Heilige-Leiber-Fest mit Stiftspropst Dr. Klaus Sonnleitner, St. Florian (Österreich)

In der seit über 250 Jahren bestehenden Tradition feierte am ersten Sonntag im August die Pfarrgemeinde zusammen mit der Abtei das „Heilige-Leiber-Fest“ in der Basilika. Zum Festgottesdienst begrüßte Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl Stiftspropst Dr. Klaus Sonnleitner vom Augustiner-Chorherrenstift St. Florian in Österreich. Dieser verwies mit Blick auf das Evangelium von der Brotvermehrung in seiner Predigt auf die Sehnsucht des Menschen nach dem, was wirklich „nährt“ und erfüllt. Geprägt von der Zeit vieler Möglichkeiten und Äußerlichkeiten ist es alles andere als einfach, diese Erfüllung zu finden. Vielen Menschen ist eine innere Leere eigen. Die Heiligen und besonders die in der Basilika verehrten Märtyrer aus den Katakomben Roms sind ein bleibender Hinweis dafür, dass man in der Nachfolge Jesu zur Fülle des Lebens findet und aus dieser Erfahrung heraus sogar das Leben für ihn hingeben kann. Denn nichts kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, trennen, wie der Apostel Paulus bekennt und in der Lesung des Sonntags verkündet wurde.

Den Festgottesdienst gestaltete der Basilikachor zusammen mit einer Bläsergruppe mit der Missa „Ego sum panis vivus“ für Chor und Bläser, eine Komposition des Regensburger Domkapellmeister Christian Matthias Heiß. An der Orgel spielte Peter Kosmus, die Gesamtleitung hatte KMD Andreas Sagstetter. Dieser hatte auch zwei neue Lieder zum Heilige-Leiber-Fest für die Gemeinde zusammengestellt und wurden erstmals gesungen.

Die Reliquienandacht am Nachmittag feierte ebenfalls der Stiftspropst Dr. Sonnleitner zusammen mit den Priestern der Pfarrei, dem Konvent und den Gläubigen. Dabei wurden die Heiligen Leiber an allen Altären der Basilika mit Weihrauch, Gebet und Gesang verehrt.

 

Text: Dr. Thomas Vogl
Bilder: Markus Scharnagl