Frohe und bewegende Osternachtfeier 2026 in der Stiftsbasilika

Der Höhepunkt des ganzen Kirchenjahres wurde in Waldsassen wieder mit einer beeindruckenden Osternachtfeier begangen. Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl segnete draußen zusammen mit Pfr. i.R. Anton Witt und im großen Kreis vieler Ministrantinnen und Ministranten den Kommunionkindern und Firmlingen das Feuer, bereitete dann die Osterkerze, die am Zug der langen Prozession in die dunkle Basilika getragen wurde. Mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ wurde ihr Licht an alle Gläubigen weitergegeben, um dann im Schein der vielen Lichter das Exsultet, das Osterlob zu singen.

Dann wurde Nachtwache gehalten mit den Lesungen der Schöpfungsgeschichte, dem Auszug aus dem roten Meer und der Verheißung des Propheten Ezechiel, dass Gott uns allen ein Herz aus Fleisch gibt. Nach den Wochen der Fastenzeit wurde nach der neutestamentlichen Lesung das Halleluja erstmals wieder mit großer Freude gesungen, der Freude der Osterbotschaft, die im Evangelium verkündet wurde. „Christ ist erstanden“ – das Osterlied der Gemeinde bekräftige noch einmal, was gerade verkündet wurde.

In seiner Predigt ging Stadtpfarrer Dr. Vogl mit den Kindern auf ein besonderes Zeichen an der Osterkerze ein: Anlässlich des Franziskusjahres gestaltete Sr. Agnes von der Abtei das “Tau-Zeichen“ an der Kerze. Franz von Assisi hat damit Briefe unterschrieben, die Zellen seiner Brüder geschmückt und auch unterwegs an Häuser als ein Segenszeichen geschrieben. Sowohl der Prophet Ezechiel als auch im letzten Buch der Bibel, der Geheimen Offenbarung des Johannes, ist von diesem Tau als einem Zeichen des Schutzes, der Erwählung und des Heiles die Rede. Es erinnert auch an das Kreuz, dem Zeichen unserer Erlösung. Christen sind durch Taufe und Firmung besiegelt und erwählt von Gott. Wie Franz von Assisi sollen wir deshalb auch Zeichen des Lebens und des Segens hinterlassen. Osterpuren, die wie das Tau an das erinnern, was Gott uns in der Auferweckung seines Sohnes schenkt.

In der Tauffeier wurde dann Klara Fortelny in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen und mit dem Chrisam besiegelt, damit auch sie einmal Zeugin des Lebens, das Gott schenkt, wird. Schließlich erneuerten alle Gläubigen ihr Taufversprechen, zu dem dann das Osterwasser über die Gläubigen in der Basilika verteilt wurde.

Nach der Eucharistiefeier, der Segnung der Osterspeisen und einen langen Dankesliste mit vielen Diensten und Beteiligten, besonders auch für die beeindruckende „Passion inszeniert“ am Karfreitag, folgte natürlich das Osterlachen, das die Basilika mit frohem und hellem Lachen erfüllte. Nach dem feierlichen Ostersegen wünschten die Mitarbeiter der Pfarrei wünschten allen Mitfeiernden frohe und gesegnete Ostern und verteilten auf dem Basilikaplatz, wo das Osterfeuer noch brannte und wie jedes Jahr von der Jugendfeuerwehr Waldsassen vorbereitet und während der Liturgie beaufsichtigt wurde, kleine gesegnete Osterbrote an alle Mitfeiernden. Die Glocken der Basilika läuteten festlich beim Hinausgehen und begleiteten die Osterwünsche, die man sich zusagte hinein in diese heiligste Nacht des Jahres.

 

Text: Thomas Vogl
Bilder: Markus Scharnagl