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Romwallfahrt 2018

BGPP5362Am Sonntag früh, den 29. Juli,  machten sich 25 Minis und ihre Begleitpersonen auf den Weg. Vom Flughafen München aus,  ging es mit der Lufthansa nach Rom. Am Nachmittag landeten wir in dem noch heißeren Rom. Unsere Pension lag sehr günstig; nicht weit von Santa Maria Maggiore weg. Ab Montag früh machten wir Rom „unsicher“. Zu den Hauptattraktionen gehörten natürlich der Diözesangottesdienst in der Lateranbasilika, die Sehenswürdigkeiten des antiken Roms und natürlich die Besichtigung des Petersdoms und der Kuppel, wo wir uns leider 3 Stunden lang anstellen mussten, um die Sicherheitsschleusen zu passieren. Unseren Papst Franziskus haben wir leider nur von ganz weit gesehen, denn ganz viele Minis durften nicht mehr auf den Petersplatz zur Audienz – auch wir leider nicht.

In ganz Rom traf man auf Minis  - Erkennungszeichen: der Pilgerhut – jede Diözese hatte ihren eigenen. Natürlich lud der ein,  getauscht zu werden. Begehrtes Tauschobjekt war auch der kleine Schlauchschal.

Es war eine ganz harmonische Gruppe und die großen Minis führten durch die Stadt. Jede und jeder hat eine Sehenswürdigkeit durch ein kleines Referat vorgestellt.

GLGO3833Dank der vielen großzügigen Spenden der Waldsassener Pfarrgemeinde,  konnte an jedem Abend das Essen von der Gemeindereferentin bezahlt werden.

Am Freitag, den 3. August, ging es wieder in Richtung Heimat und ereignisreiche Tage neigten sich dem Ende zu.  Viele waren sich sicher: das nächste Mal fahre ich wieder mit. 

Das gute Leben und der Tod

Sterben, das ging damals anders als heute. In den Oberpfälzer Klöstern gab es eine lebendige Gedenkkultur. Heute ist der Tod ein Tabuthema. Mit seinem Festvortrag will Andreas Trampota die Brücken in die Gegenwart schlagen.

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Blick in den Barocksaal während Andreas Trampotas Festvortrag.

Wolfgang Steinbacher

(wpt) Der Tod, er bedeutet nicht nur das Ende der diesseitigen Existenz. Er stellt auch Hinterbliebene vor eine schwere, oft unmöglich zu bewältigen scheinende Herausforderung. Wie erfahren wir das Sterben? Hat sich unser Umgang mit diesem Thema in den letzten Jahrhunderten verändert? Vielleicht hat ja das gute Leben Auswirkungen auf die Sterbestunde eines Menschen. Das war Kernthema des Festabends im Barocksaal beim vierten Oberpfälzer Klostersymposium der Provinzialbibliothek. Der Titel der Veranstaltung und der dazugehörigen Ausstellung: "Mors - Tod und Totengedenken in den Oberpfälzer Klöstern".

"Unser Tod, das ist keiner mehr. Das wird in der heutigen Zeit oft beklagt. Unser Sterben ist ein Tabuthema, aber der Tod lässt sich nicht verdrängen", leitete die Leiterin der Provinzialbibliothek, Siglinde Kurz, den Abend ein. Bürgermeisterin Brigitte Netta bezeichnete das Sterben in ihrem Grußwort als "den Endpunkt des Diesseitigen." Der Verlust einer nahestehenden Person hinterlasse oft eine Leerstelle, von der es nicht leichtfalle, sie zu akzeptieren.

Im Mittelpunkt des Abends stand der Festvortrag von Andreas Trampota. Er ist Professor für philosophische Ethik an der Hochschule für Philosophie in München. Er wollte Vergangenheit und Gegenwart miteinander vereinen. Zu Beginn zitierte er die mit Platon in Verbindung gebrachten Worte: "Philosophieren heißt sterben lernen." "Der Tod", so Trampota, "ist unser ständiger Begleiter, er ist nicht nur ein Ereignis irgendwann." Ihm zufolge ist der Tod ein zutiefst menschlicher Akt. Der Mensch sei das einzige Wesen, das sich seiner eigenen Sterblichkeit bewusst ist. Dieses Wissen führe zu einem tiefen Gefühl der Verunsicherung. "Dagegen gibt es nur ein Heilmittel. Die Liebe." Die Erfahrung des Todes hänge stark mit dieser zusammen. Wir müssten "uns erst einmal selbst genommen werden", damit sich unsere Sicht auf die Welt verändere. Das gute Leben, das sei heute in erster Linie mit praktischen Fragen verknüpft.

