Der diesjährige Wallfahrtstag stand noch einmal im Zeichen der Erinnerung an die Ereignisse vor 75 Jahren an der tschechisch-deutschen Grenze. Den Auftakt bildeten auch in diesem Jahr wieder die drei Sternwallfahrten, angeführt von den Kath. Verbänden der Pfarrei und musikalisch begleitet von der Stiftländer Jugend- und Blaskapelle sowie der Münchenreuther Bauernkapelle, die dann auch den Festgottesdienst in der Basilika gemeinsam mit der Schubert-Messe gestalteten.
Als Hauptzelebrant und Festprediger begrüßte Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl Hwst. H. Erzabt Jakob Auer OSB von der Erzabtei St. Peter in Salzburg. Dieser zitierte in seiner Predigt die Ordensfrau und Theologin Sr. Martha Zechmeister, die bei den Salzburger Hochschulwoche sagte: Mit dem Rücken zu den Armen, kann man nicht von Gott sprechen. Erzabt Jakob vertiefte das mit dem Blick auf die Lesungstexte des Sonntags und im Blick auf den Geschändeten Heiland. Wer auf ihn schaut, dessen Blick wird immer auch zu den Armen, zu den Nöten und zum Leid der Welt hingelenkt. Doch diese Blickrichtung ist nie ohne die Perspektive des Glaubens, die vom Gekreuzigten her kommt und die Trost, Hoffnung und Zukunft schenkt.
Den Festgottesdienst feierten mit 1. Bürgermeister Bernd Sommer, Landrat Hubert Schicker als Tubist bei der Münchenreuther Bauernkapelle und 1. Polizeihauptkommissar Harald Fuchs, in Erinnerung an die Tat des Polizisten Paul Hampel, der vor 75 Jahren den Christuskorpus über die Grenze gerettet hatte.
Nach dem Schlusssegen wurde wieder die Einzelsegnung mit der Auflegung des Kreuzreliquiars angeboten. Viele der Mitfeiernden wollten sich unter den besonderen Segen des Kreuzes stellen. Ein Standkonzert der beiden Musikkapellen auf dem Basilikaplatz gab dem Festtag noch ein besonderen Ausklang.