“Schon in der Nacht sah ich das Licht”

Auf einer großen Grundplatte ist es in alle vier Richtungen dunkel. Eine öde, leblose, ja lebensfeindliche Wüstenei. Eisendrahtstifte stecken dicht an dicht, wie ein düsterer ver­ kohlter Wald, stachelig, fast bedrohlich.

In der Mitte aber, da steht ein Haus ganz aus Licht, wie aus reinem Licht gebaut, leuchtend aus sich selbst heraus. Eine Giebelfront ist von unten bis oben geöffnet, einladend, und der Blick ins Innere spürt keine begrenzenden Wände, nur ein Leuchten überall.

Seit Menschengedenken gilt: Licht ist Leben. Nichts auf der Erde gedeiht ohne Licht.

Antike Kulturen verehrten die Sonne als lebens­ spendende Gottheit. Auch für das Christentum ist das Licht sichtbares Zeichen für die Gegen­ wart Gottes in der Welt.

In der Waldfinsternis dieses Kunstwerks wirkt das Lichthaus wie ein Zufluchtsort, wie eine rettende Insel. Ein aufmerksam Suchender könnte sie durch das Dickicht der verkohlten Stämme hindurch schon von weitem erspähen, und sie könnte ihm Wegweiser sein aus der Nacht heraus ins Licht.

„Schon in der Nacht sah ich das Licht”, da spricht ein aufmerksam Suchender. Aus seinen Worten spürt man auch ein Hoffen und Sehnen nach dem Licht.

F. Fuchs

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