Der Mensch heute handle häufig zweckorientiert, er sei immer zu aktiv, um seine Ziele zu erreichen. "Der Tod ist etwas, das wir erleiden. Man könnte sogar sagen, er ist das Passivste, was uns passieren kann", gab er zu bedenken. Wenn der Mensch nun täglich mit dieser Unverfügbarkeit lebe, dann erkenne er an, nicht alle Aspekte des eigenen Daseins steuern zu können. "Wenn Menschen handeln, dann ist das nicht alles. Wir leben auch nach der Dimension des Sinns", führte er weiter aus. Erst durch die Endlichkeit werde das Leben zu etwas Kostbarem. "Sonst würde alles in Bedeutungslosigkeit versinken. Wir müssen das Leben als etwas Abgeschlossenes betrachten, erst dann kommen der Wert und der Sinn ins Spiel", ergänzte er. Durch die Verbindung des Aktiven mit dem Unverfügbaren erfahre das Leben erst seinen ihm eigentümlichen Sinn.

Der Tod ist etwas, das wir erleiden. Man könnte sogar sagen, er ist das Passivste, was uns passieren kann.

Professor Andreas Trampota

Das Fazit:

Das Fazit der Organisatoren

Christian Malzer und Georg Schrott, die beiden umtriebigen Organisatoren des Symposiums, waren sich einig: "Es bleibt noch viel zu tun. Es ist aber auch schon einiges gemacht worden." Beide zeigten sich mit dem Ablauf des Symposiums sehr zufrieden. Die nächsten Schritte sind schon geplant. Im Frühjahr wird ein Tagungsband mit den Beiträgen der Referenten erscheinen. Die Grundlage dafür bildet Andreas Trampotas Festvortrag. Die Tagung habe gezeigt, dass durchaus Interesse am damaligen Leben in den Klöstern bestehe, sagte Malzer. "Uns wurden neue Facetten des Themas aufgezeigt und wir konnten neue Zugangswege dazu finden", freute er sich. Drei Jahre, das sei eine realistische Zeitspanne, bis das nächste Symposium stattfindet

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330 Jahre Verehrung des Katakombenheiligen St. Deodatus

Hl. DeodatusWenn am kommenden Sonntag wieder das traditionelle Hl.-Leiber-Fest in der Basilika von Waldsassen gefeiert wird, so steht diesmal sogar  ein Jubiläum besonderer Art an, indem nämlich vor genau 330 Jahren mit den Gebeinen des hl. Deodatus die älteste Ganzkörper-Reliquie dem Zisterzienserkloster im Stiftland gewidmet wurde und hier bis heute eine ansehnliche Verehrung erfährt.

Über den Erwerb der Reliquie hat sich im Pfarrarchiv sogar noch die entsprechende Original-Urkunde auf Pergament vom 25. Mai 1688 erhalten,  ausgestellt von dem Regensburger Domherrn Dr. Ignatius Plebst und versehen mit einem stattlichen Wachssiegel.

Obgleich die 10 „Heiligen Leiber“ der Waldsassener Basilika aufgrund vieler Umbrüche und Veränderungen in den letzten Jahrzehnten nicht mehr den hohen Stellenwert einnehmen, den sie in der Barockzeit einmal hatten, so gelten sie bei den Gläubigen bzw. in der Pfarrei immer noch als begehrte Schutzheilige, um z.B. die Stadt samt den umliegenden Fluren vor Unwettern und sonstigen Unglücken zu bewahren.

Tibi Chrtiste 2Weithin entstanden ist der Kult mit den „Heiligen Leibern“ in der frühen Neuzeit, als man 1578 in Rom wieder die unterirdisch angelegten Katakomben entdeckte und dabei auf die sterblichen Überreste frühchristlicher Märtyrer stieß. In der Folgezeit wurde daraufhin eine Vielzahl solcher Gebeine erhoben, die – zunächst in Holzkästchen gebettet - von den Kirchen und Klöstern meist in Süddeutschland, in Österreich und in der Schweiz gerne erworben wurden. In der Barockzeit nahm die Verehrung und Präsentation solcher Reliquien noch zu, nachdem sich auch geschickte Hände aus Frauenklöstern oder unter Laienbrüdern fanden, um die „neuen Heiligen“ prächtig zu verzieren und sie in kunstvollen Schreinen den Gläubigen zur Verehrung zu präsentieren.

Offenbar erbat man sich auch im wiedererstandenen Kloster Waldsassen eine solche Reliquie, die am 15. März 1687 aus den Kallixtus-Katakomben in Rom erhoben wurde und zunächst in die Domstadt Regensburg kam, wo sie im Mai 1688 dem Zisterzienserkloster Waldsassen mit einer förmlichen Widmung zugestellt und wohl umgehend auch übermittelt wurde. 

Nachdem im Frühjahr 1689 mit dem Neubau der Stiftskirche begonnen wurde, erhielt der Reliquienschatz vorerst einen Platz in der Hauskapelle, wo dem damaligen Superior P. Nivard Christoph bei seinem nächtlichen Chorgebet im März 1690 mit der Reliquie sogar eine lichtvolle, übernatürliche Erscheinung zuteil geworden ist, über die er umgehend ein „Libell“ verfasste.

