Geschichte der Basilika Waldsassen

dippold 122x181Der Grundstein für diese ehemalige Kloster- und heutige Pfarrkirche wurde 1685 gelegt. 1704, also vor mehr als 300 Jahren, wurde die Kirche eingeweiht. Es war aber nicht die erste Kirche an diesem Ort.

 

Um 1133 kam gemäß der Legende der Mönch Gerwig mit einigen Gefährten von Regensburg hierher und baute hier in der Nähe in Köllergrün eine kleine Holzkapelle. Er bekam von seinem alten Freund Markgraf Diepold hier soviel Grund gestiftet („Stiftland“), wie Gerwig mit einem Esel an einem Tag umreiten konnte. Historisch sicher ist: Zisterzienser aus Volkenrode (Thüringen) ließen sich 1133 hier nieder. 1179 wurde die erste, gotische Kirche eingeweiht. Nach der Reformation war ein Neubau notwendig. 1803 säkularisierte der bayerische Staat das Kloster; die Kirche wurde und ist bis heute Pfarrkirche der Stadt Waldsassen. Seit 1864 bewohnen Zisterzienserinnen das Kloster. mit einer eigenen, kleineren Klosterkirche, die im Jahre 1924 erbaut wurde.

 
 
Basilika Waldsassen
 
Zahlen und Fakten:
 
Die Kirche ist 82,7 mtr. lang, 23 mtr. breit und 23 mtr. hoch (Kuppel 28 mtr.). Als Baumeister wirkten mit: Abraham Leuthner, Georg und Christoph Dientzenhofer und Bernhard Schießer. Der Stuck stammt von Giovanni Battista Carlone, Intelvi-Tal, Italien - das Freskant schuf Jakob Steinfels aus Prag. Bauzeit: 1681 - 1704; Baustil: Hochbarock böhmischer und italienischer Prägung.