, ist für mich nachrangig, wenn hier in Deutschland der Kern des Festes verloren geht. Und nicht einmal, damit wenigstens an Weihnachten die Kirchen wieder voller wären, sondern dass der Grund eines angstfreien und vertrauensvollen Zusammenlebens der Menschen, geprägt von Erbarmen und Verständnis füreinander, geachtet wird: Ehrfurcht vor Gott ist Ehrfurcht vor dem Menschen. Vertrauen in Gott, ist Vertrauen in den Menschen. Die Werte unserer Gesellschaft sind daraus erwachsen. Religion bzw. ihre Gläubigen, die keine Ehrfrucht vor dem Menschen haben, solche Gläubige beleidigen Gott, lästern ihn. Parteien, die die Würde des Menschen, eines jedes Menschen, nicht achten, sind für Christen nicht wählbar.

Weihnachten feiern, liebe Schwestern und Brüder, heißt darum aufbrechen aus Angst und Bequemlichkeit, heißt darum auch, nicht einfach oder irgendwo hin weitergehen, sondern den Weg zu Gott und damit zum Menschen zu gehen, ohne Furcht, aber in Ehrfurcht vor Gott und den Menschen. Die Art dieses weihnachtlichen Aufbrechens nennt der Apostel Paulus in seinem Brief an Titus: besonnen, gerecht, fromm. So kann in uns selbst und für diese Welt der Weg der Ehrfurcht Gott und den Menschen gegenüber gegangen werden.

Und so kann auch an diesem Weihnachtsfest 2016 die Freude unser Herz erfüllen.

Diese hat mir eine Erzählung des Schriftstellers und Journalisten Axel Hacke bereitet. Er trifft sich immer wieder mit Gott, am Flaschencontainer, im Café und spricht mit ihm über „Gott und die Welt“:

„Ob es ihn nicht jucke, fragte ich: mal dreinzuhauen, den Mordgestalten zu zeigen, wo der Hammer hänge, Stichwort Sintflut, Stichworte Sodom, Gomorra. Ja, aber wo fange man an, höre man auf? Tag für Tag sei das Übel in der Welt, überall, da hätte er viel zu tun. Er habe das Böse geschaffen, weil er gedacht habe: Wie soll man das Gute erkennen, wenn es das Böse nicht gebe? Wie könne man den Tag begrüßen, wenn man die Nacht nicht habe? Wie sei es möglich, das Leben zu schätzen, wenn es keinen Tod gebe? Nicht falsch, oder? Aber es quäle ihn, er sehe, was er angerichtet habe, bis zum Urknall zurück reue es ihn. Was solle er tun? Er sei Schöpfer, Rückbau sei seine Sache nicht, er wisse gar nicht, wie das gehe. Was er überhaupt hier mache, im Viertel, frage ich. Das sei eben die andere Seite, sagte er. Das großartige Leben, das wir hier geschaffen hätten, die Zivilisation, die Toleranz, die Kultur. Die kühlen Getränke. Er habe es nicht mehr ausgehalten draußen, er sei quasi hierher geflüchtet, rief er, nun lauter, und warf mit rudernden Armen beinahe seine Tasse um. Er sei Universumsflüchtling. Das Alleinsein. Die Ewigkeit. Die Weite. Dieses haltlose Herumschweben. Das könne sich kein Mensch vorstellen. Ob ich wisse, wie langweilig die Unendlichkeit sei? Und deshalb sei er hier, weil er endlich einmal etwas haben wolle von dem, was selbst geschöpft habe, ja, so drückte er sich aus, »geschöpft«, sagte er und fügte hinzu: Endlich sei er hier!

»Blöder Zeitpunkt«, sagte ich. »Kannst du laut sagen«, sagte er. (Immer duzt er mich und ich sieze ihn, so ist das.) »Macht mich fertig, ehrlich gesagt, nicht, weil es mich in meinem Lebensgenuss stört, versteh das nicht falsch. Aber erstens bin ich schuld an allem, letztlich, zweitens kann ich euch nicht helfen. Echt nicht. Ihr müsst euch selbst helfen. Könnt ihr auch. Werdet ihr.“

Liebe Schwestern und Brüder!

„Rückbau“ ist nicht seine Sache, sagt Gott, er sei Schöpfer. Wenn wir den feiern, der vor aller Schöpfung ist, Jesus Christus, werden wir mit ihm „Schöpfer“ des Lebens. Nicht Rückbau oder Rückzug ist darum angesagt, sondern unser Handeln. Eine alte Klosterschwester sagte zu uns Schülern im Studienseminar immer „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!“ Getragen von der Botschaft dieser Heiligen Nacht können wir das – „Fürchtet euch nicht! Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren.“

Stadtpfarrer Thomas Vogl

 

Die Predigt zum Download: Predigt Stadtpfarrer Thomas Vogl - Heilige Nacht 2016

Die Weihnachtsgottesdienste in der Basilika Waldsassen - Eine kleine Nachlese in Wort und Bild

E7D15929Mit festlichen Gottesdiensten wurde das Hochfest der Geburt Christi gefeiert. Zahlreiche Gläubige aus der Pfarrei, sowie viele Gäste und Urlauber feierten in der weihnachtlich geschmückten Basilika mit und erfreuten sich vor allem auch an der festlichen Kirchenmusik mit den Pastoralmessen von Karl Kempter, Anton Diabelli und W. A. Mozart

Mit der Kinderchristmette am Heiligabend nahmen die die Feierlichkeiten ihren Anfang. Alljährlicher Höhepunkt ist die Christmette um Mitternacht mit dem Martyrologium, der Festankündigung und dem sog. „Königsamt“ am ersten Feiertag. Die feierliche Weihnachtsandacht mit Eucharistischem Segen und weihnachtlichen Chorsätzen half, das Geheimnis von Weihnachten noch einmal zu betrachten

Lesen Sie hier die Predigt von Stadtpfarrer Thomas Vogl in der Christmette - zur Predigt

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Zum Anschlag in Berlin

Wir gedenken der Toten und erbitten für die Hinterbliebenen und alle, die um sie trauern, Trost und Kraft. 
Wir beten für die vielen Verletzten und ihre Angehörigen, für alle, die für sie da waren und es auch weiterhin sind.
Wir wissen uns mit den Menschen in Berlin und überall verbunden, die wegen Gewalt in Angst und Sorge leben.
Wir beten um Frieden und um ein Ende sinnloser Gewalt.