Tibi Chrtiste 3Nachdem die Stiftskirche 1704 eingeweiht und in der Folgezeit noch weiter ausgestattet wurde, erhielt auch der Hl. Deodatus zunächst seine Präsentation auf dem Bernhardsaltar. Dazu wurde 1721 die Landgerichtssekretärsgattin Magdalena Sinner in Amberg beauftragt, die filigrane Fassung der Knochenteile vorzunehmen.  Beim Jubiläum des Klosters 1733 wurde der Schrein mit den Gebeinen von St. Deodatus im Festzug mitgeführt und von Fackelträgern begleitet.

In der Folgezeit erwarb das Zisterzienserstift unter Abt Eugen Schmid bis 1744 noch weitere 5 solcher Ganzkörper-Reliquien, z.T. mit den Blutgefäßen, wobei die kunstvolle Fassung für die Seitenaltäre nun allesamt dem ordenseigenen Frater Adalbert Eder (1707 – 1777) übertragen wurde.

Als man 1756 unter Abt Alexander Vogel das Heilige-Leiber-Fest etablierte, verfügte die Stiftskirche bereits über acht solcher Reliquien, außerdem waren noch 2 Heilige Leiber in der Gnadenkapelle in Tirschenreuth eingefügt und präsentiert worden, die auch Frater Eder aufbereitet hatte. Wenig später stieg die Zahl in Waldsassen sogar auf zehn und erfolgte nun eine teilweise Umgruppierung in der Stiftskirche. Bei einem Vergleich zwischen der schlichten Arbeit von Frau Sinner mit dem Leib des Hl. Deodatus gegenüber den geradezu klassischen Arbeiten von Frater Eder ist ein deutlicher Unterschied dahingehend festzustellen, dass Frater Eder zweifellos der fähigere und versiertere Fachmann gewesen sein muss, obgleich er eigentlich Autodidakt gewesen sei, wie es heißt.

Dank der Kontinuität im kirchlichen Bereich des Stiftlandes haben sich die Heiligen Leiber der Basilika bis heute in der angestammte Fassung erhalten, wenngleich die barocken Samt- und Seidenstoffe in der Urfassung durch das Tageslicht und die UV-Strahlung erkennbar ausgebleicht worden sein dürften. Doch dies sollte dem verehrungswürdigen Status bzw. der überkommenen Reliquienverehrung keinen Abbruch tun.

Bericht: Robert Treml

Bilder: 1 x Robert Ehrmann; 2 x Georg Schrott

Verabschiedung von Pater Marianus Kerketta

Die Pfarrei Waldsassen hat Pfarrvikar P. Marianus offiziell verabschiedet und ihm für seine dreieinhalbjährigen Dienst in der Seelsorge ein herzliche Vergelt’s Gott gesagt. Stadtpfarrer Thomas Vogl dankte ihm in der Predigt für all das, was er mit den Menschen der Pfarrei geteilt hat: seine Bereitschaft da zu sein, seine Herzlichkeit und Menschenfreundlichkeit, die Erfahrung Weltkirche zu sein und einen Blick in die Situation seiner Heimat in Indien zu geben, die vor allem mit der Unterstützung des Schulprojektes verbunden war. Im Namen der Gremien dankte Pfarrgemeinderatssprecherin Sabine Ernstberger dem scheidenden Pfarrvikar für sein Zugehen auf die Menschen und sein echtes Interesse an ihrem Leben. Zur Erinnerung und zum Dank überreichte sie ihm mit Stadtpfarrer Thomas Vogl zwei Schiefertafeln mit Lambertsglas gestaltet. Für die Abtei sprach Frau Äbtissin Laetitia Fech die Abschiedsworte und stellte besonders seine geistlich tiefe Beziehung zu Christus bei der Feier der Gottesdienste und sein bescheidenes frohes Wesen heraus. Bürgermeister Bernd Sommer freute sich, im Namen der Stadt für das Wirken zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger zu danken. Ein bay. Brotzeitkorb als Proviant für den Anfang in Gangkofen und eine Uhr mit dem Stadtwappen sollen Dank und Erinnerung sein. Für die Verbände schließlich sprach Frau Gudrun Sirtl und übereichte eine weiter Spende für das Schulprojekt in der Heimat von P. Marianus. Wer dies noch unterstützen möchte, kann gerne im Pfarrbüro einen Betrag dafür abgeben.

Nach dem Gottesdienst hatte der Pfarrgemeinderat einen kleinen Stehempfang im Pfarrgarten vorbereitet, so dass auch noch persönlich vom Pfarrvikar Abschied genommen werden konnte. Ende August wird dann P. Marianus von Waldsassen nach Gangkofen ziehen. Sein Nachfolger P. John Gali vom Kloster Fockenfeld wird ab dem 8. September seinen Dienst in der Pfarrei beginnen.

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Bilder: M.Demmer

Firmung 2018

IMG 0829Am Freitag, den 6. Juli 2018 durften 71 Mädchen und Jungen das Sakrament der Firmung empfangen. Der H. Herr Weihbischof Josef Graf war extra aus Regensburg angereist, um den festlich gekleideten Firmlingen Gottes Geist zuzusprechen.

In einem kurzen Anspiel durch Benedikt Scharnagl, Julia Bauer und Max Neumann, wurde noch einmal die Fußball WM und die Begeisterung Vieler angesprochen. Im Mundart - Gespräch der Drei wurde deutlich, dass wir als Christen auch zu einer Mannschaft gehören, die mit unendlich vielen Mitgliedern weltweit im Einsatz ist. Der H. Herr Weihbischof griff dieses Thema dann auch gleich in seiner Predigt auf und betonte, dass wir ganz besonders von Jesus begeistert sein dürfen und diese Begeisterung auch weitertragen sollen. Wir gehören zur Mannschaft Jesu; dies zeigte sich auch auf dem großen Bild der Firmvorbereitung im Seitenaltar, wo Jesus als guter Hirte zu sehen war und jeder Firmling als kleines Schaf.

Bei der Firmung selber hatte der H. Herr Weihbischof für jeden Firmling ein paar persönliche Worte. Das machte bei vielen großen Eindruck und den Bischof so menschlich.

Am Ende der Firmfeier wurde mit dem Bischof noch ein großes Gruppenbild am Hochaltar gemacht. Dieser Tag wird für die Neugefirmten und Ihre Patinnen und Paten unvergessen bleiben.

Ein großer Dank gilt all denen, die dazu beigetragen haben, dass die Kinder auf dieses große Fest so gut vorbereitet wurden. Allen voran natürlich den Tischmüttern. Ein Dankeschön auch allen Schulen, die so vielen Minis freigegeben haben, damit sie der Feier, durch ihren Dienst, die nötige Würde verleihen konnten.

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BR-Fernsehgottesdienst zum Patrozinium der Basilika

Am 15.8.2018, dem Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel und dem
Patrozinium der Waldsassener Basilika überträgt das Bay. Fernsehen wieder
einmal einen Gottesdienst. Um 10.00 Uhr wird live aus der Basilika gesendet.
Msgr. Erwin Albrecht und Frau Andrea Kammhuber von der zuständigen Redaktion
des BR waren mit einem Team bereits zur Vorbesprechung in Waldsassen.
Stadtpfarrer Thomas Vogl führte zusammen mit seinen Mitarbeitern in das Fest
ein und erläuterte die einzelnen Teile des Gottesdienstes. Eine besondere
Rolle werden die traditionellen Kräuterbuschen spielen, die zum Fest
gebunden und gesegnet werden. Mitgliedes des Kath. Frauenbundes pflegen
jedes Jahr diesen Brauch und werden beim Gottesdienst auch die
Kräuterbuschen in die Basilika bringen und Dienste übernehmen.
Schon jetzt ergeht sehr herzliche Einladung zur Mitfeier an die
Pfarrangehörigen vor Ort und für viele Menschen über Fernsehen oder
Internet.

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Bayern wählt - Mit dem Kandidaten auf Du und Du

Das Diözesankomitee lädt zu folgender Veranstaltung ein:

"Bayern wählt! - Mit den Kandidaten auf Du und Du!"Am 14. Oktober wird in Bayern der Landtag gewählt.
Aus diesem Anlass führt das Diözesankomitee (in Kooperation mit der KAB) eine Veranstaltung durch, die unter dem Motto stehen "Bayern wählt! - Mit den Kandidaten auf Du und Du!". Das Diözesankomitee hat fünf Landtagskandidatinnen und -kandidaten aus der Region eingeladen, um ihre Standpunkte kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen.
Dabei sollen die Themen
- Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land
- Miteinander der Generationen
- Christliche Werte in der Politik
als Diskussionsgrundlage dienen.
Nach einem Statement der Kandidaten/-innen stehen diese zum Austausch in kleiner Runde zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet statt
am Dienstag, 17.07.2018
 um 19 Uhr im Pfarrheim Weiden-St. Josef, Bgm.-Prechtl-Str. 15 (in Kooperation mit der KAB Weiden),
mit den Landtagskandidaten Tobias Reiß (CSU), Christoph Skutella (FDP), Joachim Hanisch (Freie Wähler), Anna Toman (Grüne), Annette Karl (SPD)

Es ergeht herzliche Einladung an alle Interessierten.

Pfarrfest 2018

 Pfarrfest 2018 1  Pfarrfest 2018 2 Pfarrfest 2018 3 
     
 Pfarrfest 2018 4  Pfarrfest 2018 5  Pfarrfest 2018 6
     
 Pfarrfest 2018 7  Pfarrfest 2018 9  Pfarrfest 2018 8
     
 Pfarrfest 2018 10  Pfarrfest 2018 11  Pfarrfest 2018 12
     
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Pfarrfest 2018 16   Pfarrfest 2018 17

Bilder: M.Demmer

Fragebogen-Aktion des SA Kinder- und Jugendarbeit

Kirche lebt von der Begegnung und dem Austausch. Der SA Kinder- und Jugendarbeit hat aus diesem Grund 2 Fragebögen erarbeitet, damit als erster Schritt die Stimme eines JEDEN Einzelnen bewusst wahrgenommen wird.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Fragebögen.

Einsendeschluss ist Sonntag, 08.07.2018.

Fragebogen Erwachsene: Erwachsene

Fragebogen Kinder und Jugendliche: Kinder und Jugendliche

Einführung des neuen Pfarrgemeinderat

4a9e4157 d7bb 48f4 a61a db592d595a43Nach seiner bereits nach Ostern stattgefundenen konstituierenden Sitzung wurde der neue Pfarrgemeinderat mit einem festlichen Gottesdienst offiziell eingeführt und vorgestellt. Vor allem aber wurde gemeinsam Gottes Segen für die bevorstehenden Aufgaben erbeten.

Georg Bäumler wurde nach 28 Jahren Mitgliedschaft verabschiedet und Stadtpfarrer Thomas Vogl dankte ihm mit einem Buchgeschenk für seine langjährige Treue und die verschiedenen Aufgaben (Schriftführer, Einteilung der Lektoren und Kommunionhelfer), die er übernommen hatte. Auch Herrn Christian Mittereder überreichte Stadtpfarrer Vogl ein Buchgeschenk für seine 16-jährige Arbeit als Vorsitzender und Sprecher des Pfarrgemeinderates und dankte für die stets gute und freundschaftliche Zusammenarbeit. Ihm folgt als Sprecherin Frau Sabine Ernstberger nach, die zusammen mit Andreas Grillmeier und Steffi Siller die Arbeit des PGR zusammen mit Stadtpfarrer Vogl koordinieren.

Ein Hoffnungsträger aus der Pfarrei Waldsassen

Mit Herzblut für den Familienbetrieb

hier der Link zum Artikel: mit Herzblut

Lange Tradition, ungewisse Zukunft: Michael Richtmann ist in den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern eingestiegen.
Er will den Hof übernehmen. Kann man als Landwirt überleben? Aufgeben wollte der Jungbauer nicht. 
Heute blickt er hoffnungsvoll nach vorne.

Noch etwas verschlafen und wackelig auf den Beinen, ansonsten aber putzmunter und kerngesund: Zwei Kälbchen haben am Morgen das Licht der Welt erblickt. Michael Richtmann freut sich. Sanft streichelt der Landwirt durch ihr weiches Fell, gibt ihnen Milch zu trinken. In den nächsten Tagen wird er für die Kälber „Mama-Ersatz“ sein. Momente wie diese zeigen: Da ist einer am richtigen Platz. Nach seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhändler und einem Landwirtschaftsstudium in Triesdorf arbeitet Michael Richtmann nun wieder dort, wo er aufgewachsen ist: Im elterlichen Milchviehbetrieb in Kondrau. Früher hieß es meist: „Der Jüngste übernimmt den Hof“, da wurde nicht lange gefragt. Heute ist das nicht mehr so, sagt der 27-Jährige und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: „Der Jüngste in der Familie bin ich trotzdem.“

Michael ging es nicht anders als vielen jungen Menschen, die sich beruflich orientieren und ihre Zukunft planen. Die Arbeitswelt ist vielfältig und voller Möglichkeiten. Landwirtschaft zählt nicht zu den Boom-Branchen. Michael hat viele Interessen, engagiert sich bei der Feuerwehr und in der Katholischen Landjugendbewegung. Nach dem Studium standen ihm alle Türen offen. Mit dem Bachelor in der Tasche konnte es richtig losgehen. Doch gerade da sah es düster aus. Es war im Jahr 2015, der Milchpreis war völlig am Boden. „Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt“, erinnert sich Michaels Vater, Hubert Richtmann. Umso mehr erfüllt ihn die Entscheidung seines Sohnes, in den elterlichen Betrieb einzusteigen, mit Stolz. In ein paar Jahren wird Michael den Hof übernehmen und damit den Weg einschlagen, der für ihn schon immer an erster Stelle stand. „Ich hab mir nie etwas anderes vorstellen können und auch nicht vorstellen wollen“, sagt er.

Sechsundvierzig Damen warten nun auf ihn. Echte Schwergewichte. Eine ausgewachsene Kuh kann stolze 800 Kilogramm auf die Waage bringen. Links im Stall haben die jungen Kühe ihren Platz, auf der rechten Seite die Muttertiere. „Die kennen mich“, sagt Michael, „sie wissen, dass ich es bin.“ Neugeborene männliche Kälber gehen in den Verkauf, weibliche bleiben auf dem Hof. Seit rund fünf Jahren bekommen sie Namen, durch die Abstammung und Geschichte der Tiere leichter im Gedächtnis bleiben. Gerda, Maria, Ina oder Elena heißen sie. Der Anfangsbuchstabe orientiert sich am Namen der Mutter. „Bei einer Geburt fiebert und leidet man mit der Kuh“, erzählt der junge Landwirt. Wenn alles glatt läuft, „ist das das Schönste, was passieren kann.“ Michael hat schon viele Geburten miterlebt. Geht es nach ihm, dürfen gerne noch einige folgen. „Die Frauennamen gehen mir so schnell nicht aus.“

Auch in Zukunft von der Landwirtschaft leben zu können, darauf hoffen nur noch wenige der kleineren Familienbetriebe. Produktions- und Nebenkosten steigen seit Jahren. Der Milchpreis bietet nach wie vor keinen Anlass zu Freudensprüngen.
Im Gegenteil. Der Preisdruck wird zum Teufelskreis. Will sich ein Betrieb weiter finanzieren, muss er die Milchproduktion erhöhen. Dafür braucht es mehr Kühe. Zusätzliche Kühe benötigen neue Ställe. Wer die Investition nicht stemmen kann, hat ein Problem. Viele Betriebe geben auf. Die Statistiken sind eindeutig: Pro Jahr schließen rund fünf Prozent der Milchbetriebe in Deutschland. Hinter den Zahlen stehen Schicksale. Meist trifft es die kleinen Betriebe. Mit den Tieren geht auch die Tradition. Im Stall erlischt das Licht für immer. Mitwachsen oder schließen – dazwischen gibt es wenig Spielraum.

Alles leer, alles dunkel - eine Horrorvision.

Eines Tages in den Stall zu kommen, alles leer, alles dunkel: Für Michael ist das eine Horrorvision. „Das möchte ich nicht miterleben.“ Nachdenklich blickt der ansonsten lebensfrohe Landwirt zu seinen Kühen. Landwirtschaft sei nicht mit industriellen Betrieben oder Firmen vergleichbar, meint er: „Jede Firma muss Alternativen suchen, wenn es nicht läuft. Ganz so einfach ist das in der Landwirtschaft aber nicht.“ Es hänge mehr dran.

Mehr – dazu gehört vor allem die lange Tradition. Viele kleinere Betriebe sind seit Jahrhunderten fest in der Familie und am Ort verankert, auch der der Richtmanns mit 50 Hektar Land und 7,5 Hektar Wald. Vor kurzem haben sie sich auf Spurensuche begeben und Ahnenforschung betrieben. Das Ergebnis: Die Wurzeln des Hofes gehen wohl bis ins 17. Jahrhundert zurück. Eine lange Zeit. „Da will man nicht das letzte Glied in der Reihe sein.“ Mit einer Landwirtschaft zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal bei Null zu beginnen, sei zudem aussichtslos. Alle Felder, alle Flächen sind vergeben. Wer einsteigen möchte, muss immense Summen investieren. Die Möglichkeiten von Privatpersonen oder Familienbetrieben übersteigt das weit. Auch Vater Hubert weiß: „Ist ein Hof einmal aufgegeben, dann für immer.“ Er selbst hat den Betrieb nach dem Tod seines Vaters übernommen und musste vieles mit seiner Frau Gerlinde alleine stemmen. Mit eigenen Händen hat er den Stall gebaut, nur beim Dach hatte er etwas Hilfe. „Heute kann man sich das gar nicht mehr vorstellen“, überlegt Michael: „Heute heißt es überall: schnell fertig sein, um schnell Geld zu verdienen.“ Technik, Maschinen, Automatisierung – es hat sich viel verändert in der Landwirtschaft. Doch so nützlich das ist, den menschlichen Blick auf Natur und Tiere kann keine Maschine ersetzen.

Hubert und Michael Richtmann, Landwirte mit Leidenschaft.Auch Vater Hubert weiß: „Ist ein Hof einmal aufgegeben, dann für immer.“ Er selbst hat den Betrieb nach dem Tod seines Vaters übernommen und musste vieles mit seiner Frau Gerlinde alleine stemmen. Mit eigenen Händen hat er den Stall gebaut, nur beim Dach hatte er etwas Hilfe. „Heute kann man sich das gar nicht mehr vorstellen“, überlegt Michael: „Heute heißt es überall: schnell fertig sein, um schnell Geld zu verdienen.“ Technik, Maschinen, Automatisierung – es hat sich viel verändert in der Landwirtschaft. Doch so nützlich das ist, den menschlichen Blick auf Natur und Tiere kann keine Maschine ersetzen.  

Wie im Bilderbuch

Auf Schotterwegen und vorbei an Wegkreuzen geht es zu den Feldern. Die Richtmanns bauen Mais, Weizen oder Gerste an, das später zu Futter verarbeitet wird. In einer Landwirtschaft muss alles aufeinander abgestimmt sein: die Fruchtfolge auf dem Feld, das Tierfutter, der Dünger. „Ein großer Kreislauf“, sagt Michael, nimmt eine Bodenprobe und klopft sich die Erde von den Fingern. Die Winter in der Oberpfalz sind zäh; Äcker erwärmen sich nur langsam und brauchen besondere Aufmerksamkeit. Nur auf gesunden Böden wächst gutes Futter für beste Milch. Bei gutem Wetter reicht der Blick von den Feldern bis nach Waldsassen. Die Kirchtürme der Basilika ragen zwischen den Häusern hervor. Wenn die Sonne die Felder berührt und langsam am Horizont versinkt, wirkt das wie aus dem Bilderbuch. Die Menschen würden sich gerne eine romantische Vorstellung von der Landwirtschaft bewahren, meint Michael. Es hingen eben Kindheitserinnerungen dran.Mit der Kanne loszuziehen und Milch vom Bauern nebenan zu holen, gehöre auch dazu.

„Wir sehen, dass es funktioniert.“

Traumberuf ohne Feiertage

Kindheitserinnerungen werden seit Kurzem im Supermarkt wach. Dort gibt es die Milch der Richtmanns, frisch vom Hof und zum Selberzapfen. Fast wie früher. Nur aus den Milchkannen sind Glasflaschen geworden. Ein Konzept, das frische Milch einfacher denn je für alle zugänglicher macht. Lange Transportwege, der Umweg über die Molkerei, Verpackungen und Müll gehören damit der Vergangenheit an. „Unsere Euphorie war groß“, berichtet Michael. Er erinnert sich noch gut an die anfänglichen Überlegungen in der Familie: Wenn sie nur einen Bruchteil der Milchmenge verkaufen würden, die täglich über die Supermarktkasse wandert, wäre das Projekt ein voller Erfolg. Und tatsächlich – alle Erwartungen wurden übertroffen! Regionale Produkte zu fairen Preisen seien gefragt, meint Michael. Menschen setzen sich wieder mit der Frage auseinander, was gut für sie und die Umwelt ist. So kommt der Zeitgeist dem Projekt entgegen. „Ein Kunde hat mir gesagt: Das ist das Beste, was ich jemals getrunken habe“, berichtet Michael und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Das Beste überhaupt.“ Zuspruch, der gut tut. Ihre positiven Erfahrungen möchten die Richtmanns teilen, um auch Familienbetrieben in anderen Regionen einen Weg aus dem Teufelskreis zu zeigen. 

Lokale Bäckereien werden nun mit Milch aus Kondrau beliefert und immer mehr Supermärkte in der Region sind vom Frischmilch-Konzept überzeugt. Bald wird es noch mehr Oberpfälzern und Oberfranken möglich sein, die Milch der Richtmanns ganz frisch in der eigenen Flasche mit nach Hause zu nehmen. Grund genug, voller Hoffnung in die Zukunft zu blicken, meint Vater Hubert: „Wir sehen, dass es funktioniert.“ Michael hat seinen Traumberuf gefunden – auch ohne Feiertage und Wochenenden, auch wenn der Tag auf dem Hof um halb sechs beginnt und mit dem Abendessen noch lange nicht zu Ende ist. Seit Kurzem brennen im Stall nachts noch die Lampen. Kuh Elena hat den Lichtschalter gefunden.

„Mutig, zuversichtlich und glaubensstark:
Landwirte wie die Richtmanns brauchen wir heute!“

Sonja Wagner, Bayerische Milchkönigin 2017/2018

Eine Zukunft in der Landwirtschaft? – Ja!

Große Traktoren und süße Kälber begeistern – auch mich, lange bevor ich 2011 mein Landwirtschaftsstudium begonnen habe. Sich als junger Mensch aber bewusst für die Landwirtschaft zu entscheiden, bedeutet vor allem eines: Verantwortung übernehmen. Es erfordert Mut. Doch die junge Generation glaubt an morgen. In ihr keimt der Wunsch, auf unserer Erde Spuren zu hinterlassen, nahe an der Schöpfung zu sein, mit Achtsamkeit und Weitsicht Verantwortung für die Welt zu übernehmen und sie nachhaltig mitzugestalten. So wird es möglich, einen Ort zu schaffen, an dem es sich leben und arbeiten lässt.

Elisabeth Homeier, Referentin für Agrar-, Verbraucherschutz- und Ökologiefragen der Katholischen Landjugendbewegung Regensburg

Fronleichnamsfest 2018 in Waldsassen

Feierliche Fronleichnamsprozession in Waldsassen

IMG 6471Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Basilika begann der Festtag, der mit der Prozession durch die Stadt und den vier Altären mit der Verkündigung des Evangeliums, Lobpreis, Bitte und Segen begangen wurde. Die Verbände gestalteten wieder die Altäre und Blumenteppiche, Kinder und Eltern des Kinderhauses St. Michael nahmen ebenso wie die Erstkommunionkinder und Firmlinge an der Prozession teil. Die ganze Vielfalt des kirchlichen und öffentlichen Lebens zeigte sich im Glauben an die Gegenwart Jesu im Sakrament des Altares verbunden.

In seiner Ansprache am 4. Altar vor der Basilika stellte Stadtpfarrer Thomas Vogl fest, „dass Christen praktische Menschen seien. Pragmatisch sogar. Oder wie sollte man das sonst nennen, als man begann statt Brot, das in der Eucharistiefeier gebrochen und geteilt wurde, kleine Hostien zu backen und als Leib Christi zu empfangen? Seit dem 9. Jahrhundert ist das so.

Und Katholiken sind noch praktischer veranlagt, denn im Vergleich zu unseren evangelischen Schwestern und Brüdern ist die Kelchkommunion, der Empfang des Blutes Christi, die Ausnahme statt die Regel.

Eigenartig: Wir sprechen vom „Allerheiligsten“ und gehen so sparsam damit um: das wäre ja so umständlich, aufwändig, ja und dann auch noch, wo der andere schon aus dem Kelch getrunken hat….

Nun, wir geben uns heute alle Mühe, feiern Fronleichnam festlich und feierlich, Respekt! „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ sagen wir, aber wir reduzieren und es fehlt uns nicht wirklich was. 1000 Jahre Praxis lügen nicht und gute alte Lehre der Kirche bestätigt: in der einen wie der anderen Gestalt ist immer der ganze Christus.

Warum glauben wir der Alltagsweisheit „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.“ dem Wort Jesu aber folgen wir nicht: „Nehmt und esst! Nehmt und trinkt!“?

Bequeme Pfarrer? Ja, aber nicht nur! Vielleicht ist in uns allen eine unterbewusste Scheu oder sogar Angst vor Blut, das Leben und Opfer ist. Scheu, Angst vor den Konsequenzen: Kein Leben ohne Hingabe, keine Liebe ohne Opfer. „Bis aufs Blut.“ sagen wir. Der Herr hat es getan.

„Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke?“ (Mk 10,38) fragt Jesus die Jünger Johannes und Jakobus, die sich um Ehrenplätze im Himmel Gedanken machen. Könnte ich es? Diese Hingabe leben?

„todernst schenkt er uns

reinen wein ein

in ihm ist wahrheit

sein testament

alles für uns

mit seinem blut unterschrieben“

andenken an

eine große liebe

gegen den gedächtnisschwund

grundlage

einer stiftung

für mehr leben“

(Andreas Knapp, abendmahl, in: Heller als Licht, Würzburg 2014, S. 23.)

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Eine Maiandacht einmal anders

IMG 20180516 WA0008Die Firmlinge der Pfarrei Waldsassen gestalteten am 15. 05.2018 eine Maiandacht mit dem Vergleich „ Maria und der Kaktus“ und ließen es etwas „BLUMISCH“ werden.

Schon im Mittelalter wurde Maria liebevoll „Rose ohne Dornen“ und „ Schönste aller Blüten“ genannt. Diese Namen beschreiben Maria als eine Frau, deren Leben aufgeblüht ist in der Liebe Gottes.

Was uns so ein Kaktus alles über das Leben lehren kann, trugen die Jugendlichen in Begleitung von Tanja Scharnagl, Doris Zabiegly und Sabine Ernstberger durch eine Meditation vor. Ein Kaktus ist sehr aufnahmefähig, speichert Wasser, hat Dornen und blüht hin und wieder in voller Pracht. Er muss selbst in der größten Dürre am Leben bleiben und seine Dornen schützen ihn vor Schädlinge, die ihm das Wunderbare im inneren nehmen wollen. Und das Schönste seiner doch so dornigen Art ist das BLÜHEN.

Auch Maria speicherte eine frohe Botschaft in sich. Sie musste mit ansehen wie ihr Sohn am Kreuz hing und sie immer wieder Enttäuschungen erfahren hatte. Doch in Ihrem Inneren speicherte sie das Wichtigste in ihrem Leben ab, und das ist die Liebe zu Gott.

Als Symbole wurden Wasser, ein Schwamm, die Dornenkrone und Blüten vor dem Altar niedergelegt. Musikalisch wurden sie von Gemeindereferentin Frau Gertrud Hankl mit ihrer Gitarre sowie von Silvia Gmeiner an der Orgel begleitet.

Erstkommunion 2018

IMG 6007Freundschaft mit Jesus feiern und leben

28 Kinder der Pfarrei feierten am Sonntag vor Christi Himmelfahrt ihre Erstkommunion in der Basilika. Es wurde ein froher und besonderer Festtag für diese jungen Christen.

Stadtpfarrer Thomas Vogl ging in seiner Predigt auf die Freundebücher ein, die viele der Kinder haben, um darin ihre Freunde eintragen zu lassen. Gemeinsam wurde überlegt, was Jesus alles in so ein Freundebuch schreiben würde. Das Ergebnis erhielten dann alle Kinder am Nachmittag zusammen mit der Erinnerungsurkunde, um es in ihr Freundebuch einzulegen und sich so an die Freundschaft mit Jesus immer wieder erinnern zu lassen und sie beim Gottesdienst zu feiern.

Zur Erneuerung des Taufversprechens entzündeten die Kinder ihre Erstkommunionkerzen mit Licht der Osterkerze und bekannten ihren Glauben. Ebenso waren sie dann zum Kommunionempfang um den Altar versammelt, wo sie dann zum ersten Mal ihren Freund Jesus empfingen.

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